Wandern: Rund um den Arendsee in der Altmark

Ganz im Norden Sachsen-Anhalts befindet sich die Altmark, ein fast menschenleeres Gebiet. Und im Norden der Altmark befindet sich der Ort Arendsee, dessen Name vom unmittelbar angrenzenden gleichnamigen See herrührt. Der Arendsee ist der größte See in Sachsen-Anhalt mit rund 514 ha Wasserfläche. Ein knapp 10 km langer Wanderweg führt um den See herum.

Die Anreise nach Arendsee erfolgt am besten vom Bahnhof Seehausen (Altmark) aus mit dem Landesbus der Linie 200 in Richtung Salzwedel. Der fährt alle zwei Stunden und nimmt übrigens auch Fahrräder mit. Wer mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket anreist, kann den Bus zwischen Seehausen (Altmark) und Arendsee damit nutzen und braucht keinen extra Busfahrschein kaufen.

Fachwerkhäuser in Arendsee

Reist man also per Bus an, fährt man am besten bis zur Haltestelle Friedensstraße, steigt dort aus, läuft ca. 50 Meter zurück und biegt dann links in einen kleinen Weg ein. Vorbei geht es an Fachwerkhäusern und dann eine kleine Treppe hinunter und schon sieht man den See vor sich liegen. Wer mag, kann hier gleich reinhüpfen, da sich hier eine der Badestellen befindet. Ansonsten geht man am besten links rum auf den Wanderweg, der nun den See umgibt. Der führt erst einmal vorbei an einer Kleingartenkolonie.

Nach einigen Metern taucht links eine Treppe auf, da kann man zum ehemaligen Kloster hochgehen, das jetzt ein Museum ist. Rechterhand sind immer wieder kleine Badestellen oder Bootsanleger zu sehen.

Blick auf den Arendsee

Der Weg führt immer in kaum merklicher Biegung und absolut eben am Ufer des Arendsees entlang. Eine etwas offener gestaltete Badestelle taucht auf, wenn man ca. im 90 Grad-Winkel zum Startpunkt sich befindet. Diese Badestellen dürfen natürlich genutzt werden, sind aber allesamt ohne Bademeister. Also bitte vorsichtig sein!

Blick zur Marina

Der Wanderweg führt nun weiter, immer wenige Meter vom Ufer des Arendsees entfernt. Kurz danach trifft man auf Zivilisation, eine größere Badestelle und eine Marina sind dort zu sehen. Auch Wohnhäuser stehen hier.

Marina am Arendsee

Von dort geht es weiter bis zu einer Fischräucherei, die auch einen Imbiss hat, wo man frisch geräucherten Fisch kaufen und verzehren kann. Irgendwann öffnet sich dann die Fläche etwas und es geht zwischen Felder hindurch. Linkerhand sind Häuser zu sehen: Zießau ist erreicht. Der kleine Ort liegt direkt gegenüber von Arendsee. Hier gibt es mit dem Restaurant „Zur Wildgans“ eine empfehlenswerte Möglichkeit zu pausieren.

Zurück auf dem Wanderweg kann man zuerst noch einen kleinen Aussichtsturm besteigen, wobei die Aussicht von dort aus jetzt nicht wirklich so viel hermacht.

Blick vom Aussichtsturm bei Zießau

Der Wanderweg führt erstmal weiter durch ein Feld und dann wieder rein in den Wald. Menschen trifft man auf der Route eigentlich auch regelmäßig, auch viele Radfahrer. Heerscharen sind es aber nicht, aber ganz tot ist der Wanderweg auch nicht. Nur wenig Schilder gibt es hier, aber verlaufen geht nicht, denn es gibt nur diesen einen Wanderweg.

Nach einer Weile durch den Wald, wo der Weg sich etwas vom Ufer des Arendsees entfernt hat, stößt man auf eine Straße. Der Weg führt nun für den Rest direkt nebenher. Er wird dann auch irgendwann zu einem klassischen Fußweg und schon sind die ersten Gebäude erreicht: zuerst ein Campingplatz linkerhand und rechts das Freibad von Arendsee. Danach folgt die einzige Anlegestelle des Ausflugsschiffes „Queen Arendsee“. Das fährt dreimal täglich von hier aus einmal im Kreis am Rande des Sees entlang, ohne irgendwo anzulegen. Für 10 € pro Person ist man dabei.

Ausflugsschiff

Zwischen Kleingärten und der Straße bewegt sich der Weg nun am Rande von Arendsee entlang, bis man wieder recht zentral in Höhe des Ortskerns angelangt ist.

Für die 10 Kilometer sollte man ca. 2 h einplanen, eventuell etwas länger wenn man in Zießau noch einkehrt oder unterwegs einfach mal im Arendsee etwas baden möchte. Die Strecke ist auf jeden Fall auch für Anfänger geeignet und absolut flach. Wer in der Gegend ist, sollte Sachsen-Anhalts größten See ruhig einmal besuchen.

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