Dartmoor und Exmoor – Hügellandschaft auf Granit

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In der englischen Grafschaft Devon, im Südwesten des Landes, liegen zwar sehr viele pittoreske Küstenortschaften. Jedoch ist der Landstrich hier hauptsächlich bekannt für die Dartmoor und Exmoor-Nationalparks. Während der Dartmoor-Nationalpark komplett in Devon angesiedelt ist, befindet sich der Exmoor-Nationalpark teilweise auf dem Boden von Sommerset. Als einzige Grafschaft in Britannien, weist Devon zwei vollkommen isolierte Küstenteile auf.
Dartmoor ist eine hügelige Landstrecke, welche auf einem riesigen, sich über eine Fläche von 650 km² hinziehenden, Granitstreifen liegt. Bis zu 15 Meter hohe Granitfelsen und sehr flache Wiesenhügel zieren diesen Landstrich. In diesem Gebiet liegen unzählige vorgeschichtlicher Wohnstätten, Dörfer und Wege oder kleine Brücken aus Granitstein.

Viele archäologische Fundstücke aus dem Dartmoor-Nationalpark entstammen der Bronzezeit – dem Zeitalter vor 4000 Jahren. Ganz im Norden des Schutzgebietes liegt über einem Flusstal das Castle Drogo, das letzte in ganz Britannien erbaute Landschloss. Es ist für Fußgänger zugänglich gemacht.

Der Exmoor-Nationalpark dagegen wurde erst im Jahr 1954 gegründet und zieht sich an der der steilen Felsenküste hin. Landeinwärts grenzt es an diverse Täler in einer Hochebene, die zumeist von Dunst und Nebel heimgesucht wird. Exmoor wird von zwei zwischen 300 und 520 Meter hohen Hügeln und von 4 Flüssen geteilt.

Touristen erleben die Bewohner dieses Landstrichs als relativ einfach lebende Menschen. Oft wohnen hier Bauern, die von Schaf- und Rinderzucht leben. Doch auch der Tourismus boomt, kommen doch bereits immer mehr Besucher in die Naturgebiete, um ein etwas anderes England kennenzulernen, als man es aus den wachsenden Metropolen London, Manchester oder Birmingham gewohnt ist.

Grafschaft Shcropshire und sein Geisterkult

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In der englischen Grafschaft Shcropshire wird immer wieder vom Geisterkult erzählt. Hier scheint es zu spuken. Doch das liegt wohl immer im Auge des Betrachters, was man hier hineininterpretieren möchte und welche Sagen man verbreitet.

Die Grafschaft liegt im walisischen Grenzgebiet im mittleren Westen des Landes. Bis zur Eroberung nie walisisches Gebiet, doch spricht man in der Provinz die walisische Sprache. Ähnlich wie im nördlichen Franken, wo der hessische Dialekt bereits Einkehr hält. Oder auch im bayerischen Schwaben, wo man nur noch wenige Grundelement der ursprünglich bayerischen Mundart findet.

Die Grafschaft ist sehr agrarwirtschaftlich geprägt. Die Hauptstadt ist Shrewsbury. Sie liegt 50 Kilometer entfernt von Birmingham und zählt rund 70.000 Bewohner. In den Pubs und Kneipen stößt man auf zahlreiche Einheimische, die einem die schönsten Märchen zu erzählen wissen. Märchen und Sagen von Geistern, die hier im Land ihr Unwesen treiben und Touristen vertreiben. Angeblich hausen sie in den Schlössern der Umgebung, die oftmals unbewohnt sind. Sie seien verstorbene Grafen, die zumeist selbst in den Schlössern wohnten und diese nun vor Neubesitzern bewahren wollen.

