Die Städtereise quer durch den Harz

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Wer sich im Harz erholen möchte, der sollte nicht nur unbedingt einen Besuch auf dem Brocken mit einplanen, sondern auch einen Abstecher in die Städte machen, die sich rund um den Harz gruppieren. Auf der Seite von Sachsen- Anhalt sind vor allem die Städte Gernrode und Bad Suderode interessant. Sie werden schon seit vielen Jahren als heilklimatische Kurorte genutzt. Die Nadelwälder sorgen für eine saubere und vor allem sauerstoffreiche Luft und bringen den Menschen Linderung, die gehäuft Infekte der oberen Luftwege haben.

Auf der westlichen Seite des Harzes findet man auf niedersächsischem Territorium gleich drei weitere sehenswerte Städte. Clausthal- Zellerfeld besitzt knapp 15.000 Einwohner und liegt auf einer Höhe von etwa 550 Metern. Hier ist vor allem ein Besuch im Oberharzer Bergwerksmuseum und im Geomuseum angesagt. Auch viele historisch interessante Bauwerke kann man hier bewundern, zu denen beispielsweise die Marktkirche und die St. Salvatoris Kirche gehören.

Im Landkreis Goslar findet man das liebenswerte Kleinstädtchen Bad Harzburg. Nomen est omen, denn Bad Harzburg ist nicht nur ein bekannter Luftkurort, sondern auch ein anerkanntes Solebad. Zu den sehenswertesten Orten gehören hier der Radauwasserfall, der künstlich angelegt worden ist sowie das Haus der Natur, in dem man viel über den Lebensraum Harz erfährt.

Ebenfalls einen Besuch wert ist auf der Westseite des Harzes Braunlage. Braunlage liegt mitten im Naturpark Harz, ist ebenfalls ein Luftkurort und bietet im Sommer und im Winter beste Bedingungen für einen erholsamen und sportlichen Urlaub. Interessante Stellen sind hier das Skimuseum, die Trinitatiskirche, das alte Forsthaus sowie ein Sanatorium im Jugendstil.

Kunstdenkmäler im ehemaligen Bezirksamt Kötzting

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Das Gebiet des ehemaligen Bezirksamtes Kötzting gehört heute größtenteils zum Landkreis Cham. Als Folge der Verwaltungsreform in den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam das Gebiet wieder von Niederbayern an die Oberpfalz.

Die Bestandsaufnahme für die Kulturdenkmäler des Königreichs Bayern Anfang des 20. Jahrhunderts nennt die Zahl rund 28.000 Menschen in 5.500 Haushalten. Der Bezirk nahm eine Fläche von 452 Quadratkilometern ein. Städte gab es nicht auf dem Gebiet. Unter den 45 Gemeinden und 303 Ortschaften waren nur drei Märkte: Kötzting, Neukirchen beim Heilig Blut und Eschlkam. Eine Statistik aus dem Jahre 1919 nennt 38.249 Hektar bewirtschaftete Fläche. Der Bezirks lebte von der Land- und Forstwirtschaft. Industrie war so gut wie nicht präsent, was wohl auch daran lag, daß in Kötzting keine wichtigen Handelswege kreuzten. Vorherrschendes Baumaterial für einfache Bauten war Holz. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren Ziegel für profane Bauten unüblich. Ein besonderer Reichtum an Baudenkmälern kann man also schon aus diesem Grund nicht erwarten. Die kulturellen Zentren Regensburg und Straubing waren weit weg, der Einfluß aus dem Königreich Böhmen um so wichtiger.

Aus der Romanik hat sich bis auf wenige Reste in der Miltacher Kirche nichts erhalten. Auch Zeugnisse aus der Gotik sind sehr dünn gesät. An kirchlicher Baukunst aus dieser Epoche ist lediglich die Kirche in Steinbächl zu nennen. Die Renaissance hat den Bezirk Kötzting zumindest in baulicher Form erst gar nicht erreicht.

Von den ehemaligen Burgen Hohenbogen, Chamerau, *Chameregg*, Haidstein, Liebenstein und Ossa sind keine oder kaum Spuren vorhanden. Lediglich von Burg Lichteneck sind nennenswerte Reste erhalten. Die meisten Kirchen, Edelsitze und Verwatungsbauten fallen in das 16. und 17. Jahrhundert und sind eher einfacher Natur.

Natur ist auch der eigentliche Reichtum, den die heutige Tourismusregion im Bayerischen Wald zu bieten hat. Kötzting ist beispielsweise staatlich anerkannter Luftkurort. An der ehemaligen Bezirksgrenze liegt auch der höchste Berg des Bayerischen Waldes, der Arber. Beste Voraussetzungen also, um gestressten Menschen eine erstklassige Erholungsmöglichkeit zu bieten. Eine *Ferienwohnung* bietet sich gerade um Kötzting als Alternative zu einem Hotel geradezu an.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

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Gleichviel Auszeichnung und Aufgabe bedeutet der Titel Nationalpark für eine Region in Deutschland. Eine Anerkennung an die Natur und die Aufgabe, diese für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, beinhaltet diese Bezeichnung – so auch beim im Jahre 1985 ernannten “Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer”.

Zwischen der Elbemündung und der dänischen Grenze erstreckt sich das 285.000 Hektar große Gebiet, auf welchem sich Salzwiesen, Priele, Strand, unbewohnte Halligen und Buchten, sowie Sände und Wattflächen abwechseln und doch vereinigen. Flora und Fauna bieten einen kaum zu übertreffenden Artenreichtum: Blumen und Gräser der Salzwiese, wie zum Beispiel der Halligflieder sind hier zu entdecken. Seltene Vögel, wie Zwergseeschwalben reihen sich unter die reichlich dort lebenden Austernfischer und Eiderenten. Fische und anderes Kleingetier, wie Schnecken, Muscheln und Würmer verstehen sich fast von selbst. Natur und Nahrungsangebot machen es auch dem possierlichsten aller Nordsee-Bewohner möglich, im Wattenmeer heimisch zu bleiben – dem Seehund. Doch auch der Mensch hat in diesem Gefüge – unter Berücksichtigung des Naturschutzes – seinen Platz, als Fischer oder Urlauber.

