Die Arche Nebra

Nein, das ist kein Schreibfehler, es soll wirklich Nebra und nicht Noah heißen.

Nebra ist ein kleiner Ort im Unstruttal und von dort gelangt man nach Wangen und von dort aus dann zur Arche Nebra. Wieso die nicht Arche Wangen heißt, darf man sich da dennoch ruhig fragen. Wer per Bahn anreisen möchte also bitte NICHT in Nebra aussteigen sondern mit der Unstrutbahn bis Wangen (Endhaltepunkt) weiterfahren. Von da aus einfach in den Ort rein und an der Straßenkreuzung links abbiegen und dann immer geradeaus. Nach ca. 800 Metern ist man dann da. Für die Autofahrer gibt es wenige hundert Meter vor dem Gebäude der Arche Nebra einen separaten Parkplatz.

Arche Nebra

Das freistehende Gebäude der Arche Nebra erkennt man sofort. So goldglänzend wie es dort auf freiem Feld steht, wirkt es eher wie ein Fremdkörper.

Kommt man in das Gebäude rein, ist unten gleich die Kasse. Außerdem sind dort ein Café, die Toiletten und eine Spielecke für Kinder zu finden. Der Ausstellungsbereich ist im Obergeschoss zu finden.

Arche NebraHauptthema der Ausstellung ist die Himmelsscheibe von Nebra. Das Original befindet sich allerdings im Landesmuseum in Halle (Saale), hier in der Arche Nebra kann man eine Kopie besichtigen und erfährt was es mit dieser Himmelsscheibe so auf sich hat. Diese Scheibe ist so eine Art früher Kalender und vor ca. 4000 Jahren angefertigt. Wenn man bedenkt, daß es zu der damaligen Zeit noch gar keine Schriftsprache hierzulande gab, ist das was da entstand durchaus sehr beachtenswert. Das wird dem Besucher der Arche Nebra aber erst dann richtig klar, wenn er sich im Planetarium im Obergeschoss der Arche Nebra den ca. 25minütigen Film angeschaut hat, wo genau erklärt wird, was es mit dieser Himmelsscheibe auf sich hat, was darauf zu sehen ist und wie genau die Menschen damals bereits den Sternenhimmel und die Jahreszeiten auswerteten.

Arche NebraIn der großen Ausstellungshalle sind diverse Exponate zu sehen, z.B. eine Kopie der Himmelsscheibe, die die gefundenen Objekte näher beschreiben. Wo kam das verwendete Kupfer her und welche Unterschiede gibt es bei den verwendeten Bronzearten für die Scheibe und die Schwerter? Unterstützt werden diese Erklärungen durch interessante Visualisierungen, z.B. durch ein Männchen, daß etwas humorvoll versucht Wissen weiter zu geben. Ein anderer Raum bietet Platz für Sonderausstellungen, die aber nicht zwingend was mit dem Thema der Himmelsscheibe von Nebra zu tun haben. Die moderne Museumsgestaltung der Arche Nebra hebt sich positiv von dem ab, was man sonst in vielen deutschen Museen präsentiert bekommt.

Arche NebraVon der Arche Nebra aus kann man entweder zu Fuß oder per Pendelbus zum Fundort der Himmelsscheibe auf eine Bergkuppe gelangen. Wer zu Fuß hin möchte, muß eine Wegstrecke von ca. 3,5 Kilometer einplanen. Auf der Bergkuppe ist der direkte Fundort der Himmelsscheibe mit einer Glaskuppel versehen worden. Wenige Meter weiter ist ein Aussichtsturm errichtet wurden, den man aber nur Fuß besteigen kann, kein Fahrstuhl o.ä. vorhanden. Je nach Wetterlage kann man von dort weiter über die Landschaft schauen, den Kyffhäuser erblicken oder das nahe Memleben oder manchmal sogar den Brocken im Harz.

Arche NebraFür die Besichtigung der Arche Nebra sollte man ca. eine Stunde einplanen, dazu dann noch die Zeit für den Aussichtsturm. Wenn man diese Ausstellung gesehen hat, darf man sich auch ruhig mal die Frage stellen ob sich die Menschheit seitdem wirklich weiter oder doch eher zurückentwickelt hat. Zumindest war man damals schon mächtig weit in mancher Hinsicht.