Die historische Stadt Shrewsbury liegt malerisch am Fluss Severn. Schmale und verwinkelte Gassen bestimmten das Flair des Ortes. Der riesige Park im Herzen der Stadt untermalt das Ambiente der vielen kahlen Industriegebäude, die sich an den Severn reihen. Auf dem Hausberg der Stadt liegt das Shrewsbury Castle, ein – wie damals üblich – aus rotem Sandstein aus Südeuropa erbautes Schloss mit einem Alter von 1000 Jahren. Doch der Geister-Spuk soll hauptsächlich im Dun Cow Inn in Shrewsbury ablaufen. Hier übernachten nur furchtlose Besucher. Man sagt, hier würden jede Nacht um Mitternacht Geister längst verstorbener Geistlicher oder Mönche die Besucher aufsuchen und ihnen Furcht und Schrecken einjagen. Angeblich wird hier sehr oft im Morgengrauen ein Leichenwagen gesehen, der in schwarz von weißen Pferden gezogen seine Runden dreht. Es fällt hier grundsätzlich nicht schwer, sich in das England des Mittelalters zurückzuversetzen. Beliebte Touristenrouten führen an die Schauplätze und Kultstätten diverser Romane mit vielen Benediktiner-Klöstern der zahlreichen Abteien.

Cornwall – Der Wind zieht durch die Felsklippen

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Cornwall ist eine Halbinsel südwestlich von Britannien und im Osten an die Provinz Devon mit seinen Nationalparks und Naturgebieten angrenzend.
Zugleich liegt hier in Cornwall, einem schönen grünen Fleck Erde, der westlichste und zugleich auch südlichste Punkt von Groß-Britannien. Cornwall wird von allen Seiten mit dem kühlen Nass umgeben. Das erklärt die Atlantikwinde, die einem hier Tag und Nacht ums Ohr wehen. Zwar kann man hier nicht wirklich gut baden gehen, doch existieren hier unter sehr steil abfallenden Bergklippen auch malerische Strände, die sich lange und breit an den Ozean anschließen.
Das Klima ist bestimmt von ausgiebigen Niederschlägen, die hier tonnenweise Wassermengen auf die Köpfe der Südengländer schütten. Jedoch können an windgeschützten Stellen, die es an den Stränden unter den steilen Felsen reichlich gibt, auch viele Pflanzen, Sträucher und Bäume gedeihen.

Man zählte die ersten Bewohner dieses Gebietes bereits in die Steinzeit zurück. Hier siedelten sich Bauern und Fischer an, die einige Zeichen auf damaliges Leben hinterließen, so zum Beispiel Steingräber, die elegant in die Felsen eingebaut waren. Auch heute leben hier noch überwiegend Fischer und Bauern, die von Landwirtschaft oder Fischfang leben. Manche spezialisieren sich auch auf Viehzucht. So ging auch die auf das Land als Ganzes gesehene hohe Arbeitslosigkeit in der Provinz in den letzten 20 Jahren endlich drastisch zurück. Man hat wieder gegenüber Regionen, wie etwa Manchester oder Liverpool, in denen sehr hohe Arbeitslosigkeit herrscht, aufgeholt und Boden gutgemacht.

Auch im touristischen Sektor haben kürzlich Marketing Manager großen Bedarf gesehen, Aufbauarbeit zu leisten. Aufgrund des milden Klimas und der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die man hier anbieten kann, gelang es, das Gebiet Cornwall touristisch zu erschließen. Hauptattraktion ist sicherlich das alte Minenwerk, das in einen Besucherpark umgewandelt wurde. Dennoch liegt die Besucherzahl von nicht inländischen Touristen noch bei unter fünf Prozent. Hier gilt es noch, für das Gebiet in Südeuropa zu werben.

Als besondere und herausragende Sehenswürdigkeit werten die Einheimischen definitiv auch eine spektakuläre Klippenformation namens The Bedruthan Steps. Sie zeigt diverse freistehende Felsen an der Nordküste Cornwalls. Das Besondere an der Bucht ist, dass sie nur bei Ebbe zugänglich ist und zwar über eine relativ steile und schlecht instandgehaltene Treppe. Zur Kulisse der Sehenswürdigkeit kommt noch ein starker Wellengang, der das Baden absolut nicht möglich macht. Jedoch genügt vielen Touristen auch schon der schöne Panoramablick von den Treppen aus. Bedruthan ist der Sage nach ein Riese.

