Urlaub auf Fanø

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Dänemarks beliebte Ferieninsel Fanø bietet dem Urlauber Erholung mitten in der Natur zwischen Dünen und Meer. Mit den unvergleichlich kilometerlangen weißen Sandstränden, ihren Dünen und der ständig wehenden frischen Brise vom Meer wird hier der Alltag schnell vergessen.

Dänemarks nördlichste Wattenmeerinsel Fanø ist vor allem bekannt geworden durch die alljährlich stattfindenden Internationalen Flugdrachenfestivals. Tausende Besucher erleben das größte Drachenfestival Europas das am Strand zwischen Fanö Bad und Rindby stattfindet alljährlich im Juni.

Aber auch sonst bietet die Insel Fanø ganzjährlich Erholungsmöglichkeiten für jede Altersgruppe. Nicht nur die Badefreuden im Sommer locken jährlich tausende Urlauber auf Fanø, sondern auch die Möglichkeit für ausgedehnte Wattenmeerwanderungen, Radtouren und das legendär gewordene Bernsteinsuchen im Herbst jeden Jahres.
Die nur 55 Quadratkilometer große Insel Fanø hat zu jeder Jahreszeit seine Reize und bietet dem Urlauber die Möglichkeit hier noch Traditionen und Natur hautnah zu erleben an. Am bekanntesten ist sicherlich das Traditionsfest der Insel Fanø, die Fannikertage. Hier erlebt der Urlauber die Einwohner von Fanø in ihren historischen Trachten die bei einem Umzug durch Nordby, dem größten Ort der Insel Fanø, getragen werden.
Die neu erbauten Ferienanlagen und privaten Ferienhäuser auf Fanø liegen oftmals in der Nähe des Strandes und bieten damit den idealen Ausgangspunkt um die Schönheiten der Insel mit ihren weißen weichen Dünen und der rauschenden Brandung zu erkunden. Die riesige Sandbank “Søren-Jessens-Sand”, die sich im Laufe der letzten Jahre fest mit der Insel Fanø verbunden hat, ist genau wie der Pfahlberg ein beliebtes Ziel für viele Urlauber geworden. Von hier aus bietet sich ein überwältigender Ausblick auf die sanfte Dünenlandschaft mit all ihren kleinen Seen.

Urlaub auf Fanø, daran wird sich jeder Tourist immer wieder gern erinnern!

Der Märchenautor Hans Christian Andersen und sein Werdegang

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Am 02. April im Jahr 1805 wurde Hans Christian Andersen in Odense in Dänemark geboren. Seine Eltern, der Schuhmacher Hans Andersen und seine Gattin, Anne Marie Andersdatter lebten in ärmlichen Verhältnissen und waren zur Zeit der Geburt ihres Sohnes sogar obdachlos, weswegen der genaue Geburtsort des Autors bis heute nicht genau genannt werden kann. Im heutigen Hans-Christian-Andersen-Haus, welches anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Odense einfach als sein Geburtshaus festgelegt wurde, befindet sich seit 1908 ein Museum, in dem eine Ausstellung den Würdenträger betreffenden Werke sowie zeitgenössischen Aussagen, wie Zeitungsberichte und erhaltene Briefe, zudem Bilder und Scherenschnitte untergebracht ist. Das gelbe Fachwerkhaus liegt an der Kreuzung zwischen Hans Jensen Stræde und Bangs Boder in Odense.

Die Stadt Odense war Anfang des neunzehnten Jahrhunderts als zweitgrößte Stadt Dänemarks von 6000 Menschen bewohnt; jedoch lebten rund die Hälfte davon am sozialen Abgrund. Lediglich zwei Räume hatten die Andersens in dem Fachwerkhaus in Barndomshjem zur Verfügung: Arbeiten, Leben, Spielen und Schlafen fand alles auf engstem Raum statt. In den Häusern der damaligen Zeit lebten aufgrund der Armut große Familien in winzigen Wohnungen. Geatauf wurde Hans Christian Andersen in der St. Hans Kirche, in dem spätromanischen Taufbecken der dem Johanneskloster anhängigen Kirche, die zwischen dem 13. und 15. jahrhundert erbaut wurde.

Als Kind armer Leute bleiben dem kleinen blonden Jungen nicht viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Sein Puppentheater, für das er selber Kostüme näht, Shakespeare als Lesestoff und Märchenstunden mit seinem Vater, der ihm nicht nur aus 1001 Nacht erzählt, füllen das Leben des kleinen Hans Christian aus. Verschlossen und in seiner eigenen Welt versunken verbringt er seine Tage allein für sich, statt spielend und beim herumtoben mit gleichaltrigen. Er verlässt seine Phantasiewelt nur, um zwei für ein Kind gruselige Häuser aufzusuchen. Immer wieder zieht es ihn zum Odenser Gefängnis, und zum Armenhospital, in dem seine Großmutter ihre schwere Arbeit verrichtete. Seine schon früh entdeckte Liebe zu Märchen wird hier gefördert, weil er den alten Frauen bei ihren Spinnarbeiten Gesellschaft leistet, und diese ihm Märchen erzählten zum Zeitvertreib. Angst hatte der spätere Autor nur vor der Station, auf der die geistig Kranken untergebracht waren.

