Antalya an der Türkischen Riviera

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Antalya wurde bereits vor über 2000 Jahren von König Attalos dem Zweiten gegründet und ist wohl die bedeutendste Hafenstadt im Süden Kleinasiens. Antalya liegt an der Türkischen Riviera und damit direkt am Mittelmeer. Sie stellt einen gerne besuchten Ort der Erholung und des Wassersports da und bietet auch Kulturliebhabern ein großes Fundament an Besichtigungsmöglichkeiten. Sie ist Hauptstadt der Provinz Antalya. Das Wahrzeichen der Stadt ist das im Stadtkern befindliche Minarett der Yivil-Minare-Moschee. Antalyas Bevölkerung zog es erst vor 60 Jahren aus den Provinzen des Landes in die Stadt. So leben derzeit 90 Prozent mehr Menschen in Antalya als es 1950 der Fall war. Heute jedoch leben bereits 800.000 Einwohner in der Küstenstadt und bilden damit nach Istanbul die Stadt mit den zweitmeisten Einwohnern. Das Hadrianstor ist das einzige erhaltene Eingangstor zur antiken Stadt von Antalya. Viele alte Gebäude sind nicht mehr erhalten und auch nicht geschützt gewesen, sodass neue Bürger diese erneuern konnten. Vom Adrianstor aus verliefen in beiden Seitenrichtungen die Züge der Stadtmauer, die die Stadt umrandete und ihr Schutz gab.

Als große Sporteinrichtung findet man in Antalya den großen Stadtmarathon, den alljährlich neben dem Großteil Türken auch viele Ausländer besuchen. Aufgrund der mediterranen Lage und des warmen Klimas, besuchen auch viele Fußballmannschaften des Kontinents Antalya, um dort ihr Trainingslager für die Dauer von 2-3 Wochen aufzuschlagen. Um hieraus Profit zu schlagen, ergab sich die Idee, ein Fußball Turnier aufzubauen und so existiert seit 1999 der Antalya Cup, dessen Sieger aus den hier im Trainingslager befindlichen Vereinen ermittelt wird.

Mustafa Atatürk bezeichnete die Stadt jüngst als die schönste türkische Stadt, da die Metropole im Landessüden so einzigartig bezaubernd vom Taurusgebirge umgeben wird. Von außen jedoch wirkt die Stadt recht trist, wird der Besucher doch von unschönen Hochhäusern begrüßt, die großteils auch schon einige Tage auf dem Buckel haben. Dazu ist auch der Hafen relativ trist. Jedoch die Innenstadt bietet ein wunderschönes Gasseneck nach dem anderen und einiges an kultureller Vielfalt. Holzhäuser, Osmanenstil, antike Stadtmauer und diverse Museen, die die Vergangenheit hochleben lassen und den Touristen die Geschichte der Stadt erzählen. Blumenfarmen, Baumwoll- und Marmeladenindustrie sind Zeichen von industriellem Wachstum. Waren es bis vor Kurzem noch vor Allem Mitteleuropäer, die die Reise in die Südtürkei antraten, sind es jetzt vermehrt dank Wohlstandsausgleich der Gesellschaft auch Osteuropäer.

Die Türkische Riviera, auch Türkisseite der Türkei genannt, bietet rund um Antalya auch noch diverse Ausflugsziele, die bereist werden können. So etwa das benachbarte Alanya und der allseits beliebte Ferienort Kemer. Neben der südlichen Ägäisküste zählt die Türkische Riviera definitiv zu den beliebtesten Urlaubszielen rund um das türkische Mittelmeer. Das ausgesprochen milde Klima ermöglicht zu jeder Jahreszeit eine Erholungsmöglichkeit. Als beste Jahreszeit für den Urlaub gilt jedoch die Winterzeit. In den heißen Sommermonaten flieht der Einheimische lieber in die Gebirge des Landes. Dies erscheint zwar gut für den Touristen, da die Strände dann nicht so überfüllt zu sein scheinen, doch ist es unter der sengenden Hitze kaum auszuhalten.

Man sagt, wer einmal im Dezember einen Urlaub rund um Antalya verbracht hat, kommt hier regelmäßig wieder her. Zu gut mundet die einheimische Kost, zu freundlich wirken die Türken auf Touristen. Das türkisgefärbte Wasser in den Buchten gibt nicht nur der Riviera seinen Spitznamen, sondern lockt dank sehr hohem Sauberkeitsfaktor vor Allem auch Kinder an, die in den seicht einfallenden Küstenabschnitten hervorragend plantschen können. Mit dem Boot erreicht man in Windeseile abgelegene Buchten, die man zu Fuß oder per Auto nicht ansteuern kann. Hier ergeben sich vor Allem auch für Taucher interessante Tauchspots. Einzigartige Korallenriffe erheben sich direkt unter der Küste und zeigen eine einzigartige Unterwasserwelt, die auch von Anfängern erforscht werden kann. Ob Mantas oder Muränen, solange man nicht den großen weißen Hai erwartet, werden die Erwartungen hier sicherlich zufriedengestellt.

