Pisa – eine Stadt mit viel Kunst und Kultur.

2:02 pm Italien

Pisa ist ursprünglich in vier Stadtteile geteilt, Santa Maria, San Francesco, San Martino und San Antonio. Dieser vier Teile waren aber nicht immer vorhanden. Ursprünglich bekannt die Stadt ihr Wachstum mit dem heutigen Viertel Santa Maria. Durch die militärische und wirtschaftliche Macht zur Zeit der Seerepublik gewann die Stadt an Bevölkerung und Beliebtheit. Längst reichten die Stadtmauern um Santa Maria nicht mehr aus und mussten erweitert werden. Heute teilt sich die Stadt Pisa durch den Fluss Arco. Es sind auf der linken Uferseite San Martino und San Antonio und am rechten Aronufer die Orte Santa Maria und San Francesco. Durch diese klare Unterteilung kann man sich als Fremder in der Stadt leicht orientieren. In Pisa kann man zwar nicht wirklich einmalige Landschaften bewundern, dafür aber viele Kunst-, Architektur-, Kultur- und Geschichtseigentümer bestaunen.

 

Santa Maria ist wie gesagt der älteste Stadtteil Pisas. Ihm wird auch die größte Bedeutung der Stadt zugeschrieben. Es stellt mit dem Piazza del Duomo – also dem Domplatz – und der heutigen Piazza dei Cavaleri das Zentrum der bekannten Stadt dar. Hier ist auch die italienische Eliteuniversität, die für Italien die gleiche Bedeutung hat wie andere große und weltbekannte Universitäten. Diese Universität wurde 1806 auf ausdrücklichen Wunsch von Napoleon gegründet. Den Namen – Santa Maria – hat der Stadtteil von der Cathedrale oder dem Dom, der nach der heiligen Maria Assunta (Mariä Himmelfahrt) benannt wurde. Gerade Santa Maria gibt bei einem Spaziergang durch die Straßen unzählige kirchliche aber auch bürgerliche Geheimnisse und Sehenswürdigkeiten preis.

 

Der zweite Stadtteil ist San Francesco. Auch dieser Teil der schönen Stadt Pisa, wurde nach einer Kirche benannt. Dieses Gotteshaus wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbaut. Seine Grundsteinlegung verdankt die Kirche dem Franziskaner-Orden – woher unter anderem auch der Name kommt – und Giovanni di Simone der die Kirche errichten lies. In San Francesco findet man viele Baustile in nur wenigen Straßen Entfernung. So zum Beispiel die mittelalterlichen Turmhäuser der Via delle Belle Torri, die Palazzi im Florentiner Renaissance-Stil und zahlreiche Barock-Gebäude in der Gegend um Santa Marta, sowie den einzigartigen klassischen Stil der Piazza Martiri della Libertà.

 

San Martino, hieß früher ursprünglich Kinzica. Hier kann man von der Herkunft des Namens allerdings nur vermuten. Und zwar war es früher eine junge Frau, die Kinzica die Sismondi hieß, die nachts die Glocken läutete und einst Pisa vor dem Überfall des Piraten Musetto gerettet hatte. Den heutigen Namen hat auch dieser Stadtteil von einer bedeutenden Kirche, die dort beheimatet ist. In ihrem Inneren sind kostbare mittelalterliche barocke und typisch Pisaner Ausstellungsstücke zu bewundern, die auf das 18. Jahrhundert zurückzuführen sind. Hier in San Martino befindet sich auch die Grabstätte des heiligen Bona, der Schutzheiliger aller Hostessen ist.

 

In San Antonio findet man noch heute Spuren der gleichnamigen Kirche, die in ihrer Fassade erhalten geblieben ist. Auch die Straßen und Gässchen prägen das Stadtbild auf eine ganz eigene Art. Vor allem die typischen Bögen aus dem 16. Jahrhundert sind zum Teil noch bis heute erhalten, und versetzen den Urlauber in eine Zeitreise zurück in längst vergangene Jahrhunderte.

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