Schon mit 5 Jahren kommt Hans Christian Andersen in die Schule, und nach mehreren Schulwechseln landet er auf der Armenschule Påskestræde. Es werden die Grundfächer unterrichtet, Mathematik, Schreiben und Lesen. Seine Sammlung von Theater-Billets trägt den Schüler wieder in seine Phantasiewelt zurück, in der die Darsteller aus den Theaterstücken in seinem Kopf neue Rollen erhalten. Mit 10 Jahren darf der spätere innige Bühnenliebhaber das erste Mal ins Theater. Tief in seinem Herzen hat der spätere Erfolgsautor schon in jungen Jahren den Wunsch, einmal auf einer Bühne zu stehen, und anderen Menschen Freude zu bereiten; möglicherweise auch mit seiner schönen Singstimme, die er jedoch in der realen Welt nur in Bürgerhäusern zeigen kann. Als der Vater verstirbt, muss die Mutter als Waschfrau arbeiten, damit die Familie überleben kann. Weil deren karges Einkommen nicht ausreicht, muss auch der Sohn die Schule verlassen, und Geld verdienen. Bei der Odenser Tuchfabrik Koch & Hirschfeld wird er verspottet und als Mädchen verlacht, deswegen will er dort nach wenigen Arbeitstagen nicht mehr hingehen. Laurid’s Ørnstruds Tabakfabrik in der Vestergade wird sein zweiter Arbeitsplatz, den er nur deswegen nicht aufgibt, weil die Mutter ihm erlaubt, nach den harten Arbeitsstunden noch in seiner Phantasiewelt zu versinken, und in Büchern zu schmökern.

Als die Mutter 1818 den ebenfalls als Schuster arbeitenden Niels Jørgensen heiratet, bleibt für den heranwachsenden Hans Christian alles beim Alten. Im Konfirmationsunterricht erkennt der Pastor Propst Tetens, dass er einen besonderen Menschen in seinem Unterricht hat, der das Zeug dazu hat, seine soziale Schicht hinter sich zu lassen, und etwas aus seinem Leben zu machen. Das besondere Geschenk zur Konfirmation am 18. April 1819 war ein paar Stiefel – die ersten eigenen.

Die Mutter ist sich sicher, dass ihr Sohn bald zurückkehren wird, als der 14-jährige Sohn am 4. September 1819 in die dänische Hauptstadt aufbricht. Doch Hans Christian Andersen beweist das Gegenteil. Bis zu seinem Lebensende verlässt er Kopenhagen nur zu seinen insgesamt 29 Reisen innerhalb Europas und nach Kleinasien. Als Schriftsteller wird er weit über die Grenzen von Dänemark hinaus bekannt; seinen Traum von einer Bühnenkarriere kann er sich nicht erfüllen. Als Hans Christian Andersen am 4. August 1875 an krebs stirbt, hinterlässt er ein beachtliches Werk. 211 Märchen, drei Autobiographien, zahlreiche Novellen, Reiseberichte und Theaterstücke sind erhalten. Viele seiner Werke wurden in 145 Sprachen übersetzt.

Neben dem alljährlich stattfindenden HC Andersen Marathon, einem viel besuchten Sportereignis, existiert seit dem Jahr 2000 der so genannte „Internationale Hans-Christian-Andersen-Preis“. Dieser Preis wird verliehen für das Zeigen von Menschlichkeit im Sinne seines Namensgebers. Als erstes konnte die Stadt Funabashi in Japan diesen Preis nach Hause tragen, sie seit 1989 die Partnerstadt von Odense ist, und in ihrer Stadt einen wunderschönen Andersen park geschaffen hat.

Natürlich vermarktet Odense den weltberühmten Autor im touristischen Sektor. Mit dem „Odense Märchenpass“, den man bei der Stadt kaufen kann, kann man sich auf die Spurensuche des Dichters Hans Christian Andersen machen, und dabei kostenlos die Verkehrsmittel der Stadt in Anspruch nehmen; neben Bus und Zug auch die Fähre „Stige“. In diesem Märchenpass ist auch bereits der Eintritt zu den vielen Sehenswürdigkeiten enthalten, so zum Beispiel zum Museum und Kindheitshaus Hans-Christian Andersens und dem Eisenzeitmuseum „Jernalderlandsby“, der Kunsthalle „Brandts Klædefabrik“, dem Museum für Fotokunst, dem Dänische Zeitungsmuseum dem Carl Nielsen Museum. Im Preis für den Pass inbegriffen sind auch gratis Rathausführungen und Stadtrundgänge, der Eintritt in die 6 städtischen Bäder; zudem erhält man 25% Nachlass im Europäischen Automobil Museum, bei den Hans-Christian-Andersen Festspielen im Fünischen Dorf, bei einer Angelkarte für die Odense Au und für Ausflugsfahrten auf der Au.