Urlaub im Wattenmeer steht selbstverständlich unter einem besonderen Stern. Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind Tourismus und Naturschutz Hand in Hand vorzufinden. Die Natur bietet Erholung und Schönheit, erwartet dafür im Gegenzug Rücksichtnahme und Verständnis für ihre einmalige Kostbarkeit. Man muss einfach in Kauf nehmen, dass man bestimmte Zonen des Gebietes nicht betreten darf; dazu gehören alle Gebiete der so genannten Zone I, also Mausergebiete und Seehundliegeplätze. Rund ein Drittel des Naturparks gehört zu dieser Zone.

Doch wird die Vielfalt der Eindrücke, die man bei einem Besuch gewinnen kann, dadurch kaum geschmälert. Bei dem gebührenden Respekt, den man den Pflanzen und Tieren dort zollen sollte, kann man trotzdem noch die Natur in ihrer echten und einzigartigen Schönheit genießen, und die heimischen Tiere beobachten.

Damit Rücksicht und Genuss übereinstimmen, wurden zahlreiche Informationszentren errichtet, in denen sich die Urlauber über Dioramen, Tonbild-Diashows, Ausstellungen und Vorträge erkundigen können. Auch Erklärungen darüber, wie das Ökosystem Wattenmeer funktioniert, kann man dort erhalten.

Ein besonderes Erlebnis dürften die Ausflüge zu den Seehundsbänken sein, die mit den netten, weißen Ausflugsschiffen unternommen werden können. Durch strikte Zusammenarbeit zwischen den Reedereien und dem Amt für Naturschutz im Nationalpark ist gewährleistet, dass den Tieren dadurch kein Schaden zugefügt wird: Es werden nur bestimmte Seehundliegeplätze angefahren, dort der Motor gedrosselt. So können die Besucher aus sicherer Entfernung per Fernglas die niedlichen Tiere beobachten, ohne sie in ihrem Lebensraum negativ zu beeinflussen.

Auch das Wattwandern ist eine Möglichkeit, einerseits einen entspannenden Ausflug an der frischen Seeluft zu unternehmen, und andererseits aus der Nähe manchen Wattbewohner kennen zu lernen. Nebel oder Flut können mancherlei plötzliche Gefahr bedeuten, deswegen sollte man immer auf die Hilfe eines Wanderführers vertrauen. Ganz nebenbei kann dieser auch einiges erklären, und auf Tiere oder Besonderheiten hinweisen, die man sonst übersehen hätte. Wer sich traut, kann auf die obligatorischen Gummistiefel verzichten, und sehr gesund und hautnah, das heißt barfuss, die Wattwanderung – ausgestattet mit der Grabegabel – genießen.

Schwerin und sein Märchenschloss

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Die Stadt Schwerin im Norden Deutschlands zieht gleichermaßen Erholungssuchende wie auch Aktivurlauber und Kunstbegeisterte an, bietet sie doch neben vielen kulturellen und historischen Kostbarkeiten auch eine wunderschöne Landschaft, wie geschaffen um einfach nur zu relaxen. Mecklenburg-Vorpommern ist bekannt für seine Seen und Wälder. Ein Traum für jeden Naturliebhaber und Romantiker.

Wer sich zum Beispiel dem Schweriner See nähert, kann sie schon von weitem erkennen: Die glänzenden Türme des Schlosses, sehen sie doch im Schein der Sonne aus, als wären sie aus Gold. Mit seiner Lage auf einer Insel mitten im See wirkt es wie ein Schloss aus einem Märchen und verzaubert nicht nur Kinder.

Das Schloss von Schwerin

Es ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns und gleichzeitig sein Wahrzeichen: Das Schweriner Schloss. Es liegt idyllisch am Ufer des drittgrößten Sees der Bundesrepublik, dem Schweriner See. Nach vielen Jahren der Sanierung kann man inzwischen den Burggarten um das Schloss und die Orangerie wieder besichtigen. Das Schloss ist berühmt für seine prächtigen Räumlichkeiten wie die Rote Audienz, das Blumenzimmer oder die Silvestergalerie. Der fürstliche Abschluss dieser Besichtigung ist ein Besuch im Cafe der Orangerie oder im Schlosscafe.

Etwas weniger märchenhaft gestaltet sich das Leben in einem anderen Teil des Schlosses, in dem seit 1990 der Landtag des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern residiert. Hier werden keine Märchen, sondern nüchterne Politik gemacht.

Das „Petermännchen“

Das Schloss von Schwerin hat – wie könnte es auch anders sein – natürlich seinen eigenen Schlossgeist. Etliche Sagen und Mythen ranken sich um das „Petermännchen“ und überall in der Stadt stößt man auf diesen Namen. Auch das Fährschiff über den Pfaffenteich inmitten der Stadt trägt dessen Namen.

Der „Papendieks“, wie er von den Einheimischen genannt wird, ist ein kleiner See, der bei Schwerinern und Besuchern sehr beliebt ist. Bei einem gemütlichen Spaziergang um den „Papendieks“ mit vor allem vom Nordufer aus herrlichen Ausblicken auf die alte Residenzstadt gelangt man zu dem mächtigen Dom, der die Stadt weithin überragt. Wer die vielen Stufen nicht scheut, genießt als Belohnung einen wunderbaren Blick auf Schwerin.

