Turku – Finnland mit langer Geschichte

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Turku ist eine Stadt Finnlands mit sehr, sehr langer Geschichte. Zahlreiche Funde nach Ausgrabungen weißen darauf hin, dass der Ort schon in der Steinzeit besiedelt gewesen sein muss. Die Stadt war in der Zeit des 13. bis 19. Jahrhunderts eine der größten Städte Finnlands und bedeutend für die Wirtschaft und den Handel. Schwedische Herrschaft fand in der Stadt aber erst 1154 durch den Kreuzzug von König Erik IX. Im 13. Jahrhundert war Turku die erste Stadt Finnlands. Geschichtlich erwähnt ist die nächste Stadternennung erst 1346 nachzulesen. Hier gilt Porvoo als die zweit älteste Stadt Finnlands.

Man sieht, die Geschichte der Stadt reicht also so weit zurück, wie die keiner zweiten in Finnland. Eine Reise nach Turku ist also nicht nur interessant für Freunde des Landes Finnland, sondern natürlich auch für welche, die sich an der Weltgeschichte interessieren. Wer sich mit der Geschichte der Stadt beschäftigt, der stellt fest, dass immer wieder zahlreiche russische Angriffe und Plünderungen auf die Stadt erfolgt sind, die mitunter mehr oder weniger erfolgreich auf russischer Seite ausgefallen sind. Daher war die Stadt auch eine Zeit lang unter russischer Herrschaft. Die Russen haben das Stadtbild Turkus geprägt und sind bis heute noch zu merken. 1714 – 1721 war erstmals Russland an der Herrschaft Turkus. Während des großen nordischen Krieges nahmen die Russen das Zepter in die Hand. Das zweite Mal, wo Russland sich die Herrschaft in Turku erkämpfte war während des Schwedisch-Russischen-Kriegs in den Jahren 1741 – 1743. Finnland musste Turku an Russland im Vertrag von Fredrikshamn kampflos abtreten. Turku war damals die Hauptstadt Finnlands. Heinrich I. fand allerdings, dass Turku zu weit von St. Petersburg entfernt lag, und ernannte zum ersten Mal Helsinki als finnische Hauptstadt, die sie bis heute geblieben ist. Damals war die Herrschaft Turkus in Finnland nun endgültig besiegelt.

Auch in den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist die Geschichte Turkus noch bis heute erhalten geblieben. So deutet zum Beispiel bis ins Mittelalter zurück die Burg Turku. Sie zählt zum größten, noch gut erhaltenen Gebäude des Landes. Die Burg wurde zwar im zweiten Weltkrieg durch einen Bombenangriff sehr stark demoliert, aber bis zum Jahr 196 wieder komplett instand gesetzt. Heute befindet sich in der Burg das geschichtsträchtigste Museum Finnlands und der Stadt Turku darin.

Unzählige weitere Sehenswürdigkeiten machen die wechselhafte und imposante Geschichte der Stadt deutlich. Viele Kirchen gelten hier als absolute Highlights der Stadt, so zum Beispiel die Kaiserin-Alexandra-Märtyrinnenkirche, die am Stadtplatz von Turku zu finden ist, und jährlich viele tausende Besucher der Stadt in ihren Bann zieht. Bei diesem Gotteshaus handelt es sich um eine Rundkirche aus dem 19. Jahrhundert, die zwischen 1839 und 45 von Carl Ludwig Engel gebaut wurde.

Neben den Gotteshäusern gibt es aber noch zahlreiche andere sehenswerte Bauwerke, die man bei einem Besuch in Turku unbedingt ansehen sollte. Zum Beispiel Den Fernsehturm, der weit über die Dächer der Stadt mit seinen 122 Metern ragt. Aber auch das Obersvatorim, das Rathaus und das Seefahrtsmuseum müssen einen Besuch wert sein. Das Seefahrtsmuseum ist auch wieder mit der vielfältigen Geschichte Turkus geprägt und zeigt sowohl finnische, als auch russische Antiquitäten.

Noch zwei Museen sind dringend zu erwähnen. Zum einen natürlich das Freiluft-Handwerksmuseum und das Apothekermuseum. In Letzterem findet man noch einen uralten Verkaufsraum. Dieser stammte aus einer alten Apotheke aus Oulu mit uralten Apothekergerätschaften.

