Cornwall – Der Wind zieht durch die Felsklippen

8:47 am Großbritannien

Cornwall ist eine Halbinsel südwestlich von Britannien und im Osten an die Provinz Devon mit seinen Nationalparks und Naturgebieten angrenzend.
Zugleich liegt hier in Cornwall, einem schönen grünen Fleck Erde, der westlichste und zugleich auch südlichste Punkt von Groß-Britannien. Cornwall wird von allen Seiten mit dem kühlen Nass umgeben. Das erklärt die Atlantikwinde, die einem hier Tag und Nacht ums Ohr wehen. Zwar kann man hier nicht wirklich gut baden gehen, doch existieren hier unter sehr steil abfallenden Bergklippen auch malerische Strände, die sich lange und breit an den Ozean anschließen.
Das Klima ist bestimmt von ausgiebigen Niederschlägen, die hier tonnenweise Wassermengen auf die Köpfe der Südengländer schütten. Jedoch können an windgeschützten Stellen, die es an den Stränden unter den steilen Felsen reichlich gibt, auch viele Pflanzen, Sträucher und Bäume gedeihen.

Man zählte die ersten Bewohner dieses Gebietes bereits in die Steinzeit zurück. Hier siedelten sich Bauern und Fischer an, die einige Zeichen auf damaliges Leben hinterließen, so zum Beispiel Steingräber, die elegant in die Felsen eingebaut waren. Auch heute leben hier noch überwiegend Fischer und Bauern, die von Landwirtschaft oder Fischfang leben. Manche spezialisieren sich auch auf Viehzucht. So ging auch die auf das Land als Ganzes gesehene hohe Arbeitslosigkeit in der Provinz in den letzten 20 Jahren endlich drastisch zurück. Man hat wieder gegenüber Regionen, wie etwa Manchester oder Liverpool, in denen sehr hohe Arbeitslosigkeit herrscht, aufgeholt und Boden gutgemacht.

Auch im touristischen Sektor haben kürzlich Marketing Manager großen Bedarf gesehen, Aufbauarbeit zu leisten. Aufgrund des milden Klimas und der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die man hier anbieten kann, gelang es, das Gebiet Cornwall touristisch zu erschließen. Hauptattraktion ist sicherlich das alte Minenwerk, das in einen Besucherpark umgewandelt wurde. Dennoch liegt die Besucherzahl von nicht inländischen Touristen noch bei unter fünf Prozent. Hier gilt es noch, für das Gebiet in Südeuropa zu werben.

Als besondere und herausragende Sehenswürdigkeit werten die Einheimischen definitiv auch eine spektakuläre Klippenformation namens The Bedruthan Steps. Sie zeigt diverse freistehende Felsen an der Nordküste Cornwalls. Das Besondere an der Bucht ist, dass sie nur bei Ebbe zugänglich ist und zwar über eine relativ steile und schlecht instandgehaltene Treppe. Zur Kulisse der Sehenswürdigkeit kommt noch ein starker Wellengang, der das Baden absolut nicht möglich macht. Jedoch genügt vielen Touristen auch schon der schöne Panoramablick von den Treppen aus. Bedruthan ist der Sage nach ein Riese.

Interessant ist sicherlich auch die Moorlandschaft Bodmin Moor, die auf dem Boden aus Granit angesiedelt ist. Hier wird der Tourist durch riesige Tore auf Hügelboden beeindruckt. Auf der höchsten Erhebung, dem 420 Meter hohen Brown Willy, kann man die Landschaft überblicken.

Cornwall war bereits früh Hauptstadt des Bergbaus. Die Bronzeherstellung war der Bereich, der noch für kollektive Arbeit sorgen konnte. Man exportierte Bronze vor Allem in den Mittelmeer-Raum. Doch auch der Zinn-Export durfte nicht unterschätzt werden, deckte Cornwall doch Ende des 19. Jahrhunderts über 50 Prozent des Weltmarks an Zinn.

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