Die Flaniermeilen der Stadt

Schwerin wurde im Jahre 1160 von dem sächsischen Herzog Heinrich dem Löwen gegründet und überall in der Stadt stößt man auf Zeugen ihrer Geschichte. Der älteste Teil Schwerins ist die so genannte Schelfstadt, wo man zahlreiche historische Fachwerkhäuser bewundern kann. Dieses faszinierende Stadtviertel reicht bis zu den Ursprüngen Schwerins zurück. Auch das bedeutendste barocke Bauwerk des Bundeslandes ist hier zu finden: Die berühmte Schelfkirche aus dem Jahre 1713.
Auf dem Marktplatz der Stadt befindet sich ein Denkmal, das an den Stadtgründer, Heinrich dem Löwen, erinnert und 1995 errichtet wurde. In jenem Jahr feierte Mecklenburg-Vorpommern sein 1000jähriges Bestehen. Das Denkmal ist absolut sehenswert, auf den Seitenbildern der Säule kann man verschiedene Episoden aus dem Leben Heinrichs des Löwen bewundern und auf dem Sockel thront – wie könnte es anders sein – ein majestätischer Löwe. Nicht entgehen lassen sollte man sich den Wochenmarkt, der fast täglich auf dem Schlachtermarkt stattfindet. Hierhin gelangt man vom Marktplatz aus über einen kleinen Durchgang am Rathaus. Der Schlachtermarkt beeindruckt alleine schon durch seine stattlichen Linden und ist ein idyllisches Plätzchen im Zentrum der Stadt.
Wer gerne bummelt, kommt in der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns auch voll und ganz auf seine Kosten. Neben dem Einkaufszentrum in der Stadtmitte laden die verwinkelten Gassen der Altstadt, überdachte Passagen und zahlreiche kleine Geschäfte zum Flanieren ein. Müde und hungrig von all dem Sehenswerten lässt man sich anschließend in einem der Straßencafes oder urgemütlichen Restaurants nieder, um neue Kräfte zu tanken.

Der Alte Garten

Der große Platz vor dem Schloss, liebevoll „Alter Garten“ genannt, wird beherrscht von dem mächtigen Bau des Staatlichen Museums und des Mecklenburgischen Staatstheaters. Bereits 1753 gab es hier die erste Schauspielakademie in Deutschland und so kann man inzwischen auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Programm ist sehr abwechslungsreich mit Ballettvorstellungen, Opern, Konzerte und Schauspielen und zieht Besucher aus nah und fern an. Auf dem großen Platz findet auch regelmäßig das Sommer Open Air statt – mit den Schlossfestspielen, das von Einheimischen und Besuchern äußerst begehrt ist.

Im Staatlichen Museum kann man eine hervorragende Sammlung der Kunstwerke von Rembrandt, Rubens und Frans Hals – die wohl bekanntesten holländischen und flämischen Maler aus dem 17. Jahrhunderten – bewundern. Für alle Kunstbegeisterten ein echtes Highlight.

Freizeitvergnügen

Überall in der Stadt stößt man auf Wälder oder Seen, liegt doch Schwerin an einem der größten Seen Deutschlands überhaupt. Wer sich die Stadt von der Wasserseite her ansehen will, tut dies am besten mit einer Bootstour, gemütliche Ausflugsschiffe legen direkt am Alten Garten ab. Auch von der Weite des Schweriner Sees gewinnt man auf diese Weise den besten Eindruck. Auch die Insel Kaninchenwerder wird von Ausflugsschiffen angesteuert und wer die unberührte Natur liebt, ist hier genau richtig.

Wer hingegen lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise geht, tut dies am besten vom Schlossgarten aus. Diese traumhafte Anlage eignet sich ganz hervorragend als Ausgangspunkt für einen Fußmarsch oder eine Radtour. Der Weg führt zunächst durch den Barockgarten, flankiert von Statuen historischer Persönlichkeiten, anschließend gelangt man auf den Franzosenweg, dieser verläuft am Schweriner See entlang und endet am Zippendorfer Strand. Ein idealer Ort für eine gemütliche Rast mit seiner Promenade, dem Strand und schönen Cafes.

Das Wahrzeichen der Stadt: Das Schloss

Eines der berühmtesten Bauwerke in Mecklenburg-Vorpommern ist unbestreitbar das Schweriner Schloss, idyllisch im Schweriner See auf einer Insel liegend und eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler. Das Bauwerk, in Jahrhunderten gewachsen, ist das Wahrzeichen der Stadt und vereinigt auf gelungene Weise Natur und Architektur.

Das Schloss und seine Geschichte sowie die Geschichte des Landes sind eng miteinander verbunden. Schon im 10. Jahrhundert schrieb der Reisende Ibrahim Ibn Jacub über eine Hauptburg der Obotritenfürsten an der Stelle der Schweriner Schlossinsel. Eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1018 über die damalige Burg bestätigt dies. Als im Jahre 1160 Schwerin gegründet wurde, wurde die Burg Zarin völlig zerstört und verlassen. Die Eroberer unter Heinrich dem Löwen haben sie anschließend wieder aufgebaut. Im 14. Jahrhundert dann befand sich die Residenz von Mecklenburg auf der Burginsel. Seit dieser Zeit wurden immer wieder An- und Umbauten durchgeführt, so kam auch die Schlosskapelle nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1563 hinzu. Welches ehrwürdige Alter das Schloss inzwischen hat, ist ihm nicht anzusehen.

Als Friedrich Franz II. aus Ludwigslust nach Schwerin zurückkehrte, ließ er das Schloss komplett umgestalten. Vor allem das Renaissanceschloss Chambord an der Loire diente dabei als Vorbild. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Gottfried Semper aus Dresden führte der Hofbaumeister Georg Adolph Demmler von 1843 – 1851 die entsprechenden Umbaumaßnahmen durch. Vollendet wurde der Bau dann 1857 von dem Baumeister Stüler. Der damals berühmte „Goldene Saal“ wurde zusammen mit etwa einem Drittel des Schlosses durch einen verheerenden Großbrand im Jahre 1913 vernichtet, vor allem der Burgseeflügel war am schlimmsten betroffen.

Das Schloss gelangte in Staatsbesitz, als am 14. November 1918 Großherzog Friedrich Franz IV. abdankte. Seit dieser Zeit wurden die historischen Räume für verschiedene Zwecke genutzt. Durch großzügige Leihgaben des Großherzogs gelang es, 1921 im ehemaligen Residenzschloss das Landesmuseum zu eröffnen. Später nutzte man das Schloss auch als Lazarett, als Pädagogische Hochschule, ja sogar als Lager. Leider gingen wertvolle Bestände verloren, als nach Ende des Zweiten Weltkrieges diese entwendet wurden. Heute beherbergt das Schloss das historische Museum aber auch eine gehobene Gastronomie.