Am Küstenstreifen zwischen Kap Anamur und Antalya wechseln die Farben des Meeres zwischen Ozeanblau bis Türkis. Wer da einem Sprung ins Kühle widerstehen kann, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Die Fischerdörfer an den Stränden bieten exzellente Kochkunst, die sich hauptsächlich um die Zubereitung von Meeresfrüchten dreht. Der Naturpark Olympos eignet sich besonders für Familien mit kleinen Kindern, da das glasklare Wasser dank Transparenz vor dem unkontrollierten Abtauchen der Jungspunde bewahrt.

Grundsätzlich zieht es aber jeden Besucher gerne hierher. Ob nun pensionierter Wanderer oder rüstiger Kletterer. Ob Surfer oder Taucher. Ob Abenteuerurlauber oder Lastminute-Tourist, oder gar der anspruchslosere All-inklusive Reisende. Sie alle treffen sich zur späten Jahreszeit auf dem Calkaya-Flughafen, wo die Flieger im gleichmäßigen Takt landen. Sie alle bringen Erlebnisse aus der Region um Antalya mit in ihre Heimatland, die sie weitererzählen und sie alle sorgen dadurch indirekt für den Boom der Region im Bereich Tourismus. Und sollte dies so fortfahren, werden auch immer mehr Türken nach Antalya ziehen, da zunehmend Hotels entstehen und somit Arbeitsplätze geschaffen werden. Ob das der demografischen Entwicklung des Landes jedoch so gut tut, liegt im Auge des Betrachters. Also auf in das Land, das den arabischen Einfluss nicht verstecken kann.

Alexanders Reise durch Anatolien

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Von der Region Anatolien hat so gut wie jeder schon einmal gehört. Doch die wenigsten wissen genau, wo Anatolien liegt. Man vermutet Rumänien, Mongolei oder Spanien. Doch Anatolien ist der asiatische Bereich der Türkei. Im Süden wird Anatolien direkt vom Meer begrenzt, im Norden reicht das osttürkische Gebiet bis hin zum Schwarzen Meer. Diese beiden Küstenstreifen erreichen für Anatolien ein zentrales Geschäftsgebiet – den Markt des Handels über die Meere. Handel mit Fisch, antiken Gegenständen oder Teppichwaren. Handel mit Tabak, türkischem Gebäck oder Drogen.
Als Grenze zwischen Europa und Asien gilt seit der Antike immer noch der Bosporus. Hier liegt direkt die größte Stadt der Türkei und zugleich Europas, wenn man es dazuzählen möchte. Istanbul zählt im Moment 12 Millionen Einwohner. Fünf mehr als Paris und doppelt so groß wie London. Um die Größenverhältnisse in der Türkei zu veranschaulichen reicht folgender Vergleich: Kleinasien, wie Anatolien noch genannt werden kann, gliedert eine gigantische Mehrheit von 76 der insgesamt 81 türkischen Provinzen in sich. Der westliche Bereich der Türkei dagegen nur fünf.

Wer die West-Türkei schon allzu gut kennt, sollte sich auch den Weg in den Osten des Landes nicht verwehren. Zwar gibt es dort keine Gebiete, wie die Türkische Riviera oder derart gute Badegebiete, wie die um Side, Kemer oder Alanya. Jedoch bietet Anatolien vor Allem landschaftlichen Anreiz und auch im Grenzgebiet relativ gute Skigebiete. Die Berge werden höher, die Landschaft romantischer und die Leute ärmer. Doch man erlebt hier eine sagenhafte Gastfreundschaft, wie man sie wohl nirgendwo sonst beanspruchen kann. Die Leute besitzen nichts, doch selbst dieses Nichts teilen sie noch mit den Touristen. Wer also auf einen Besuch kommt, der darf in den Betten der Einwohner schlafen und sich mit ihnen das letzte Stück Kuchen teilen. In Hinsicht auf die EU-Mitgliedschaft erhofft man sich hier auch weitere finanzielle Subventionen.

Das Klima ist angenehm kontinental geprägt. Die Sommer sind sehr heiß, die Winter dagegen relativ kalt und schneereich. Was man nie vermutet, jedoch fallen die Temperaturwerte im Winter gut und gerne auf Minus 30 Grad. An den Küsten nie unter Minus 5 Grad. Die Hauptstadt des Landes ist Ankara. Im Gegensatz zu Istanbul liegt Ankara sehr zentral und ist die bestmöglich erreichbare Zentrale der Osttürken. Mit 4 Millionen Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt im Lande und bietet vor Allem Kultur-Liebhabern vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und auch Ausflüge von dort ab ins Landesinnere. Vor Allem auch der Markt in Ankara ist ein viel besuchtes Touristenziel. Istanbul ist zwar die Hochburg der Türken, jedoch ist Ankara noch viel ursprünglicher und weniger westlich.