Das Technikmuseum Berlin

Schlechtes Wetter in Berlin? Dann ist das Technikmuseum in Berlin das perfekte Ausflugsziel.

Das Technikmuseum (ehemals Museum für Verkehr und Technik) befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks Anhalter Bahnhof und belegt dort unter anderem die beiden Ringlokschuppen. Daneben gibt es ein ehemaligen Beamtenwohnhaus und einen modernen Neubau und schon ist ein Museum fertig, für dessen Besuch der geneigte Interessent sich sehr viel Zeit nehmen sollte.

Technikmuseum Berlin

Wenn dann auch noch das Wetter schlecht ist, kann es an der Eintrittskasse schon mal zu einer kleinen Schlange kommen.

Aber nicht nur deshalb sollte man etwas mehr Zeit einplanen, sondern in erster Linie wegen den zahlreichen Exponaten des Museums. Wer nur ein bis zwei Stunden Zeit hat, sollte sich den Weg ins Technikmuseum sparen. Bei meinem Besuch war ich 4,5 Stunden drin und hätte ich mich in einigen Bereichen etwas intensiver umgeschaut, wären es bestimmt nochmal zwei Stunden mehr geworden. Also wirklich viel viel Zeit mitbringen. Die Herbst- und Wintermonate oder ein verregneter Sommertag sind daher die optimale Gelegenheit den Tag sinnvoll zu verbringen. Das Technikmuseum bietet dazu viel Gelegenheit.

Technikmuseum BerlinIn den beiden Ringlokschuppen stehen Eisenbahnfahrzeuge aller Traktionsarten ausgestellt, ebenso zahlreiche Eisenbahnwaggons und sonstige Bahnutensilien. Infotafeln informieren den Besucher über die einzelnen ausgestellten Fahrzeuge, wobei manche Infotafel mal zeitlich aktualisiert werden könnte.

In dem zwischen den beiden Ringlokschuppen befindlichen Gebäude gibt es Ausstellungen zur Fotografie und zur Filmtechnik, aber auch zur Entwicklung der Medizintechnik. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich eine historische Brauerei, die aber zum Zeitpunkt meines Besuchs gerade geschlossen war. Aktuell baut man weitere Gebäude aus um eine weitere Ausstellung in 2015 eröffnen zu können.

Technikmuseum BerlinGeht man dann zurück zur Eingangshalle, kann man dann von dort aus in einen anderen Neubau gehen. Der erstreckt sich über mehrere Etagen und stellt die Geschichte von Schiffahrt und Luftfahrt vor. Neben zahlreichen Modellen historischer Segelschiffe, sind hier auch einige Originalexponate zu finden, sogar ein Dampfschlepper. Im Bereich der Luftfahrt sind sogar noch mehr Originalexponate zu sehen, darunter auf der Außenterrasse ein „Rosinenbomber„, aber auch die Überreste verschiedener im 2. Weltkrieg abgeschossenen und später geborgenen Flugzeuge und gar eine komplette Junkers JU 52 3M.

Technikmuseum Berlin

Positiv hier im Technikmuseum: das Museum ist barrierefrei, es gibt auch Fahrstühle und Rampen. Das ist schön für Rollstuhlfahrer. Auch hat hier niemand etwas gegen das Fotografieren der Exponate. Im Eingangsbereich gibt es zudem ein Café wo man sich stärken kann und auch eine Garderobe und ist dort. Es hat aber niemand etwas dagegen wenn man seinen Rucksack mit in die Ausstellung nimmt. Diesbezüglich ist das Museum wirklich sehr besucherfreundlich, im Vergleich zu vielen anderen Museen.

Sehr besucherfreundlich sind auch die Eintrittspreise, insbesondere wenn man sich den doch recht gewaltigen Umfang der Ausstellung mal vor Augen hält. Das ist nichts was man sich mal in ner halben Stunde angeschaut hat. Hier kann man wirklich fünf, sechs, sieben Stunden verbringen ohne sich zu langweilen.

Eintrittspreise Technikmuseum Berlin:

Erwachsene: 6,00 EUR
Ermäßigte: 3,50 EUR
Mini-Familienkarte (1 Erwachsener + 2 Kinder unter 15 Jahre): 7,00 EUR
Maxi-Familienkarte (2 Erwachsene + 3 Kinder unter 15 Jahre): 13,00 EUR

Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre bzw. bis zum Abschluss der Schulausbildung haben ab 15.00 Uhr freien Eintritt (Vorlage Schülerausweis I oder II).

Öffnungszeiten Technikmuseum Berlin:

Dienstag-Freitag 09:00 – 17:30 Uhr
Samstag-Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Montag ist Ruhetag

Beim nächsten Berlinbesuch wenn es dann plötzlich regnen sollte, einfach mal ins Technikmuseum fahren, es lohnt sich. Die Anreise ist bequem mit der U-Bahn bis zur Station Gleisdreieck (U-Bahn U1, U2) oder Möckernbrücke (U-Bahn U1, U7) möglich. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Museum. Mit der S1, S2, S25 kann man auch bis zur Station Anhalter Bahnhof fahren, auch dann ist man fix im Museum.