Im Jahre 1990 hielt dann auch die Politik Einzug, denn seitdem hat dort der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns seinen Sitz.

Zum Schlossmuseum gelangt man durch ein Gartenportal, hier gewinnt der Besucher einen Eindruck von den früheren Kinderzimmern des Großherzogs. Inzwischen kann man hier die Porzellansammlung des Hauses bewundern. Über eine rote Marmortreppe kommt man schließlich in die Beletage, die früheren so genannten Gesellschaftsräume. Unbedingt sehenswert sind hier die Rote Audienz, die Silvestergalerie, das Blumenzimmer, der Thronsaal oder die Ahnengalerie. Schlendert man an den Porträts der früheren Schlossherren vorbei, vermeint man fast, ihre Gegenwart noch zu spüren.
Im Säulenzimmer des Schlossmuseums stößt man auf die Darstellung des sagenumwobenen Schlossgeistes, dem „Petermännchen“. Um ihn ranken sich so manche Geschichten und Sagen. In der Literatur findet sich erstmals aus dem Jahre 1756 eine Aufzeichnung über diesen Geist, über den viele Erzählungen seiner Streiche überliefert sind. Vor allem die Kinder lieben die Geschichten über das „Petermännchen“ und so mancher Sprössling blickt sich dann immer wieder verstohlens um, ob es nicht doch irgendwo zu sehen ist.

Wieder zurück in der Gegenwart bietet sich ein Besuch in der Orangerie an, die 2001 wieder eröffnet wurde. Ein Spaziergang in dieser wunderbaren Gartenanlage ist der ideale Abschluss einer interessanten und spannenden Besichtigungstour.

Schleswig-Holstein – die Brücke zwischen Mitteleuropa und Skandinavien

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Das nördlichste aller deutschen Bundesländer liegt nicht nur zwischen zwei Meeren – der Nordsee und der Ostsee – sondern bildet auch eine Art Brücke zwischen Mitteleuropa und den skandinavischen Ländern. Mit über 15.000 Quadratkilometern beheimatet Schleswig-Holstein knapp drei Millionen Menschen. Ausgesprochen viele davon sind Heimatflüchtlinge und Vertriebene. Daher ist der Ausländeranteil in diesem Bundesland höher, wie sonst in keinem zweiten Deutschen.

Hauptsächlich ist das Bundesland aber dadurch bekannt, dass es eben an zwei Meere grenzt. Im Westen des Bundeslandes grenzt die Nordsee und im Osten die Ostsee. Während an der Nordseeküste die Wirtschaft hauptsächlich durch den Fischfang – insbesondere die Hochseefischerei – geprägt ist, findet man an der Ostseeküste zahlreiche Kur- und Heilbäder, da hier die Luft extrem heilend auf den menschlichen Organismus wirkt. Immer mehr Touristen reisen deshalb eher an die Ostsee wie an die Nordsee. In der Nordsee ist lediglich die Insel Helgoland, die noch immer viele tausend Urlauber jährlich nach Schleswig-Holstein lockt.

Das zweitkleinste Bundesland – welches Schleswig-Holstein ist – hat schon seit der Gründerzeit dieselbe Hauptstadt – Kiel. Wattmeer, Marschen und zahlreiche Fjorde prägen das Landschaftsbild des Bundeslandes. Weite Ebenen und Flachland prägen das Bild eingehend. Kaum Berge und Hügel sind hier zu finden. Es ist klar, dass hier viele Nationalparks und Naturschutzgebiete zu finden sind. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist das größte Naturschutzgebiet bundesweit. Viele Biosphärenreservate sind hier noch unberührt geblieben.

Die Geschichte des Bundeslandes reicht bis zur Eiszeit zurück. Hauptsächlich Jäger und Sammler prägten hier die Wirtschaft. Später kamen dann Ackerbau und Landwirtschaft dazu, da die Menschen sehr schnell erkannten, dass hier extrem fruchtbarer Boden zu finden ist, den es zu bebauen gilt. Bis heute machen sich die Landwirte diese günstige Eigenschaft zu nutzen. Noch immer werden über die Hälfte der Wirtschaft durch den Ackerbau und die Landwirtschaft geprägt.

Während vorher das Bundesland unter dänischer Herrschaft regiert wurde, fand erst im 19. Jahrhundert wirkliche Zugehörigkeit zu Deutschland. Der Nationalsozialismus spaltete das Bundesland in dänische und deutsche Teile. Im zweiten Weltkrieg war Schleswig-Holstein eine Hochburg des Nationalsozialismusses, was die zahlreichen Konzentrationslager noch immer dokumentieren. Erst seit dieser Zeit fand das Land deutsche Zugehörigkeit, da sich die Dänen hauptsächlich von der Hitler-Regentschaft losgesagt haben. Durch diese unangenehme politische Prägung wurde das Land immer wieder Ziel von Angriffen der Amerikaner – der Royal Air Force. Viele Bombenangriffe zerstörten große Teile des Landes und der bebauten Flächen.

Schleswig-Holstein ist nach Bayern das Bundesland, indem die Deutschen am liebsten zuhause Urlaub machen. Zahlreiche Hotels und Ferienunterkünfte haben sich über die letzten Jahre hier entwickelt. Genügend Erholungs- und Wellnessoasen wurden hier gegründet und ziehen viele Urlauber und gestresste Menschen an. Aber auch die Freunde des Extremsports sind in Schleswig-Holstein herzlich willkommen. Die Kieler Woche zieht Segler aus aller Welt an, um bei dem Event dabei zu sein und zu den besten Seglern der Welt zu gehören.