Dass Turku aber nicht in der Vergangenheit hängen geblieben ist, zeigen heute viele moderne Einrichtungen. Auch Universitäten und Hochschulen sorgen für beste Bildung der Einwohner. Außerdem hat Turku ein landesweit finnisches Zentrum der Forschung gegründet. Doch in jeder kleinen Ecke findet man die Geschichte auch in der modernen Zeit wieder. So ist in Turku eine große Werft, die den Schiffbau prägt. Hier werden seit Jahren Kreuzfahrtschiffe gebaut und Schiffsmotoren entworfen und gebaut.

Helsinki – Alt und Neu vereint

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Helsinki ist die finnische Hauptstadt und vereint langjährige Geschichte und moderne Zukunft in einem. Wer Urlaub in Finnland macht, der wird sicher Abenteuer erleben und über die historische Vergangenheit der Stadt staunen. Was sicher sofort ins Auge fallen wird, ist die historische Architektur der Stadt, die noch bis heute tadellos erhalten ist. Viele Cafes und Restaurants haben sich in diesen alten Gemäuern niedergelassen und sorgen sowohl bei Einheimischen, als auch bei Touristen für das typisch finnische Flair. Ganz beliebt in Helsinki ist die berühmte Einkaufsstraße von Helsinki. Die berühmte Einkaufsstraße „Esplanade“ hat regelrecht südländisches Flair und wird von Touristen wie Einheimischen gleichermaßen bevölkert. Helsinki ist mit seinen etwa 600 000 Einwohnern alles andere als eine Kleinstadt und doch liegt die Kriminalitätsrate erheblich unter dem Durchschnittswert für Mitteleuropa. Ein beruhigendes Gefühl.

Da die meisten der Sehenswürdigkeiten und auch Hotels nahe beieinander liegen, ist es am sinnvollsten, Helsinki zu Fuß zu erobern. Der beste Ausgangspunkt hierfür ist der Marktplatz im Herzen der Stadt. Hier tummeln sich Fischer, Geschäftsleute und Urlauber. Wie zwei Arme erstrecken sich zwei Landzungen in den Meerbusen, hier finden sich die Passagierhäfen, an denen die großen Ostseefähren anlegen. Ganz in der Nähe befindet sich die 1888 erbaute Markthalle – die älteste in der Stadt -, wo man allerhand finnische Spezialitäten erwerben kann. Direkt daneben ist bereits das Stadtzentrum, welches durch den Empire-Stil beherrscht wird und aus dem 19.Jahrhundert stammt. Mittelpunkt ist die Helsiniki-Kathedrale auf dem Senatsplatz, ein wahrhaft majestätischer Bau. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die finnische Nationalgalerie Ateneum, die Uspenski-Kathedrale – dabei handelt es sich um die größte russisch-orthodoxe Kirche in Nordeuropa – und Temppeliaukio, eine Felsenkirche. Ansehen sollte man sich auf jeden Fall die Kallio Kirche und „Kiasma“, das Museum für Gegenwartskunst, das schon allein durch seine geschwungene Fassade auffällt. Nach diesem Kunstgenuss schließt sich ein Ausflug ins Grüne an. Helsinki gilt nicht umsonst als „grüne Oase“, ist doch ein Viertel der Stadtfläche Parkgelände.

Spaziert man durch den Töölönlahti-Park, ist das Entspannung für Körper, Geist und Seele. Dabei gelangt man zur Finnland-Halle, der Veranstaltungsort für internationale Kongresse und auch Konzerte, z. B. vom Philharmonischen Orchester Helsinki. Nicht weit davon kommt man zum städtischen Wintergarten und auch zur Nationaloper. Bei jener zeigt sich die moderne finnische Architektur aus den 1990er Jahren. Anschließend kommt man weiter im Süden auf die Halbinsel Hietaniemi, nachdem man zuvor vom Sibeliuspark über die Mechelininkatu weitergefahren ist. Am westlichen Ende dieser Insel fallen ganze Scharen von Sonnenhungrigen und Badenden ein, wer mehr an Geschichte interessiert ist, besucht dagegen eher den Soldatenfriedhof. In Richtung Norden liegen etwas stadtauswärts der Vergnügungspark Linnanmäki und Seaworld, diese bieten ausreichend Abwechslung für jedermann.