Interessant ist sicherlich auch die Moorlandschaft Bodmin Moor, die auf dem Boden aus Granit angesiedelt ist. Hier wird der Tourist durch riesige Tore auf Hügelboden beeindruckt. Auf der höchsten Erhebung, dem 420 Meter hohen Brown Willy, kann man die Landschaft überblicken.

Cornwall war bereits früh Hauptstadt des Bergbaus. Die Bronzeherstellung war der Bereich, der noch für kollektive Arbeit sorgen konnte. Man exportierte Bronze vor Allem in den Mittelmeer-Raum. Doch auch der Zinn-Export durfte nicht unterschätzt werden, deckte Cornwall doch Ende des 19. Jahrhunderts über 50 Prozent des Weltmarks an Zinn.

Literarische Reise durch Devon

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Auf der Suche nach den Wurzeln bedeutender Literatur-Künstler wird man gerne nach Groß-Britannien gelotst. Hier wird man im Bezirk Nord-Devon auch sehr schnell fündig, inspirierte diese Region mit seiner vielfältigen Landschaft doch schon so einige große Namen der Weltliteratur. So, um nur einige Gestalten der schillernden englischen Literatur zu nennen, Charles Dickens, Rudyard Kipling, Ted Hughes, Jane Austen, Agatha Christie.
All diese Künstler bewegten sich hier und ließen sich von den Moor-, Granit-, und Hügellandschaften beeinflussen und brachten so zahlreiche Ideen zu Papier. Die Gegend zeichnet sich selbst aus, die schönsten und längsten Strände Englands zu besitzen. Zwar ist es mit dem Baden weit hergeholt, verhindern doch der hohen Wellengang und die stürmischen Winde, sowie Ebbe und Flut den Badegang, doch bietet die Natur hier derart viele unterschiedliche Eindrücke, dass man nicht erst ins Wasser steigen muss, um die Natur in Mark und Blut aufzunehmen. Die Gegend lädt ein zum Verweilen, zum Wandern und Klettern. Die vielen Felsklippen, die teilweise direkt aus dem Meer in Richtung Himmel zu ragen scheinen, machen dies möglich.
Viele Amateur-Schriftsteller kommen für kurze Zeit in ihrem Leben hier her, um in Ruhe am Atlantik entlang zu marschieren und an ihren neuen Werken zu basteln. In den Sommerferien nach Devon zu reisen, ist jedoch auch für viele Schulen oder Familien ein Insidertipp. Zwar kommen immer noch fast nur Engländer hier her, jedoch mittlerweile auch viele Schulklassen, die als Literatur-Fahrt das Ziel Devon auswählen, um sich hier auf die Spuren von Agatha Christie machen und ihre Wurzel zu erforschen versuchen. Hier gilt es, intensive Schreibwerkstatt abzuhalten und die eigenen Eindrücke von der Region zu verbalisieren. Ab Nachmittag hat dann jeder Schüler Zeit, sich auf eigene Faust auf Erkundungstour zu begeben und Einheimische auszufragen oder anderweitige Studien zu betreiben.
Die Figuren aus Christies Romanen sind hier allgegenwärtig und jedermann bekannt. Auch die Geschichte von Devonshire, wie Devon in Bezug auf seinen geschichtlichen Hintergrund auch genannt wird, hat einiges zu bieten. So war Devon in der Eisenzeit und im Mittelalter Schauplatz heftiger und blutiger Kämpfe von Wikingern, Kelten oder Normannen. Devon ist bekannt für seine weit verbreiteten roten Sandsteine und Kalke. Charles Dickens verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Exeter. Die Erfahrungen und Eindrücke die er dort sammelte, gab er allesamt in seinen äußerst bekannten Romanen wieder. In Exeter beschrieb er in seiner Stammkneipe auch Szenen, die sich in der Kneipe abspielten. Stein Stammplatz und die Kneipe existieren auch heute noch und werden gerne von Besuchern aufgesucht. Agatha Christie stammte aus Torguay. Auch sie nutzte viele Stellen der Stadt als Spielszenen, die sie in ihre Romane einbaute oder darauf ganze Geschichten aufbaute.
Die englische Riviera, wie die Küstenlandschaft in den Provinzen Devon und Cornwall gelangt man an vielen Schauplätzen der Literatur vorbei in die Agatha-Christie-Ausstellung mit der original Schreibmaschine und einigen Orginaldokumenten, auf denen Bücher basieren. Leider gibt es bisher noch kein Agatha-Christie-Musem. Der Küstenort Paignton ist Startort für die Paignton Railway, die auch Agatha Christie vor 100 Jahren oft nutzte und der sie zu ihrem Uferhaus führte.

