Die Kanalinseln – aktiv zu Wasser, zu Lande und in der Luft

3:18 pm Großbritannien

Was macht einen sportlichen Aktivurlaub aus? Natürlich die vielfältigen Freizeitangebote in atemberaubenden Landschaften und an klarer frischer Luft. Die Kanalinseln bieten in dieser Hinsicht wirklich alles, was das erholungsbedürftige Herz des Gastes begehrt. Segeln unter sonnigem Himmel auf einem tiefblauen Meer, meditatives Angeln an Bord eines Fischerbootes, Rad fahren, reiten, Wellen reiten Wind surfen, Wracktauchen, golfen, wandern, walken, Tennis spielen, Tontauben schießen, bowlen, Kart fahren, darten … man täte sich fast leichter, würde man aufführen wollen, was hier nicht geht. Die Kanalinseln Guernsey, Alderney, Sark und Herm machen fast alle aktiven Urlaubsträume wahr.

Der Yachthafen St. Peter Port kann bis zu 1400 Boote fassen und ist beliebtes Ziel für einen Segeltörn für alle, die in England oder Frankreich starten. Wer keine eigene Yacht besitzt, der kann sich auf den Kanalinseln für Fahrten innerhalb der Inselgruppierung eine chartern – Bootsführer natürlich mit inbegriffen.

Wellenreiter und Windsurfer können sich in den ausladenden Sandbuchten mit den Kräften von Ebbe und Flut messen – der starke Tidenhub fordert in tiefen Wassern hier den ganzen Sportler. Anfänger mögen sich zunächst dort üben, wo das Wasser nicht so tief und die Gezeiten deshalb nicht so angriffslustig sind. Auf jeden Fall ist aber das eigene Brett mitzubringen, da diese Sportgeräte auf den Kanalinseln nicht ausgeliehen werden können.

Angler können auf dem Meer bei ihrem Hobby nicht nur Ruhe und Entspannung finden, sondern mit etwas Petri Heil sogar Steinbutt, Seebarsch, Kabeljau, Meerbarben oder Makrelen erbeuten und sich anschließend fangfrisch schmecken lassen. Geselligere Angler finden sich bei Fischexkursionen zusammen oder gehen in speziellen Reservaten auf kontrollierten Forellenfang.

Wer sich Fische lieber anschaut, als sie zu fangen, der sollte auf Tauschstation gehen. Insbesondere Wracktaucher können sich hier zu einer Abenteuerexkursion unter Wasser einfinden und staunend erforschen, was der zweite Weltkrieg an Wracks im Meer hinterlassen hat.

Wanderer werden sich für die sensationellen Klippenwanderungen interessieren. Überhaupt genießen hier wenig bis gar nicht mit PS ausgerüstete Gäste besondere Privilegien. Quer durch Guernsey ziehen sich die „Ruettes Tranquilles“, die Wanderern, Radfahrern und Reitern absoluten Vorrang vor Autofahrern einräumen. Wer sich hier mit mehr als 25 km/h bewegt, macht sich strafbar. Noch rigoroser geht es auf den kleineren Inseln Sark und Herm zu – hier ist komplett autofreie Zone. Täglich können Naturfreunde auf allen Kanalinseln geführte Touren genießen, die sowohl den Geist als auch die Kondition auf entspannte Art trainieren. Und wer es weniger anstrengend liebt, kann sich Walking-Gruppen anschließen. Ganz bequeme Besucher mieten sich auf Sark eine Pferdekutsche und mixen Naturfreude mit gepflegt nostalgischem Transportgefühl. Wer sich auf der Insel nicht sehr gut auskennt, sollte allerdings vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause sein, denn auf Sark gibt es nicht nur keine Autos, sondern auch keine Straßenbeleuchtung.

Golfspieler erfreuen sich hier sehr gepflegter Anlagen, sämtlich mit Blick auf das Meer. Anfänger wie Fortgeschrittene kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Mitbringen der eigenen Ausrüstung wird allerdings empfohlen. Und Tennisfreunden bietet der Alderney Tennis Club vier Hartplätze zum Austoben an.

Da hat man sich doch am Abend seinen Besuch in einem gemütlichen Pub redlich verdient.

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