Es ist also absolut zu empfehlen der Arche Nebra mal einen Besuch abzustatten und so viel Interessantes über das Leben der Menschen in dieser Gegend vor mehr als 4000 Jahren zu erfahren. Und auch über die Art und Weise wie die Himmelsscheibe gefunden wurde und wie sie letztlich für die Nachwelt erlebbar gemacht wurde, erfährt man hier eine ganze Menge, das genügend Stoff für einen Krimi abgeben würde.

Öffnungszeiten Arche Nebra:

April–Oktober
täglich 10–18 Uhr

November–März
Di–Fr 10–16 Uhr
Sa/So/Feiertage 10–17 Uhr

Montags und am 24. Dezember ist die Arche Nebra geschlossen.

Eintrittspreise der Arche Nebra:

Erwachsene 9,50 €
Ermäßigt 5,50 €
Familien: 20,00 €

Diverse Rabatte gibt es z.B. für Personen, die per Bahn anreisen, ADAC Mitglied sind oder eine tagesaktuelle Eintrittskarte von Kloster und Kaiserpfalz Memleben haben. Die Arche Nebra kann auch mit der HarzCard, der Thüringen-Card oder MZ Abo-Card besucht werden.

In den Wintermonaten gelten zudem ermäßigte Eintrittspreise:

Erwachsene 7,50 €
Ermäßigt 4,00 €
Familien 16,00 €

Die zusätzlichen Rabatte kann man auch hier noch in Anspruch nehmen.

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Memleben? Noch nie gehört? Nicht so schlimm, denn die großen Zeiten von Memleben sind längst vorbei. Damals, im 10. Jahrhundert, war Memleben eine bekannte Königs- und Kaiserpfalz. Der ostfränkische König Heinrich I. kam hierher und starb auch in Memleben und auch sein Sohn, der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Kaiser Otto I. war häufig in Memleben und starb ebenfalls hier.

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Wo genau die Kaiserpfalz war, lässt sich heute nicht mehr mit Gewissheit sagen. Aber wo die erste Kirche des späteren Klosters stand, kann man noch genau sehen. Die hatte Otto I. nach dem Tod seines Vaters gestiftet. Eine Mauer steht noch und der Rest ist auf dem Erdboden genau gekennzeichnet und kann von einem Podest aus betrachtet werden. Auf einer Infotafel sieht man auch, wie diese Kirche wohl ungefähr ausgesehen haben mag und darf sich dann ruhig fragen wie die das früher ohne all die heutigen technischen Hilfsmittel zustande gebracht haben.

Kloster und Kaiserpfalz MemlebenDiese romanische Kirche wurde später abgerissen und unter Verwendung ihrer Steine eine neue gothische Kirche für das Benediktinerkloster Memleben gebaut. Das hat dann aber auch nicht gereicht um das Kloster langfristig zu retten, denn 1544 verließ der letzte Mönch das Kloster. Die Klosteranlagen, speziell die Kirche, verfiel. Einige Gebäude wurden dann später landwirtschaftlich genutzt.

Inzwischen sieht das aber alles etwas anders dort aus. Kommt man vom Unstrutradweg her, so sieht das von hinten teils wirklich noch uralt und etwas heruntergekommen aus, sollte aber nicht abschrecken mal drumherum zu gehen.

Vorne gibt es ein neues Gebäude, das im Rahmen eines Architekturwettbewerbs der Bauhaus Universität Weimar entstand. Da befinden sich die Kasse, Toiletten usw. drin. Das Gebäude ist nach hinten teilweise offen wirkend gestaltet, wirklich mal was anderes. Von dort aus gelangt man in den kleinen Klostergarten, der dem Ensemble vorgelagert ist. Gleich dahinter schließt sich die Ruine der gotischen Klosterkirche an, von der noch die imposanten Außenmauern und Teile des Altars erhalten sind. Das sollte man auf jeden Fall in Ruhe auf sich wirken lassen. Wenn diese Mauern doch sprechen könnten…

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Von da aus kommt man dann in den Innenhof des früheren viereckig aufgebauten Gebäudekomplexes. Hier sollte man sich erst einmal rechts halten und durch die Tür in das dort befindliche Gebäude gehen. Dort befindet sich dann eine kleine Treppe nach unten und so gelangt man in die Krypta unterhalb der ehemaligen Klosterkirche. Und dieser Anblick dort ist wirklich atemberaubend.