London – bunt, modern und doch historisch

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Ob man über die Fähre von Calais nach Dover bis hin zur britischen Hauptstadt reist, oder einen der zahlreichen Flughäfen als Ausgangspunkt für seinen Urlaub nimmt, ist ganz egal. Den London-Reisenden erwartet ein buntes Spektakel aus Tradition, Moderne, Musik, Kultur und Geschichte.

Eines der ersten Ziele, die man sich in dieser Stadt sicher setzt, ist der Besuch des Tower of London, und natürlich der Tower Bridge; nicht zu vergessen die wunderschönen und kostbaren britischen Kronjuwelen. Auch die Westminster Hall, die Westminster Abbey und der Big Ben mit seinem bekannten Glockenschlag fehlen auf keiner Stadtrundfahrt, egal, ob sie geführt oder auf eigene Faust unternommen wird.

Natürlich sollte auch der Königin, Queen Elizabeth II., ein besuch abgestattet werden; oder zumindest ihrem beeindruckenden Schloss, dem Buckingham Palace. Die uniformierten Soldaten, die hier ihre Wache abhalten sind ein oft fotografiertes und weltweit bekanntes Motiv, doch einmal ihre unbeweglichen und versteinerten Minen selbst zu sehen, oder ihnen bei der Wachablösung zuzusehen, ist einfach unvergesslich.

Im Gegensatz zu den Bauwerken aus vergangener Zeit finden sich natürlich auch die Zeichen der Moderne, wie etwa die beachtlichen Wolkenkratzer, die sich an beiden Ufern der Themse finden.
Das kulinarische Angebot der Stadt reicht von Fish and Chips bis zur Sterneküche, und ohne eine traditionelle Tasse Tee sollte man London niemals verlassen. Entspannung nach gutem Essen oder einer Besichtigungstour findet man in den über 200 Parkanlagen der Stadt, allen voran natürlich im Hyde Park. Das Denkmal von Admiral Nelson am Trafalgar Square muss man gesehen haben, ebenso wie das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud. Man muss viel Zeit mitbringen, wenn man London wirklich gänzlich erleben möchte.

Der Hidden Highway – Natur und Erlebnis

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Ein Besuch in England muss nicht immer in London stattfinden. Zwar ist die britische Hauptstadt immer ein lohnendes Ziel, doch sind auch die umliegenden Regionen immer eine Reise wert. Der Hidden Highway ist zum Beispiel eine Möglichkeit, während eines Urlaubs auf der Insel ganz unterschiedliche Unternehmungen zu planen und dabei die verschiedensten Impressionen, von der alten, romantischen Burg bis zum lebhaften Einkaufsgetümmel für sich zu verbuchen.

Der Hidden Highway beginnt in Chester. Dort bekommt man die schönsten Fachwerkhäuser vor die Linse des Fotoapparates, aber auch die Kathedrale in dieser altehrwürdigen Stadt ist besonders sehenswert. Von Norden nach Süden sind es knapp 300 Kilometer, die man bis ans Ende des Highways zurücklegen kann, bis man schließlich in Ross-on-Wye sein Ziel erreicht hat.