Der Urlaubsdrang nach Schleswig-Holstein liegt vermutlich auch daran, dass von hier aus die Insel Helgoland durch einen Katzensprung zu erreichen ist. Genau so fährt man nur wenige Minuten nach Dänemark um sich dort einen schönen Tag zu machen. Viele Urlauber wollen aber einfach nur die herrliche Landschaft kennen lernen. Diesbezüglich hat das Bundesland jede Menge zu bieten. Neben dem Erholungsfaktor und der traumhaften Landschaft, sowie den günstigen Verkehrsanbindungen zu anderen attraktiven Urlaubszielen hat das Land allerdings noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Egal, ob das Holstentor in Lübeck – das auch auf der neuen deutschen 2-Euro-Münze zu finden ist, besucht werden mag, oder ob die vielen Leuchttürme besichtigt werden wollen, das Land bietet jede Menge attraktiver Sehenswürdigkeiten.

Föhr – eine Insel zum Wohlfühlen

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Wie ein Megalithgrab bei Utersum bezeugt, kamen bereits im Jahre 2000 v. Ch. die ersten Bewohner nach Föhr und zwar stammten sie aus Jütland. Die bekannte Lembecksburg aus dem 9. Jahrhundert wurde nach dem Ritter Claas Lembecke benannt und stellt eine bedeutende Ringwallanlage dar. Kurz nach 1600 wurden dann die ersten Häuser gebaut, wobei die Stadt Wyk ihrem Namen der Tatsache verdankt, dass sich dort die einzige Bucht befand, die für einen Schiffslandeplatz geeignet war. Das Reizklima der Nordsee ist äußerst gesund und so begann im Jahre 1819 bereits der Badebetrieb. Inzwischen kann die Stadt Wyk auf ein über 175jähriges Bestehen zurückblicken und gilt als eines der ältesten Seebäder in Deutschland. 1821 war auch der bekannte Märchendichter Hans Christian Andersen Gast des Königs dort und der Walzerkomponist Johann Strauß schrieb im Jahre 1879 an der Strandpromenade seine bekannten „Nordsee-Bilder“. Fast alle der Dörfer auf Föhr haben ihren Ursprung im Mittelalter. Es gibt keinen anderen Ort in Deutschland, wo man so viele Gutshöfe und geschlossene Reetdachanordnungen zu sehen bekommt, wie auf der Insel Föhr. In jedem Ort erzählen die Bauten Interessantes aus der Vergangenheit, so zum Beispiel die Häuschen in Wyk von den Dänen, prachtvolle Jugendstil-Villen zeugen von der Zeit, als der dänische König Gast auf der Insel Föhr war und die Kapitänshäuser in Nieblum erzählen von der Zeit der Walfänger.

Die Insel Föhr wird oft auch als grüne Oase in der Nordsee bezeichnet, liegt sie doch inmitten des Nationsparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, hinter den Inseln Amrum und Sylt und den Halligen. Föhr ist wohl die einzige Nordseeinsel, deren Naturlandschaften so verschieden sind: Wattenmeer, Sandstrand, grüne Wiesen und Rapsfelder so weit das Auge reicht. Auch gibt es insgesamt 22 Kilometer grüne Deiche und 15 Kilometer Strand. Auf den Weiden stehen ca. 11 000 Kühe, es gibt 5 Windmühlen und viele historische Höfe mit Reetdächern. Insgesamt gibt es auf der Insel 11 kleine Dörfer. Die mächtigen Findlinge im Wattenmeer kennt wohl ein jeder.

Pferdefreunde finden auf der Insel ein wahres Paradies vor. Es gibt dort rund 850 Pferde aller Rassen. Neben den portugiesischen Lusitanos, eine elegante Rasse, kleinen Shetlandponies und American Quarterhorses gibt es auch Holsteiner, Friesen und Trakehner. Sogar die englischen Shire-Horses, die als die größte Pferderasse der Welt gilt, sind auf Föhr zu finden. Neben den ausgeschilderten Reitwegen finden die Pferdeliebhaber hier auch ein gutes Gelände für verschiedene Reitmöglichkeiten. Die Ausflüge mit dem Pferd ins Föhrer Watt oder die alljährlichen Wettkämpfe im Ringreiten sind immer ein ganz besonderes Erlebnis.

Ein reiner Strandurlaub ist nicht jedermanns Sache, doch auf Föhr gibt es zu jeder Jahreszeit eine Menge Alternativen. Da ist zum Beispiel ein 144 km langes Radwegenetz, ideal, um die Insel auf zwei Rädern zu erforschen. Dabei führen viele Routen durch die friesischen Dörfer, vorbei an zahlreichen Weiden mit grasenden Kühen, Schafen und Pferden, durch grüne Wälder hindurch und an den Deichen entlang. Föhr ist für die Radfahrer bestens gerüstet: Es gibt sogar eine Fahrradraststätte, falls man die eine oder andere Panne zu beheben hat. Man muss auch nicht sein eigenes Rad mit auf die Insel bringen. Es gibt viele Fahrradverleihe, wo man sich einen Drahtesel borgen kann.

Familien mit Kindern finden in der Insel Föhr das perfekte Urlaubsziel. Da der Wind durch die geschützte Lage abgefangen wird, ist die Brandung wesentlich zahmer als anderswo. Dazu ist der Strand flach, mit feinem Sand und hervorragend geeignet zum Baden und Spielen. Überall auf der Insel gibt es Spielplätze am Strand.

Von den Unterkünften sind die überwiegende Zahl (etwa 80 %) Ferienwohnungen, speziell auf den Bedarf von Eltern mit Kindern ausgerichtet, in erster Linie bedeutet dies ausreichend Platz. Es gibt Spielgeräte und sogar eigene Kinderzimmer. In Wyk zum Beispiel gibt es im Sommer ein ausgiebiges Programm für Kinder, etwa Märchenstunden am Strand – beliebt vor allem bei den Mädchen – , Basteln mit Strandgut, also mit allem, was man am Strand oder im Meer gefunden hat, Puppentheater, Turnstunden – und das alles unter der Aufsicht von erfahrenen Betreuern. Nicht zu vergessen auch hier das Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof“. Viele Stadtkinder lernen hier erstmals das Landleben eines Bauern kennen, dürfen mit auf dem Traktor fahren oder beim Füttern im Stall helfen. Ein Heuboden ist auch heute noch ein beliebter Platz zum Toben. Föhr bietet also das ganze Jahr über ein dermaßen vielseitiges und abwechslungsreiches Programm mit so vielen unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten, dass sowohl Familien wie auch Alleinreisende hier das perfekte Ziel für einen entspannten Urlaub in der Nordsee finden.

