Kloster Jerichow

Nordöstlich von Magdeburg liegt Jerichow, die Stadt die dem Landkreis Jerichower Land seinen Namen gab. Am Ortsrand von Jerichow liegt das ehemalige Prämonstratenserkloster, das 1144 zuerst noch im jetzigen Stadtgebiet lag und seit 1148 an seinem jetzigen Standort ansässig ist. Es ist der größte Backsteinbau Norddeutschlands und die vollständig erhaltene Klosteranlage wirkt schon außen sehr beeindruckend.

Kloster Jerichow

Jerichow erreicht der geneigte Besucher am besten per Auto, da die Bahnstrecken nach Jerichow bereits vor vielen Jahren stillgelegt wurden.

Direkt vor dem Kloster befindet sich ein kostenfreier Gästeparkplatz für die Besucher. Dort befindet sich auch gleich der Eingang mit der Kasse. Dort bekommt man auch weiteres Infomaterial und auf Wunsch einen informativen Audioguide, der einen durch das Kloster und die Kirche geleitet.

Kloster JerichowAuf einem Flyer sind die einzelnen Räumer genau verzeichnet, der Audioguide gibt zudem weitere Infos zu den jeweiligen Räumen. Viele der Räume wurden bereits restauriert, einigen steht das noch bevor, sodaß man schön sehen kann, wie es in den anderen Räumen früher wohl auch mal ausgesehen haben mag, bevor man sich an die Restaurierung machte.

Einige der Räume befinden sich im Kellergeschoss und sind ebensowenig für Rollstuhlfahrer zu erreichen, wie die Empore in der Kirche. Barrierefreiheit war im frühen Mittelalter noch kein Begriff.

Kloster JerichowFür die Besichtigung der Räume sollte man sich ruhig Zeit lassen. Die Stelen, die Bildhauereien usw. sind durchaus einen etwas genaueren Blick wert und die Ruhe in der alten Klosteranlage sorgt zudem dafür, daß man selbst mal die Seele baumeln lassen kann. Also einfach mal hinsetzen, die Ruhe genießen und dem Körper diesen Ausgleich vom Alltagsstreß gönnen.

Die heute nicht mehr als Kloster genutzte Anlage empfängt jährlich um die 50.000 Besucher und gehört zu den Bauwerken der Straße der Romanik, die in Sachsen-Anhalt Touristen zahlreiche romanische Bauten näher bringen soll.

Auf dem Klostergelände befindet sich auch noch ein zugehörigen Backsteinmuseum, wo man Wissenswertes über die hier verwendeten Backsteine erfährt. Desweiteren befindet sich das Klostermuseum mit zahlreichen interessanten Exponaten auf dem Gelände, ebenso wie eine nach Voranmeldung nutzbare Bibliothek.

Kloster Jerichow

Im Klostergarten gibt es einen Spielplatz für Kinder, zahlreiche Kräuterbeete und einige Beete auch mit ansonsten längst in Vergessenheit geratenen Pflanzen. In der warmen Jahreszeit hat auch der Klosterkiosk im Klostergarten geöffnet.

Möchte man sich alles wirklich in Ruhe anschauen, sollte man durchaus zwei Stunden Zeit dafür einplanen, eventuell auch ein wenig mehr.

Öffnungszeiten Kloster Jerichow:

April – Oktober
Montag bis Sonntag: 09:00 – 18:00 Uhr
November – März
Montag Ruhetag
Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 16:00 Uhr
24. Dez. – 02. Jan.: Geschlossen

Eintrittspreise Kloster Jerichow:

Erwachsene: 4,50 €
Ermäßigte: 3,00 €
Familienkarte: 10,00 €
Foto/Videogebühr: 2,00 €
Audioguide: 2,50 €

Wer schon mal dort in der Gegend ist, der sollte danach mal noch ca. 10 Kilometer weiter fahren und sich die alte Kaiserstadt Tangermünde mit ihrer historischen Altstadt und den alten Stadttürmen und der Stadtmauer anschauen. Lohnt sich auf jeden Fall und ist dann sozusagen das Sahnehäubchen eines solchen Ausflugs.

Veröffentlicht von Torsten

Ich mag Deutschland und bin gerne im Land unterwegs. Historische Altstädte, tolle Landschaften, interessante Museen - es gibt vieles wofür ich mich begeistern kann. Mich findet ihr auch bei Google+.

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