Im Nordwesten von Birmingham ist wieder ein Etappenziel auf dem Hidden Highway erreicht. In Shrewsbury ist besonders die schöne Altstadt einen Spaziergang wert. Durch verschlafene Gässchen und verwinkelte Häuserreihen führt der Weg durch eine charmante, gut erhaltene Tudor Architektur, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Bis in die normannische Vergangenheit reicht die Geschichte des Shrewsbury Castle zurück; auch wenn der Anblick auf den Baustil des 13. Jahrhunderts schließen lässt, ist das Gebäude über 1000 Jahre alt. Wer den Trubel liebt, kann sich hier in das Einkaufsgetümmel stürzen, und dabei sowohl in den romantischen Geschäften der Altstadt, wie in modernen Einkaufszentren seinem Vergnügen nachgehen. Pride Hill ist die bekannteste Einkaufsmeile in Shrewsbury.

Durch sanft geschwungene Hügel führt der Weg weiter entlang des Hidden Highway. Pure Natur, wie auch belebte Städte säumen den Weg. Auch leichter Nieselregen oder Nebel, ein Wetter, welches man ja bei jedem England Urlaub einplanen muss, mindern die Schönheit der Natur in keinster Weise. Auch in Hereford sollte ein Halt gemacht werden. Ob es die Abtei ist, oder das alte Herrenhaus Hempton Court; hier fühlt man sich wie in die urbritische Vergangenheit zurückversetzt. Allein ein Spaziergang im großen Parkgarten erfreut sowohl das Herz Ruhebedürftiger oder romantischer Naturliebhaber.

Natürlich kann man auch, wenn man den Hidden Highway bereist, an vielen Orten ein Päuschen einlegen, um ganz standesgemäß eine „Cup of tea“ zu genießen, oder eines der heimischen Biere zu probieren. Bevor die Reise quer durch den Inselstaat endet, sollte man sich natürlich auch Ross-on-Wye noch ansehen. Es gehört zur Grafschaft Herefordshire und bietet seinen Besuchern neben der Kirche St. Mary eine wunderschöne Markthalle aus dem 17. Jahrhundert. Auch hier kann man nach Herzenslust durch die verwinkelten Gassen schlendern.

Die Kanalinseln – aktiv zu Wasser, zu Lande und in der Luft

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Was macht einen sportlichen Aktivurlaub aus? Natürlich die vielfältigen Freizeitangebote in atemberaubenden Landschaften und an klarer frischer Luft. Die Kanalinseln bieten in dieser Hinsicht wirklich alles, was das erholungsbedürftige Herz des Gastes begehrt. Segeln unter sonnigem Himmel auf einem tiefblauen Meer, meditatives Angeln an Bord eines Fischerbootes, Rad fahren, reiten, Wellen reiten Wind surfen, Wracktauchen, golfen, wandern, walken, Tennis spielen, Tontauben schießen, bowlen, Kart fahren, darten … man täte sich fast leichter, würde man aufführen wollen, was hier nicht geht. Die Kanalinseln Guernsey, Alderney, Sark und Herm machen fast alle aktiven Urlaubsträume wahr.

Der Yachthafen St. Peter Port kann bis zu 1400 Boote fassen und ist beliebtes Ziel für einen Segeltörn für alle, die in England oder Frankreich starten. Wer keine eigene Yacht besitzt, der kann sich auf den Kanalinseln für Fahrten innerhalb der Inselgruppierung eine chartern – Bootsführer natürlich mit inbegriffen.

Wellenreiter und Windsurfer können sich in den ausladenden Sandbuchten mit den Kräften von Ebbe und Flut messen – der starke Tidenhub fordert in tiefen Wassern hier den ganzen Sportler. Anfänger mögen sich zunächst dort üben, wo das Wasser nicht so tief und die Gezeiten deshalb nicht so angriffslustig sind. Auf jeden Fall ist aber das eigene Brett mitzubringen, da diese Sportgeräte auf den Kanalinseln nicht ausgeliehen werden können.

Angler können auf dem Meer bei ihrem Hobby nicht nur Ruhe und Entspannung finden, sondern mit etwas Petri Heil sogar Steinbutt, Seebarsch, Kabeljau, Meerbarben oder Makrelen erbeuten und sich anschließend fangfrisch schmecken lassen. Geselligere Angler finden sich bei Fischexkursionen zusammen oder gehen in speziellen Reservaten auf kontrollierten Forellenfang.