Da unten in der Krypta finden übrigens auch Hochzeiten oder kleine Konzerte statt. Ist sicherlich auch mal wert so etwas mitzuerleben.

Kloster und Kaiserpfalz MemlebenDann gehts oben weiter. Im nächsten Gebäudekomplex befinden sich zum einen Fremdenzimmer, falls man dort übernachten möchte (die waren bei meinem Besuch auch gerade belegt), zum anderen der kleine Klosterladen und eine kleine, aber sehr interessante Ausstellung zur Geschichte des Klosters und dem Tagesablauf eines Benediktinerklosters an sich. Letzteres ist garantiert nichts für Jedermann, wenn man sich da anschaut wie das dort zugeht.

Im Innenhof gibt es übrigens Tische und Bänke, sodaß man hier auch ausruhen kann. Im vorderen Geländebereich, gegenüber des Klosterparks, befindet sich an einer Wand ein hölzernes Podest. Von da oben blickt man auf das Fundament der ersten Klosterkirche, wie oben erwähnt.

Für das gesamte Gelände sollte man sich ruhig eine Stunde Zeit nehmen, zumal Zeit in so einem Objekt irgendwie sowieso jede Wichtigkeit verliert.

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Öffnungszeiten Kloster und Kaiserpfalz Memleben

15.03. – 31.10.

täglich von 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Erwachsene: 6 €
Schüler/Studenten: 3,50 €
Familienkarte: 14,50 €

Wer in der Gegend unterwegs ist, sollte einfach mal hier vorbeigucken und das gesamte Ensemble in Ruhe auf sich wirken lassen.

Hafenrundfahrt mit der „Blauen Flotte“ in Rostock

Wenn man in Rostock ist, sollte man auch eine Hafenrundfahrt mitmachen. Auf diese Art und Weise lernt man Rostock und Warnemünde mal aus einem anderen Blickwinkel kennen.

Angebote gibt es da einige, die meisten beschränken sich aber nur auf das Gebiet rund um Warnemünde. Lediglich die „Blaue Flotte“ bietet eine Hafenrundfahrt an, die neben dem Stadthafen Rostock auch noch Warnemünde mit im Programm hat und somit das komplette Gebiet abdeckt.

Hafenrundfahrt in rostock

Hafenrundfahrt in rostockDie Fahrt beginnt in Rostock im Stadthafen. Ab 10.30 Uhr legt hier alle halbe Stunde eines der vier Schiffe der „Blauen Flotte“ ab. Die Fahrt nach Warnemünde zum Anleger dauert ca. 50 Minuten. Nach ca. zehn Minuten Pause gehts dann von dort wieder zurück und so ist man insgesamt ca 1:45 h:min unterwegs. Wer möchte, kann aber auch in Warnemünde aussteigen und sich dort umschauen und später wieder zurückfahren. Ist also auch ganz praktisch gelöst.

Hafenrundfahrt in rostockWährend der Fahrt, die man je nach Lust und Wetter, entweder offen im Oberdeck oder im geschlossenen Unterdeck verbringen kann, erzählt der Schiffsführer was man so links und rechts am Ufer alles zu sehen bekommt und gibt auch die eine oder andere Anekdote zum Besten. So erfährt man auch, daß im ehemals größten Fischereihafen der DDR jetzt vornehmlich Holz umgeschlagen wird. Auch zu größeren Schiffen, die man unterwegs sieht, gibt es zumeist etwas Interessantes zu hören.

Damit man nicht verdurstet, gibts auch Getränke an Board zu kaufen und so kann man sich, wenn es doch mal etwas windig sein sollte, an einem heißen Kaffee oder Tee wärmen.

Hafenrundfahrt in rostock

Preislich ist die große Hafenrundfahrt der „Blauen Flotte“ auch absolut fair bepreist: eine einfache Fahrt (egal in welche Richtung) kostet 10 €, wer eine Rückfahrkarte kauft zahlt dafür 15 €. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann das übrigens mit aufs Schiff nehmen.

Für mich war die Hafenrundfahrt mit der „Blauen Flotte“ übrigens ein gelungener Abschluss eines Wochenende in Rostock. Kann ich wirklich nur empfehlen, da mal mitzufahren.