Auf Grund der Tatsache, dass die Insel Föhr von zahlreichen Halligen und anderen Inseln umgeben ist, die sie vor rauem Wind schützen, gehört sie zu den mildesten Regionen. Die milden Winter verdankt man dort dem Golfstrom. Das Meer ist auf der Insel überall zu riechen und zu spüren. Die salzige Luft spürt man auf der Haut als ein Kribbeln. Es gibt in Deutschland keinen Ort, an dem die Luft reiner und klarer ist, vor allem im Winter gibt es besonders wenig Staub und Pollen. Das hat zur Folge, dass auf der Insel die Heilwirkung von Klima und Meer erforscht wird und auch dort moderne Kureinrichtungen, Praxen und fortschrittliche Behandlungsmethoden von erfahrenen Ärzten zu finden sind. Die beste Medizin allerdings für Erkrankungen der Atemwege ist die Nordsee selbst. Jeder Asthmatiker wird dies nach einem Besuch auf der Insel ausnahmslos bestätigen können. Eine Wattwanderung sollte daher unbedingt jeder mindestens einmal mitmachen, ausgerüstet mit Friesennerz, Gummistiefel und Südwester. Die gesunde Luft der Nordsee ist die Gratis-Beigabe.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

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Der Titel Nationalpark für eine Region bedeutet nicht nur Auszeichnung, sondern ebenso viel Aufgabe. Eine Aufgabe ist es zum Beispiel, dass man die Natur anerkennt und auch die Aufgabe, dass man diese für viele weitere Generationen noch erhält. Dies gilt seit dem Jahr 1985 auch für den „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“.

Das 285.000 Hektar große Gebiet erstreckt sich zwischen der Elbemündung und der dänischen Grenze. Auf diesem Gebiet wechseln sich Salzwiesen, Priele, Strand, unbewohnte Halligen und Buchten, Sand und Wattflächen ab und vereinigen sich zugleich. Ein kaum zu übertreffendes Artenreichtum bieten Flora und Fauna. So findet man den Halligflieder als Beispiel in den Blumen und Gräsern der Salzwiese. Die seltenen Zwergseeschwalben sieht man häufig zusammen mit die zahlreichen Austernfisscher und Eiderenten. Wie in jedem Wattenmeer findet man hier natürlich auch Fische, Schnecken, Muscheln und auch Würmer. Dem possierlichsten aller Nordsee-Bewohner – dem Seehund – wird es durch die Natur und dem großen Nahrungsangebot ermöglicht, dass er im Wattenmeer heimisch bleibt. Doch nicht nur Tiere fühlen sich hier wohl. Auch der Mensch kann sich hier wohl fühlen, natürlich nur unter Berücksichtigung des Naturschutzes, und kann hier fischen oder Urlaub machen.

Hand in Hand sind deshalb Tourismus und Naturschutz im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, weshalb ein Urlaub in diesem Wattenmeer unter einem ganz besonderen Stern steht. So wird einem Erholung und Schönheit geboten und erwartet dafür, dass man auf die einmalige Kostbarkeit Rücksicht nimmt und Verständnis hat. Dazu zählt, dass man bestimmte Zonen in diesem Gebiet nicht betreten darf. Diese Zonen werden als Zone I bezeichnet, welche Mausergebiete und Seehundliegeplätze darstellen. Ungefähr ein Drittel dieses Naturparks gehört zur Zone I.

Dennoch kann man sehr viele Eindrücke gewinnen, wenn man diesen Nationalpark besuchen will. Auch wenn man den Tieren und Pflanzen gegenüber sehr respektvoll ist, kann man die teilweise einzigartige Schönheit genießen und viele heimische Tiere beobachten. Zahlreiche Informationszentren sorgen dafür, dass Rücksicht und Genuss übereinstimmen. Bei diesen Informationszentren erhält man Informationen über Dioramen, Tonbild-Diashows, Ausstellungen und auch Vorträge. Ebenfalls kann man dort erfahren, wie denn das Ökosystem Wattenmeer funktioniert.

Mit weißen Ausflugsschiffen kann man Ausflüge zu den Seehundsbänken machen, was als besonderes Erlebnis häufig empfohlen wird. Da die Reedereien und das Amt für Naturschutz im Nationalpark sehr eng miteinander arbeiten, kann man sicher gehen, dass die Seehunde durch den Besuch keinen Schaden erleiden. So werden nur ausgewählte Seehundliegeplätze angefahren und wenn man dort ist wird der Motor gedrosselt. Ohne die Tiere in ihrem Lebensraum zu beeinflussen kann man dann die Tiere mit einem Fernglas betrachten und beobachten.

Eine weitere Ausflugsmöglichkeit ist eine Wattwanderung. Hier kann man nicht nur die frische Seeluft genießen, sondern man kann auch die Wattbewohner von ganz Nah betrachten und auch kennen lernen. Solche Ausflüge sollte man jedoch auf keinen Fall alleine unternehmen, da plötzlich Nebel und Flut auftauchen können. Mit einem Wanderführer vermeidet man nicht nur diese Gefahr, sondern kann auch Vieles über die Tiere erzählen und auf Besonderheiten hinweisen, welche man möglicherweise selbst überhaupt nicht erkannt hätte. Wenn man mit einer Grabegabel ausgestattet ist, kann man seiner Gesundheit etwas Gutes tun und barfuss die Wattwanderung machen.

