Die Oderinsel von Küstrin-Kietz

Die Oder trennt seit 1945 Deutschland und Polen. Auf der deutschen Oderseite liegt Küstrin-Kietz, während auf der anderen Seite das polnische Kostrzyn liegt. Und in der Oder, noch zu Deutschland zugehörig, liegt die Oderinsel. Die ist alles andere als klein und eigentlich könnte der gesamte Ort Küstrin-Kietz darauf Platz finden, doch wohnen tut auf der Insel niemand mehr.

Doch das war nicht immer so. So war dort früher eine Artilleriekaserne der Wehrmacht und danach waren dort bis 1991 sowjetische Truppen stationiert. Seit dem Abzug dieser Truppen steht die Kaserne leer. Dabei sind die Gebäude zumindest äußerlich noch relativ gut in Schuss. Übrigens stehen die Gebäude auch größtenteils unter Denkmalschutz.

Aber bevor man sich die Gebäude anschaut, muß man da erstmal hingelangen. Am besten klappt das wenn man mit der Bahn bis Küstrin-Kietz fährt und dann ca. 2 Kilometer in Richtung Osten die Hauptstraße (Karl-Marx-Straße mit Namen) entlang läuft. Vorbei kommt man an einem Gedenkstein, überquert den Vorflutkanal und ist dann auf der Oderinsel. Kürz vor der großen Brücke über die Oder geht es rechts rein und man steht vor einem verschlossenen Tor. Links neben dem Tor ist ein kleiner Eingang im Zaun. Damit soll verhindert werden, daß der Bereich der Insel mit Autos und Motorrädern befahren wird.

Der Wanderweg ist mit EU-Mitteln gefördert. Lang ist er nicht, der Wanderweg, dafür aber sehr schön. Er führt am östlichen Rand der Oderinsel entlang, von wo aus man einen schönen Blick auf die auf polnischer Seite befindliche ehemalige Festung Küstrin hat. Nach einem langen Bogen gehts dann quer durch die Wiesen wieder in die Gegenrichtung zurück. Anspruchsvoll ist der Wanderweg natürlich nicht, es ist alles flach, keinerlei Steigung oder so. Aber schön ist er auf jeden Fall.

Aus Oderinsel Küstrin-Kietz

Wenn man fast wieder ganz vorne ist, sieht man linkerhand verschiedene Gebäude stehen. Die gehören zu der ehemaligen Kaserne, die jetzt seit 1991 leer steht. Das Gelände selbst darf man betreten, die Gebäude stehen mehrheitlich unter Denkmalschutz. Doch betreten darf man die Gebäude nicht! Dennoch wird man dort auf dem Gelände viele interessante Eindrücke gewinnen können.

Für den Spaziergang und die Besichtigung des Kasernengeländes sollte man eine gute Stunde einplanen. Am Oderufer befinden sich auch Tische und Bänke, wo man eine Rast einlegen kann.

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