Mit dem „Molli“ von Bad Doberan nach Kühlungsborn

Ganz oben im Norden, ca. 20 Kilometer westlich der Hansestadt Rostock, liegt Bad Doberan. Das kleine Städtchen ist der Ausgangspunkt der Mecklenburgischen Bäderbahn, die auch liebevoll „Molli“ genannt wird.

1886 wurde die Strecke eröffnet, damals allerdings nur bis Heiligendamm. Erst 1910 erfolgte die Verlängerung bis Kühlungsborn West und erreichte so den bis heute noch genutzten Endbahnhof der nunmehr 15,4 km langen Strecke.

Mecklenburgische Bäderbahn

1995 wurde die Strecke dann privatisiert, Hauptanteilseigner sind die Anliegergemeinden entlang der Strecke. Die Strecke wurde dann, ebenso wie die Fahrzeuge, grundlegend saniert und befindet sich seitdem in einem mustergültigen Zustand. 2009 ließ man sogar noch eine Dampflok neu bauen.

Mecklenburgische BäderbahnNach Bad Doberan kann man von Wismar und Rostock aus bequem per Bahn im Stundentakt anreisen. Die Fahrzeiten des „Molli“ sind darauf abgestimmt. Gleich am Bahnsteig findet man die Fahrkartenausgabe, wo man noch richtig alte Pappfahrkarten für die Fahrt mit der Schmalspurbahn bekommt. Gleich daneben ist der Bahnsteig, wo die Züge nach Kühlungsborn West abfahren. Die sind gerade auch in den Sommermonaten recht lang, 10-12 Waggons sind da dann Standard.

Mecklenburgische BäderbahnGleich zu Beginn der Fahrt geht es quer durch die Innenstadt von Bad Doberan. Der Zug schleicht hier durch die Fußgängerzone und dann durch die langgezogene Goethestrasse aus dem Ort heraus. Teils sind, das fiel mir hier auf, sogar ein paar gute Steigungen auf der Strecke drin.

Mittelpunkt der Strecke ist Heiligendamm, genau da wo mal der G8-Gipfel stattfand. Dort findet auch die Zugkreuzung mit dem Gegenzug statt.

Mecklenburgische Bäderbahn

Danach gehts weiter weiter durch Felder, Wiesen und Waldstücke nach Kühlungsborn West. Kühlungsborn hat drei Bahnhöfe: Kühlungsborn Ost, Kühlungsborn Mitte und Kühlungsborn West. der Ort zieht sich ein wenig in die Länge. Zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn kann man dann auch erste Blicke auf die Ostsee erhaschen.

Mecklenburgische Bäderbahn

Eine Fahrt von Bad Doberan bis nach Kühlungsborn West dauert übrigens 45 Minuten. Die Einzelfahrkarte kostet 8 €, die Rückfahrkarte ist für 14 € erhältlich. Bahncards werden nicht anerkannt.

Bester Platz im Zug: auf der Plattform des letzten Wagens, wenn an der Seite nicht gerade der Packwagen hängt oder gleich ganz vorne im ersten Wagen direkt hinter der Lok. Fahrkartenverkaufsstellen gibt es in Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn und ansonsten bei Bedarf auch direkt im Zug. Den Aufenthalt in Heiligendamm und Kühlungsborn kann man für einen Spaziergang an die Ostsee nutzen, in Bad Doberan kann man das Münster besichtigen.

Wer dort oben in der Gegend ist, sollte dem „Molli“ unbedingt einen Besuch abstatten, das lohnt sich auf jeden Fall.

Wandern: von Laucha (Unstrut) nach Freyburg (Unstrut)

Im Süden von Sachsen-Anhalt liegt das Unstruttal. Selbiges ist bekannt für seine hier angebauten Weine. Der kalkhaltige Boden ist nämlich für einige Traubensorten ein idealer Nährboden. Dazu kommen Burgen und Klöster, die das Unstruttal bereichern und dem Besuchern als Ausflugsziel dienen.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Laucha an der Unstrut. Die Anreise erfolgt dementsprechend am besten mit der Burgenlandbahn ab Naumburg (Saale) Hauptbahnhof. Steigt man in Laucha aus, muß man erstmal einen kleinen Bogen laufen, denn den direkten Weg vom Bahnsteig zum ehemaligen Bahnhofsgebäude gibt es nicht mehr. Als durch die Unterführung raus auf die andere Seite, ca. 100 Meter vorgelaufen und dann links rum über den Bahnübergang.

