Dartmoor und Exmoor – Hügellandschaft auf Granit
März 11, 2009 Großbritannien No CommentsIn der englischen Grafschaft Devon, im Südwesten des Landes, liegen zwar sehr viele pittoreske Küstenortschaften. Jedoch ist der Landstrich hier hauptsächlich bekannt für die Dartmoor und Exmoor-Nationalparks. Während der Dartmoor-Nationalpark komplett in Devon angesiedelt ist, befindet sich der Exmoor-Nationalpark teilweise auf dem Boden von Sommerset. Als einzige Grafschaft in Britannien, weist Devon zwei vollkommen isolierte Küstenteile auf.
Dartmoor ist eine hügelige Landstrecke, welche auf einem riesigen, sich über eine Fläche von 650 km² hinziehenden, Granitstreifen liegt. Bis zu 15 Meter hohe Granitfelsen und sehr flache Wiesenhügel zieren diesen Landstrich. In diesem Gebiet liegen unzählige vorgeschichtlicher Wohnstätten, Dörfer und Wege oder kleine Brücken aus Granitstein.
Viele archäologische Fundstücke aus dem Dartmoor-Nationalpark entstammen der Bronzezeit – dem Zeitalter vor 4000 Jahren. Ganz im Norden des Schutzgebietes liegt über einem Flusstal das Castle Drogo, das letzte in ganz Britannien erbaute Landschloss. Es ist für Fußgänger zugänglich gemacht.
Der Exmoor-Nationalpark dagegen wurde erst im Jahr 1954 gegründet und zieht sich an der der steilen Felsenküste hin. Landeinwärts grenzt es an diverse Täler in einer Hochebene, die zumeist von Dunst und Nebel heimgesucht wird. Exmoor wird von zwei zwischen 300 und 520 Meter hohen Hügeln und von 4 Flüssen geteilt.
Touristen erleben die Bewohner dieses Landstrichs als relativ einfach lebende Menschen. Oft wohnen hier Bauern, die von Schaf- und Rinderzucht leben. Doch auch der Tourismus boomt, kommen doch bereits immer mehr Besucher in die Naturgebiete, um ein etwas anderes England kennenzulernen, als man es aus den wachsenden Metropolen London, Manchester oder Birmingham gewohnt ist.