Vor der finnischen Küste finden sich auch mehrere Inseln, die man sich ebenfalls nicht entgehen lassen sollte. Vom Marktplatz aus starten Bootsrundfahrten in die Schärenwelt vor Helsinki. Auf der Insel Harakka wohnen überwiegend Künstler, hier zeigt sich dem Besucher eine besonders üppige Vogel- und Pflanzenwelt. Die Seefestung Suomenlinna, die vor dem Hafen Helsinkis liegt, blickt 2008 bereits auf 260 Jahre zurück. Die Festung besteht insgesamt aus sechs Inseln, welche in einer knappen Viertelstunde mit der Fähre erreicht werden und teilweise durch Brücken verbunden sind.
In der Schäre Philajasaari wurde ein Erholungspark mit Granitklippen, herrlichen Badebuchten und sauberem Wasser angelegt. Dann gibt es da noch die Insel Seurasaari, auf die man vom Festland aus über eine Holzbrücke gelangt. Sie ist etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Unbestritten die beliebteste Sehenswürdigkeit ist das Freilichtmuseum, hier finden sich für die finnische Architektur typischen Beispiele der Wohnkultur aus verschiedenen Landesteilen.

Helsinki – Eine Stadt mit Geschichte

Was kulturelle Veranstaltungen betreffen, so gibt es eine Vielzahl verschiedenster Angebote. Wohl jeder kennt vom Hörensagen die Mitternachtsfeste, dieses traditionelle Fest auf der Insel Seurasaari sollte man auf jeden Fall besuchen. Wer eine Vorliebe für Opern hat, darf sich die Operntage auf der Insel Suomenlinna Anfang August nicht entgehen lassen.

Gegründet wurde die finnische Hauptstadt im Jahre 1550, aber erst als durch das schwedische Reich eine Schutzfestung gegen die vermeintliche russische Bedrohung errichtet wurde, stieg Helsinki auf. Hauptstadt des russischen Großfürstentums Finnland wurde Helsinki dann im Jahre 1812. 1917 schließlich wurde Finnland unabhängig und zur Hauptstadt der nun selbstständigen Republik erklärt.

Winter im Land der tausend Seen

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Eigentlich ist Finnland eher bekannt als das Land der tausend Seen. Doch was macht man im Winter, wenn man in Finnland zu Besuch ist? Eigentlich denkt man, die Wintermonate sind in Finnland nichts anderes als zuhause auch, nur eben mit viel mehr Schnee. Neben Skifahren, Langlaufen und Schlittschuhlaufen wird wohl auch Finnland nichts anderes zu bieten haben. Doch dem ist weit gefehlt.
Romantische Rentierschlittensafaris sind hier ein absolutes Highlight in den Wintermonaten. Eingepackt in warme Decken und warme Winterkleidung geht es hier mit dem Schlitten über die verschneiten Landschaften Finnlands. Die Ausgangs und Zielpunkte sind für diese Schlittenfahrten große Rentierfarmen, die von vielen Besuchern neugierig in Augenschein genommen werden.
Auch atemberaubende Fahrten auf den zahlreichen Eisbrechern dürften hier nicht weniger spannend sein. Die Besucher werden hier zu den Schiffen gebracht, die dafür sorgen, dass die Schifffahrt während der Wintermonate hier im hohen Norden aufgrund der Eisdecken nicht zum Erliegen kommen. Die Besucher können hier die Arbeit auf so einem Eisbrecher bewundern und bestaunen.
Zusätzlich oder im Zusammenhang mit diesen Eisbrecher-Besichtungen wird den Besuchern angeboten, dass sie, wenn sie wollen, sogar die Möglichkeit erhalten, zwischen den Eisschollen im eisigen Meerwasser schwimmen zu gehen. Die natürlich nur unter spezieller Leitung und mit dafür vorgesehenen Wärmeanzügen. Finnland ist auf jedem Fall auch in den Wintermonaten eine Reise wert.