Gleich hinter dem Bahnübergang biegt man dann rechts ab und geht auf dem Fußweg zwischen alter Stadtmauer (links) und Eisenbahnstrecke (rechts) entlang. Nach ca. 100 Metern kommt man dann in Höhe des ehemaligen Bahnhofsgebäudes vor.

Hier biegt man links auf die Straße ab, und geht vor bis zur Straßenkreuzung, vorbei an der alten Postfiliale. Da wendet man sich dann nach rechts und sieht nicht nur einen Parkplatz, sondern auch das historische Rathaus von Nebra. Der Eingangsbereich sieht wirklich beeindruckend aus. Dann gehts aber rechts auf entlang der Hauptstraße weiter.

Nur wenige hundert Meter weiter sieht man linkerhand einen ausgetrockneten Flußlauf. Dem folgt parallel auf der linken Seite ein schmaler Fußweg. Dort gehts weiter auf der Wanderung. Nach einer Linkskurve gehts nun durch den leeren Bachlauf hindurch auf die andere Seite und dann entlang einer Gartenanlage. Der schmale Fußweg führt nun erst geradeaus, dann in einer Rechtskurve mehrere hundert Meter an der Gartenanlage entlang. Da hat man auch einen schönen Blick auf den Hügel nahe Donndorf, wo sich der Flugplatz Laucha mit seinen imposanten Gebäuden befindet.

Dann kommt man vor an einen asphaltierten Weg, wo sich auch eine Sitzgelegenheit an der Ecke befindet. Hier gehts dann links rum und immer den Weg entlang, das Ganze für ca. 1-1,5 km. Links und rechts sind Felder, Schatten hat man hier also nicht zu erwarten. Das sollte man beachten in Bezug auf die Temperaturen, denn das wird einem auf dem Großteil der Strecke so gehen.

Am Ende des Weges überquert man dann die Unstrut auf einer Brücke und schon ist man in Weischütz, einem kleinem Dorf. Das hat man schnell durchquert und wenn man mag, kann man noch einen Blick in die zum Ort gehörende Kirche werfen.

Ansonsten folgt man der Straße einfach, biegt kurz hinter der Dorfkirche rechts ab und geht entlang der Straße bis zum Ortsausgang. Dort gibts dann eine Art Kreuzung. Halblinks führt die Straße weiter, im 90-Grad-Winkel rechts für ein Feldweg weiter und zwischen den beiden geht ein anderer Feldweg, teils etwas schwer erkennbar, schräg an einem Feld bergauf. Genau da gehts jetzt auch lang, also ein klein wenig bergauf.

Oben angekommen, führt der Weg in ein Waldstück hinein. Das ist, gerade wenn es sehr warm ist, durchaus angenehm. Am Eingang zu dem Waldstück steht eine geschlossene Schranke. Die soll aber lediglich davon abhalten, daß Motorradfahrer oder Autofahrer da entlang fahren. Der Wanderer kann links davon dran vorbeigehen.

Der Weg führt jetzt nur noch wenig leicht bergan quer durch das Waldstück für einige hundert Meter (kann auch 1 Kilometer sein). Und dann lichtet sich irgendwann der Wald und man steht an einer Wegekreuzung. Blickt man nach links, sieht man in der Ferne schon wieder erste Zivilisation (Häuser). Der Wegweiser nach rechts verweist auf einen Schießstand. Aber weder links noch rechts führt der Wanderweg weiter, sondern geradeaus, zwischen zwei Feldern hindurch und das recht steil bergauf und ohne irgendwelchen Schatten.

Oben angekommen, gehts dann rechts weiter. Da gibt es aber eh nicht viel Auswahl, also kann man sich nicht verlaufen. So wandert man nun im Bogen am Gipfelrand um selbigen herum und erlangt nun einen schönen Ausblick über das Unstruttal. Unten fließt die Unstrut entlang, daneben verläuft die Unstruttalbahn und eine Straße. Oben läuft der Wanderer entlang und kann zum einen nach Laucha, zum anderen in Richtung Balgstädt blicken. Wenn man einmal so gut wie rum ist, gehts weiter geradeaus und dann Stück für Stück nach unten. Aber Vorsicht, nicht zu weit laufen, denn wenn man schon fast am Kloster Zscheiplitz ist, geht rechts ein recht unscheinbarer Weg ab, der in ein Waldstück reinführt. Da muß man lang!