Ein Hauch von Königen und Ballkleidern – Stuttgarts Schlösser laden ein

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Am Anfang des 14. Jahrhunderts begann die Entstehung der Bauwerke der adeligen Württemberger. Grabmale, Residenzen und auch Lustschlösser wurden errichtet und sind bis heute großteils zu besichtigen. In Stuttgart und dem Umland der Stadt entstanden das Alte Schloss und das Neue Schloss, Schloss Solitude, welches mit dem Ludwigsburger Residenzschloss verbunden ist, die Schlösser Hohenstein und Rosenstein, sowie die Wilhelma am Neckar und die Grabkapelle der Württemberger, die dort erbaut wurde, wo das Adelsgeschlecht seine erste Burg errichtet hatte. Könige, Grafen und Herzöge haben sich hier in der Baukunst verewigt.

Das Alte Schloss

Das Alte Schloss in Stuttgart ist heute Sitz des Württembergischen Landesmuseums. Sein Bau begann etwa im Jahr 941, wo es als Wasserburg errichtet wurde – ohne Aufwand und nur zu dem Zweck, ein Gestüt zu beschützen. Immer weiter ausgebaut und erweitert wurde das Schloss als Residenz der verschiedenen Grafen und Herzöge von Württemberg bis etwa Mitte des 16. Jahrhunderts, bis es schließlich sein heutiges Bild erreichte. Im Stuttgarter Zentrum gelegen bietet das Alte Schloss mit seinen Gebäuden und Plätzen in der Umgebung einen Eindruck von der damaligen fürstlichen Macht als Mittelpunkt der Gesellschaft.

Das Neue Schloss

Herzog Carl Eugen von Württemberg ist der Bauherr und erste Besitzer des Neuen Schlosses in Stuttgart. Über sechzig Jahre – von 1746 bis 1807 – dauerte der Bau der Barockresidenz, die unter anderem Repräsentationszwecken diente. Das Schloss war zunächst der Wohnsitz der Könige und Herzöge der Württemberger. Im zweiten Weltkrieg wurde es teilweise zerstört; heute dient es – nicht nur der ministeriellen Verwaltung von Baden-Württemberg – als Schauplatz repräsentativer Anlässe.

Schloss Solitude

In nur fünf Jahren – von 1764 bis 1769 – wurde Schloss Solitude erbaut. Es liegt südwestlich von Stuttgart und bietet von seiner Lage auf den Höhen einen wunderbaren Ausblick in das Land. Das Rokoko-Schloss ist Mittelpunkt einer Anlage, die fürstliche Macht und Willen in ihrem Anblick deutlich macht. Schloss Solitude zählt zu den wichtigsten Architekturensembles des 18. Jahrhunderts im Südwesten Deutschlands.

Schloss Hohenheim

Zunächst ein kleines Landgut war das Schloss Hohenstein, welches ebenfalls Herzog Carl Eugen von Württemberg im Jahr 1772 erschuf. 21 Jahre später, 1793, hatte es seine Entwicklung zur repräsentativen Landresidenz vollzogen, und wurde vom Herzog mit seiner zweiten Ehefrau Franziska von Hohenheim bewohnt. Carl Eugen wollte hier seine Idee vom „Englischen Dörfle“ verwirklichen, und errichtete eine künstliche Ansiedlung aus über 60 scheinbar antiken Gebäuden – umgeben von einem Landschaftsgarten. Der Formenreichtum des Konzepts der Herzogs, der hier seine Phantasie vom Landleben realisieren wollte, sorgt bis heute für eine Flut von Eindrücken, die den Betrachter irritieren.

Schloss Rosenstein

Malerisch gelegen – oberhalb des Neckars in einem englischen Landschaftspark – beeindruckt Schloss Rosenstein den Betrachter. König Wilhelm I. ließ das Schloss als Landhaus für seine Familie in den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts errichten. Heute ist es Sitz des Staatlichen Museums für Naturkunde und bietet einen viel besuchten Ausflugsort – nicht nur wegen seiner klassizistischen Architektur und der idyllischen Lage.

Wilhelma

Nach seinem Erbauer, König Wilhelm I. ist die von 1839 bis 1864 erbaute Wilhelma benannt. Die Anlage, bestehend aus Theater, Badehaus, Gewächshäusern und wunderschönen Gartenanlagen wurde im maurischen Stil erbaut, und diente dem König als Rückzugsmöglichkeit in eine abgeschiedene, orientalisch-sinnliche Welt – eine am Neckar gelegenen Alhambra sozusagen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die teilweise zerstörten Gebäude wieder aufgebaut, und bieten heute den Besuchern des zoologischen Gartens einen geschichtsträchtigen Mittelpunkt.

Grabkapelle auf dem Württemberg

Auf dem Württemberg, wo einst die Stammburg der Adelsfamilie stand, ließ König Wilhelm I. von 1820 bis 1821 eine Grabkapelle für seine sehr früh und viel zu jung verstorbene Gattin, die russische Zarentochter Katharina, errichten. An diesem malerischen Ort, von dem aus man den herrlichen Blick ins Neckartal genießen kann, fand diese ihre letzte Ruhe, in einem Grabmal, welches von Giovanni Salucci, dem königlichen Hofarchitekten entworfen wurde. Bis heute zieht es Tausende auf den Württemberg, um sich an der Aussicht zu erfreuen, die Grabkapelle zu besichtigen, oder an einem der immer noch regelmäßig gefeierten russisch-orthodoxen Gottesdienste teilzunehmen.

Sachsen ist eine Reise wert

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Nach dem Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 war ein Besuch in Sachsen vorerst unmöglich. Eisenbahnnetze waren unterbrochen, und das Land mit dem Wiederaufbau nach den Wasserschäden beschäftigt. Doch davon merkt der Gast heute nichts mehr. In neuem Glanz, aber mit dem alten Charme lädt Sachsen heute wieder jeden Interessierten ein, um Land und Leute kennen zu lernen und an der Kultur der Region sowie der Natur der Sächsischen Schweiz teilzuhaben. Etwas über sechs Stunden Zugfahrt trennen den Besucher aus Süddeutschland oder dem Rheinland von den sächsischen Städten, wie Dresden, Pirna, dem Tor zur Sächsischen Schweiz. Ein Abstecher von Berlin ist freilich in wesentlich kürzerer Zeit zu schaffen. Allein, um die Leistung derer zu würdigen, die nach dem Hochwasser tatkräftig mitgeholfen haben, um ihr Land wieder aufzubauen, lohnt es sich, nach Sachsen zu fahren.