Wer sich Fische lieber anschaut, als sie zu fangen, der sollte auf Tauschstation gehen. Insbesondere Wracktaucher können sich hier zu einer Abenteuerexkursion unter Wasser einfinden und staunend erforschen, was der zweite Weltkrieg an Wracks im Meer hinterlassen hat.

Wanderer werden sich für die sensationellen Klippenwanderungen interessieren. Überhaupt genießen hier wenig bis gar nicht mit PS ausgerüstete Gäste besondere Privilegien. Quer durch Guernsey ziehen sich die „Ruettes Tranquilles“, die Wanderern, Radfahrern und Reitern absoluten Vorrang vor Autofahrern einräumen. Wer sich hier mit mehr als 25 km/h bewegt, macht sich strafbar. Noch rigoroser geht es auf den kleineren Inseln Sark und Herm zu – hier ist komplett autofreie Zone. Täglich können Naturfreunde auf allen Kanalinseln geführte Touren genießen, die sowohl den Geist als auch die Kondition auf entspannte Art trainieren. Und wer es weniger anstrengend liebt, kann sich Walking-Gruppen anschließen. Ganz bequeme Besucher mieten sich auf Sark eine Pferdekutsche und mixen Naturfreude mit gepflegt nostalgischem Transportgefühl. Wer sich auf der Insel nicht sehr gut auskennt, sollte allerdings vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause sein, denn auf Sark gibt es nicht nur keine Autos, sondern auch keine Straßenbeleuchtung.

Golfspieler erfreuen sich hier sehr gepflegter Anlagen, sämtlich mit Blick auf das Meer. Anfänger wie Fortgeschrittene kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Mitbringen der eigenen Ausrüstung wird allerdings empfohlen. Und Tennisfreunden bietet der Alderney Tennis Club vier Hartplätze zum Austoben an.

Da hat man sich doch am Abend seinen Besuch in einem gemütlichen Pub redlich verdient.

Madame Tussauds – Stars aus Wachs

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Jeder, der einmal London – die britische Hauptstadt – besucht hat, sollte unbedingt einen Tag im legendären Wachsfigurenkabinett – Madame Tussauds – einplanen. Hier in London entstand das erste einer mittlerweile ganzen Kette von Wachsfigurenkabinetten die auf der ganzen Welt vertreten sind. Madame Tussauds hat sogar schon in New York, Hongkong, Las Vegas und Kopenhagen eine Ausstellung an Berühmtheiten aus Wachs.
Ursprünglich wurde das von Marie Grosholtz gegründete Wachsfigurenkabinett eigentlich als Gruselkabinett errichtet. Nach der Heirat trug sie den Namen Tussauds, und nannte dann auch ihr Wachsfigurenkabinett danach. Marie Grosholtz war schon als Jugendliche eine begnadete Wachsbildnerin. Sie erhielt in Versailles den Auftrag, die Familie des Hochadels in Wachs zu verewigen. Leider bereitete die französische Revolution ihren Arbeiten ein jähes ende und sie machte sich mitsamt den ganzen Werken auf nach England. 27 Jahre gaukelte sie durch Irland und Großbritannien, bis sie die Pforten ihres Kabinetts in London eröffnete im Jahre 1835. 1884 zogen die Enkel der Gründerin das Museum genau in das Gebäude, wo es heute noch zu bewundern ist. Das Wachsfigurenkabinett ist bis heute noch immer im Familienbesitz. Zwar wurde es durch zahlreiche Katastrophen wie Brände und Luftangriffe immer wieder teilweise zerstört. Jedoch schaffen es die Inhaber immer wieder, dass es bis heute eine Sehenswürdigkeit in London ist, die keiner missen darf. Neben großen Persönlichkeiten wie Michael Jackson oder Boris Jelzin ist auch die komplette englische Königsfamilie im Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett zu bewundern.