Der Weg gehört zu einem Geopfad, der um das Kloster Zscheiplitz herumführt. Grund ist weniger das Kloster, sondern der hier früher stattgefundene Kalksteinabbau. Es ist noch an den Berghängen zu sehen, wo der Kalkstein früher gebrochen wurde. Infotafeln informieren hier auch ausführlich dazu. Und irgendwann steht man dann plötzlich vor einem Gemäuer, ein Kalkbrennofen aus dem Jahre 1933. Der ist noch recht gut erhalten. Drumherum sieht man auch ein paar Schienen liegen und außerdem hat man wenige Meter weiter wieder einen schönen Blick ins Unstruttal und das direkt darunter liegende Örtchen Balgstädt.

Den Weg, der immer noch zum Geopfad gehört, geht man jetzt nur wenige Meter weiter und plötzlich taucht linkerhand eine Mauer auf und in der Mauer ist eine Türöffnung. Da geht man durch, anstelle geradeaus weiter, und folgt dem Weg der dann auf der anderen Mauerseite entlangführt. Am Ende der Mauer kann man zum einen rechts eine Treppe hoch und von dort den Blick über das Unstruttal nach Freyburg hin genießen und gleichzeitig auf der anderen Seite in den Klostergarten des angrenzenden Klosters Zscheiplitz blicken. Das Kloster war ganz früher mal eine Burg namens Weissenburg gewesen.

Der Weg geht nun nach links, an der Mauer entlang, hinter der der Klostergarten liegt. Wieder geht es durch eine Tür und man ist auf dem großen Hof des ehemaligen Klosters. Im Gebäude des alten Klosters ist eine kleine Ausstellung zu besichtigen, schräg gegenüber ist der alte Wehrturm, den man von innen besteigen kann.

Ein Weingut hat sich auch auf dem Gelände niedergelassen und alles in allem wirkt die Anlage recht gepflegt. Neben dem Wehrturm ist der Ausgang, da gehts dann ein paar Stufen runter und man steht an einer Straße.Hier wendet man sich nach rechts und geht geradeaus weiter. An einer Straßenkreuzung befindet sich rechterhand der Friedhof und direkt davor eine alte Wasserpumpe. Die Wasserpumpe funktioniert auch noch und ein Schild weißt darauf hin, daß es da Trinkwasser gibt. Kann man also beruhigt zu sich nehmen.

Gerade aus gehts dann weiter. Der Weg führt jetzt entlang des Kirschbergs hinunter ins Tal und das relativ geradeaus. Unten kommt man jetzt an eine Straße, die Schweigenberge heißt und gerade aus nach Freyburg führt.

Rechts sieht man noch eine alte Mühle, die jetzt u.a. ein Restaurant beherbergt.

Dabei kann man nur linkerhand einen tollen Ausblick auf die Weinberge genießen, während rechts die Unstrut gemächlich entlangfließt. Unterwegs findet sich auch noch das eine oder andere Weinlokal und zu bestimmten Zeiten öffnen dort auch die sogenannten Straußenwirtschaften.

Am Ortseingang von Freyburg ist ein kleines Freibad. Auch eine Gelegenheit sich von dieser Wanderung zu erholen.

Ansonsten geht man einfach geradeaus weiter in den Ort hinein. Hier gibt diverse gastronomische Einrichtungen, zum Beispiel direkt am Marktplatz gelegen, wo man sich nach dieser Wanderung, die rund 10 Kilometer umfasst, stärken kann. Von Freyburg aus kann man dann auch wieder mit der Burgenlandbahn weiter fahren. Für die Strecke sollte man durchaus ca. 3 Stunden einplanen, insbesondere wenn man sich auch noch im Bereich des Klosters Zscheiplitz etwas näher umschauen möchte. Festes Schuhwerk sollte man auf jeden Fall tragen und weil es an einigen Stellen doch etwas mehr bergauf geht, auch ruhig etwas zu trinken dabei haben um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

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