Mit der Bahn kommt man in der Sächsischen Schweiz an jedes erdenkliche Ziel; doch auch der Ausbau der Autobahnen wird stetig vorangetrieben, um das Verkehrsnetz zu komplettieren, und ganz Sachsen für Auto fahrende Besucher zugänglich zu machen. Unvergessen bleibt für jeden eine Fahrt mit dem Raddampfer die Elbe entlang.

Sachsen im Winter ist in jedem Fall ein lohnenswertes Ziel. Der Begriff „Wintermärchen“ beschreibt genau, was der Besucher der Stadt Pirna zur kalten Jahreszeit vorfindet: Schlösser, geschichtsträchtige Ortschaften, Schluchten und Tafelberge laden zu einem romantischen Spaziergang in der Winterpracht ein.

Die Marienkirche in Pirna ist ein Schmuckstück der Architektur; der berühmteste Sohn der Stadt ist Johann Tetzel, ein Ablassprediger, bekannt als Gegner Martin Luthers. Der venezianische Maler Canaletto erkannte schon früh die Schönheit der Stadt Pirna – seine Bilder sind in den verschiedensten Museen weltweit zu besichtigen.

Wer mit der Bahn eine Kulturreise durch Sachsen macht, darf nicht an Schloss Weesenstein im Südwesten von Pirna vorbeifahren. Vor über 1000 Jahren begann die Baugeschichte dieses Schlosses auf dem „Weißen Stein“ – einem Felssporn. Der Bau wurde über die Jahre am Felsen herab Richtung Tal weitergeführt, so dass heute sozusagen der Keller unter dem Dach liegt. König Johann, der sächsische Dichterfürst – auch als Übersetzer von Dantes Werken bekannt – wählte das Schloss im 19. Jahrhundert als seinen Lieblingswohnsitz. Wer an Pfingsten Schloss Weesenstein besucht, kann neben der Bierprobe in der schlosseigenen Brauerei und den mittelalterlichen Festspielen auch das Schloss selbst, welches alle Kriege unbeschadet überstanden hat, besichtigen.

Auf der Festung Königstein in der Nähe von Pirna kann man Geschichte und kulinarische Genüsse miteinander verbinden. Ein Aufzug für sechzig Personen steht bereit, um die Besucher auf das Plateau der Wehranlage zu bringen. Das Angebot auf der Festung ist vielfältig und reicht von Schauspielern, die historisch mit der Festung verbundene Persönlichkeiten darstellen, und die Leute unterhalten, über eine interessante Besichtigung der Anlage – gespickt mit den geschichtlichen Fakten- bis hin zum exquisiten Mehrgänge-Menü, welches von Kellnerinnen in der Landestracht serviert wird. Natürlich kann man nach der Besichtigung der Festung auch mit dem Aufzug in die Kasematten, die in den Kalkstein geschlagen wurden, fahren, und dort ein historisches Menü zu sich nehmen. Sehr beeindruckend bewacht diese ehemalige Burg böhmischer Adliger, die niemals von einem Angreifer eingenommen werden konnte, die sächsische Schweiz in ihrem Umland.

Die vielen Übernachtungsmöglichkeiten in der Region machen den Urlaub zu einem einmaligen Erlebnis, egal ob von einer Pension oder einem Hotel der Oberklasse aus. Eine Kombination aus Kultur, lukullischen Genüssen, und zahlreichen Veranstaltungen – umgeben von der herrlichen Natur des Nationalparks Sächsische Schweiz – machen Sachsen auf jeden Fall zu einem lohnenden Reiseziel.

Sauerland besitzt gute Infrastruktur

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Mobilität ist ein großes Thema im Urlaub. Fährt man mit dem Auto ist es eher weniger ein Problem, denn so ist man auch im Urlaubsort mobil und kann auch weiter entfernte Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten erreichen. Hat man jedoch eine Flugreise gemacht, steht man ohne Auto da und muss sich gut überlegen, wie man wo hinkommt.

Im Sauerland, der Urlaubsregion Nummer 1 im Westen Deutschlands ist die Mobilität auch ohne Auto keine Problemstellung. Ein hervorragend ausgebautes Netz der Öffentlichen Verkehrsmittel bringt die Urlauber jederzeit an ihre Wunschziele. Die SauerlandCard ermöglicht den Gästen zusätzliche Vergünstigungen und teilweise sogar freie Fahrten – das gibt es bei kaum einen anderem Urlaub in Deutschland. Zu erwerben ist die Sauerland Card in jeder Touristeninformation. Auch die Benutzung von Bahnen, der SauerlandLinie von Arnsberg bis nach Brilon oder Winterberg ist mit dieser Karte meistens inkludiert.

Urlaubsgäste müssen sich also keine Sorgen über Mobilitätsschwierigkeiten machen, wenn Sie sich für die Anreise mit dem Flieger oder der Bahn entscheiden. Mobilität spielt im Sauerland nämlich eine große Rolle und man kann versichert sein, dass die Gastgeber und alle die für den reibungslosen Urlaub im Sauerland sorgen wollen, immer bestrebt sind, ihnen ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Die Mentalität der Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit der Sauerländer spielt dabei eine nicht minderwertige Rolle. Auch bei anderen Dingen wie zum Beispiel beim Wintersport wird ihnen überall geholfen. Sie haben noch keine komplette Winterausrüstung? Kein Problem, ihr Gastbetrieb hilft ihnen gerne weiter. Wie sie merken werden, besteht nicht nur die Infrastruktur in Sachen Verkehr für Sie bereit, sondern eine Infrastruktur für alles, was Sie in Ihrem Urlaub benötigen.

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