Der Erfurter Dom

Erfurt ist nicht nur Landeshauptstadt, Erfurt ist auch Domstadt. Unmittelbar in der Innenstadt, auf einer kleinen Anhöhe gelegen, befindet sich der Erfurter Dom. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde eine Kirche St. Marien erstmals erwähnt. Diese soll zur Mitte des 12. Jahrhunderts abgerissen und durch den jetzigen Dom ersetzt worden sein.

Erfurter Dom

Möchte man heute den Dom betreten, so muß man erst eine große Treppe hinaufsteigen, bevor man dann vor dem seitlich befindlichen Eingang steht. Doch der Treppenaufstieg lohnt sich. Hält man sich nach dem Betreten des Doms links, so gelangt man in den beeindruckenden Hochchor, dessen bunte Glasfenster noch aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen. Da fällt einem sofort die Liedzeile „…weiter wird jede Pupille und erstrahlt in den Farben der Fenster…“ aus „Tritt ein in den Dom“ wieder ein.

Erfurter Dom

Auch das Chorgestühl stammt bereits aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Beeindruckend ist auch die Erfurter „Gloriosa“, die größte freischwingende mittelalterliche Kirchenglocke der Welt. Zu bestimmten Zeiten kann man die „Gloriosa“ im Rahmen einer Führung auch besichtigen.

Ebenfalls sehr interessant, wenn auch viel unauffälliger ist der sogenannte Wolframleuchter.

Wolframleuchter im Erfurter Dom Er entstand vermutlich um 1160 herum in der Magdeburger Gießhütte und ist damit eine der ältesten freistehenden Bronzeskulpturen in Deutschland. Das sieht man dem Leuchter so eigentlich gar nicht an.

Von innen wirkt der Dom meiner Meinung nach übrigens deutlich kleiner als es von außen den Anschein hat. Wer sich alles in Ruhe anschauen möchte, der sollte hierfür rund 30 Minuten einplanen und eventuell noch etwas Zeit für die gleich daneben stehende Kirche St. Severi einplanen, die man auch einmal besichtigen sollte.

Die Besichtigung des Erfurter Doms stellt einen der Höhepunkte bei einem Besuch in Erfurt dar und sollte bei keiner Reiseplanung in die thüringische Landeshauptstadt fehlen.

Öffnungszeiten auf dem Domberg in Erfurt

ab 1. Mai:

Mo.–Sa. 9.30 – 18.00 Uhr
So. u. feiertags 13.00 – 18.00 Uhr

ab 1. November:

Mo.–Sa. 9.30 – 17.00 Uhr
So. u. feiertags 13.00 – 17.00 Uhr

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