Das Kanton Wallis in der Schweiz

1:01 pm Schweiz

Wallis ist ein Kanton (ähnlich den deutschen Bundesstaaten) in der Schweiz mit 289.000 Einwohnern und zählt zu den bekanntesten Urlaubsregionen der Schweiz. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 5224 km² entlang des Flusses Rhone, vom Rhonegletscher bis zum Genfer See. Umgeben wird Wallis, das in der Südschweiz liegt, von Italien im Süden, Frankreich im Südwesten und den Schweizer Kantonen Vaud und Bern, bzw. Uri und Ticino im Norden und Osten.

Das Kanton befindet sich in einem Tal der Schweizer Alpen und ist dementsprechend von hohen Bergen umgeben, darunter die sich im Süden (Walliser Alpen) befindlichen Dufourspitze (mit 4634 Metern der höchste Berg der Schweiz) und das bekannte Matterhorn (4478 Meter). Zudem liegen die drei größten Gletscher der Alpen im Kanton Wallis.

Sprachlich lässt sich das Kanton in 2 Teile aufteilen: der östliche, in dem Deutsch gesprochen wird und der westliche, französischsprachige, der mit 2/3 der Einwohner dominantere Sprachraum.

Das Klima in Wallis ist durch die geschützte Tallage recht trocken, paradoxerweise aber durch die Wassermengen in Schnee- und Eisform auf den Bergen und Gletschern jedoch auch eine der feuchtesten Regionen der Schweiz. So liegen wenige Kilometer neben ganzjährig schneebedeckten Gipfel klimatisch milde Orte an denen selbst Mandelbäume gedeihen.

Wallis wurde im Jahre 25 v. Chr. von den Römern erobert und "Vallis Poenina" (Oberes Rhone Tal) genannt. Nachdem es zwischenzeitlich zu der Provinz Rätien gehörte, wurde es im 5. Jahrhundert von Burgundern (im Süden) und Allemannen (im Norden) besetzt. Im Jahr 999 übernahm Bischof von Sitten die Herrschaft über beide Teile von Wallis und nachdem Wallis, das mittlerweile unter gemeinsamer Herrschaft stand, im 16. Jahrhundert die Unabhängigkeit von der bischöflichen Herrschaft erlangte, wurde es 1802 von Napoleon I. zur unabhängigen Republik erklärt. Im Jahr 1815, nachdem es für wenige Jahre Frankreich angegliedert war, trat das Kanton der Schweiz bei und verabschiedete 1907 die erste eigene Verfassung.

Zu den wichtigsten Städten des Kantons zählen neben der Hauptstadt Sion (deutsch. Sitten) mit 28.500 Einwohnern kulturelle Orte wie Martigny (deutsch: Martinach) sowie Wintersportorte wie Saas-Fee, Zermatt und Verbier, sowie die Industriestadt Visp (die drittgrößte Stadt von Wallis). Insgesamt ist der Kanton aber sehr dünn besiedelt, so dass Sion mit seinen nicht einmal 30.000 Einwohnern schon die größte Stadt der Region darstellt.

Der Tourismus ist das wichtigste wirtschaftliche Standbein in Wallis, daneben existieren noch Industrie, Wein- und Obstanbau sowie Elektrizitätsgewinnung. Vor allem das Matterhorn und der Skiort Saas-Fee sind die größten Touristenzentren. Trotz seiner reichen Natur zählt Wallis zu den ärmeren Kantonen der Schweiz, da hier keine Banken oder andere Geldinstitute beheimatet sind.

Anreisen kann man am besten per Zug oder Auto. Zwar gibt es in der Kantonshauptstadt Sion einen kleinen Flughafen, doch dieser wird zumeist lokal genutzt und von den großen Fluglinien nicht angeflogen. Das Eisenbahnnetz ist sehr gut ausgebaut, und zur Zeit wird der längste Landtunnel der Welt, der voraussichtlich Ende 2007 fertiggestellt werden wird, gebaut.

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