Die Fidschi-Inseln – Wo die Fidschi-Meerjungfrau wohnt
April 8, 2008 12:12 pm FidschiNatürlich gehört die Fidschi-Meerjungfrau in das Reich des schön schaurigen Grusels, aber wenn Inseln tatsächlich ihre eigene Meerjungfrau verdient hätten, dann wären es gewiss die Fidschis gewesen. Stolz ragen sie in der beachtlichen Stückzahl von über 330 aus dem südwestlichen Pazifik und beeindrucken durch ihre ungewöhnliche Größe. So ist beispielsweise die Hauptinsel Viti Levu vier mal so groß wie Luxemburg und kann mit ihrem berühmten Mount Victoria ein Bergmassiv von beachtlichen 1323 Metern Höhe vorweisen. 70 Prozent aller Bewohner der Fidschis leben hier. Die Hauptstadt Suwa liegt im Südosten, der Flughafen im Westen. Wer die Fidschis besuchen will, wird zunächst hier landen. Und vielleicht auch gleich da bleiben, denn besonders Taucher jeden Erfahrungsgrades sowie erlebnishungrige Wanderer und trainierte Mountainbiker können hier den Urlaub ihres Lebens verbringen. Egal, ob die Touristen einzeln oder in Teamstärke, als Familie oder Geschäftsreisende hier landen, ob sie Regenwälder oder Kultur erleben wollen – Fidschi bedient alle Bedürfnisse und Motivationen, die anspruchsvolle Urlauber haben können.
Das Klima der Fidschis macht dem tropischen Anspruch auf Hitze und Luftfeuchtigkeit alle Ehre, wobei zwischen den einzelnen Regionen schon deutlich wahrnehmbare Unterschiede bestehen. Trotzdem muss hier niemand jemals frieren, denn das Thermometer fällt nie unter 20 Grad Celsius.
Bewohnt werden die Fidschis von ihren kunsthandwerklich überaus begabten Ureinwohnern, den Fidschianern, sowie von den Nachfahren jener Inder, die seinerzeit dort für die britischen Kolonialherren Frondienste leisten mussten. Daher ist auch heute noch Englisch die Sprache allgemeiner Verständigung unter den verschiedenen Ethnien. Und auch das restliche kronkoloniale Erbe ist überall gegenwärtig. Das wird bei einem aufmerksamen Stadtrundgang durch Suwa und seine architektonischen Sehenswürdigkeiten besonders deutlich.
Als der Hauptstadt der Fidschis gebührt Suwa die Ehre, den Regierungssitz, die Handelszentren und auch die Universität des südwestlichen Pazifiks zu beherbergen. Studierende aus 12 pazifischen Nationen teilen sich hier Hörsäle und Campus. Urlaubsgäste können sich derweil auf dem städtischen Markt verlustieren, der den üppigen kulinarischen Reichtum der Insel und des Meeres feilbietet. Wen aber mehr der Bildungshunger plagt, der sollte das Fidschi-Museum besuchen, wo heute noch Reste der legendären Bounty ruhen, die durch ihre Meuterer zu ewigem Ruhm gelangte. Und wer seinen interessierten Blich schweifen lässt, kann vielleicht beim Entstehen der berühmten Fidschi-Keramiken zuschauen oder die Herstellung von Rindenstoffen verfolgen.
Direkt am internationalen Flughafen liegt die Stadt Nadi, die ihre willkommenen Gäste mit dem typischen Fidschi-Flair und einem herzlichen „Bula!“ begrüßt. Das bedeutet „Herzlich willkommen, gute Gesundheit und Entspannung“. Ein Markt sowie viele kleine Lädchen und Cafés laden zum fröhlichen Flanieren und Verweilen ein. Das kann der Fluggast auch gut gebrauchen, nachdem er aus Deutschland 20 Flugstunden für seinen Reisetraum in Kauf genommen hat. Frisch gestärkt und akklimatisiert kann es dann weiter zur Sache gehen. Der meereshungrige Gast kann zwischen Baden, Plantschen, Schwimmen, Kreuzfahrten und Tauchgängen wählen. Je nach Budget schlägt man sein Lager in einer schlichten Bambushütte oder in einem Luxusressort auf. Und für Incentives und Gruppenschulungen sind die Fidschis schon längst kein Geheimtipp mehr.