Erhältlich ist der Märchenpass im Turist Bureau, bei den Städtischen Verkehrsbetrieben, in Hotels und Jugendherbergen sowie der Dänischen Staatsbahn DSB. Für einen 1-Tages-Pass zahlt man 15 Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder. Der 48-Stunden-Pass kostet 20 beziehungsweise 11 Euro.

Indien auf einer Insel? Anholt macht’s möglich

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Etwa 50 km vom Festland entfernt gibt es eine nur 22 Quadratkilometer große Insel, die dem Besucher den Eindruck vermittelt, sich in einer Wüstenlandschaft zu befinden, eben wie in Indien. Dabei handelt es sich um einen Teil der dänischen Kattegatt-Insel namens Anholt. Im 16 Jahrhundert hielten hier oft holländische Seefahrer an, daher stammt der Name „Anholt“. Endlose Dünenkämme, hellbrauner Sand so weit man sehen kann und ein blauer Himmel wie aus dem Bilderbuch. Würden dazu noch Palmen wachsen oder einem Kamele über den Weg laufen, so würde das hier wohl kaum noch jemanden überraschen.

Urlauber müssen ihre Autos stehen lassen, denn diese sind auf Anholt Tabu. Im Hafen von Grenaa können Passagiere ihr Gepäck und was sie sonst noch alles meinen, im Urlaub unbedingt dabei haben zu müssen, auf bereitgestellte Gepäckwagen laden. Entsprechend hektisch ist der Betrieb in dieser jütländischen Stadt, bis schließlich die „M/F Anholt“ bereit ist, Kurs auf dieses liebenswerte Eiland zu nehmen. Üblicherweise fährt das Schiff viermal in der Woche, in den Sommermonaten allerdings täglich, kommen doch im Jahr etwa 60 000 Besucher auf die Insel. Auf Anholt gibt es ansonsten nur etwa 150 feste Bewohner, doch für jene wäre ein Leben dort ohne regelmäßige Fährverbindung nicht möglich, alleine schon um die benötigten Konsumgüter, Lebensmittel etc. auf die Insel zu schaffen.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, wenn die Ankunft der Fähre im Hafen für Trubel sorgt. Ob die Fracht gelöscht wird, Urlaubsgäste ihre Siebensachen zusammensuchen oder unter lautem Jubel lang ersehnte Familienangehörige in die Arme geschlossen werden – ein echtes Erlebnis. Am besten vorwärts kommt man dann mit einem Inseltaxi oder man organisiert sich unmittelbar an der Anlegestelle bei der „Cykeludlejning“ ein Fahrrad. Auf der Insel sind nur 45 Autos zugelassen und die Fortbewegung mit Taxi und Fahrrad dort üblich. Es gibt auf der Insel schließlich nur insgesamt 6 km asphaltierte Straße und zwei Wege in die nächste Ortschaft, welche 3 km entfernt ist. Sogar zum Flughafen auf der Insel – ja, auch den gibt es dort – führt nur eine Schotterstraße. Sind letztendlich alle auf dem Weg, wird es im Hafen wieder ruhiger. Jetzt trifft man hier nur noch die Hobbykapitäne mit ihren Segelyachten. Die früher hier oft zu sehenden Fischerboote gibt es nahezu nicht mehr.

Die Fähre bleibt nachts auf der Insel, nicht auf dem Festland – was den Bewohnern sehr wichtig ist, wie die Leiterin der „Turistinformation“ auf Anholt bestätigt. Schließlich ist diese Insel einer der abgelegensten Orte von Dänemark, der über jeden Bewohner glücklich und auf Arbeitsplätze angewiesen ist. So hat die Fähre eine lebenswichtige Bedeutung.

So haben sich schon am 23.03.1974 16 kleine Inseln zusammengeschlossen zum „Samslutning af Danske Sma Oer“, inzwischen sind es bereits 27 Inseln, beginnend von den ganz kleinen, den „Inselzwergen“, wie Birkholm mit nur 9 Einwohnern und Hjorto mit schon 14 Einwohnern bis hin zu den großen Eilanden wie Oro, welches 989 Einwohner zählt. Sie ist die bevölkerungsreichste Insel in diesem Zusammenschluss. Doch die Vorgaben, die zu erfüllen sind, um dem Verband beizutreten, sind genau festgelegt: Die Insel muss eine Fähranbindung zum Festland haben, sie darf keine eigenständige Kommune sein und nicht mehr als 1000 Einwohner haben.

Touristen erfüllen hier als zusätzliche Fahrgäste für diese Fährverbindungen die Mission, zum Erhalt für diese Verbindungen und Arbeitsplätze beizutragen. Und der Erfolg bestätigt dies!
Auf der Insel Veno gibt es ein zentrales Büro, welche die touristische Vertretung dieses Inselbündnisses übernimmt und Anlaufstelle für Urlauber und Interessierte gleichermaßen ist. Hier kann man entweder nur eine Unterkunft sich vermitteln lassen, ganze Gruppenarrangements treffen oder ein sog. Inselhopping organisieren lassen mit Fähre und Drahtesel. Die Leiterin des Büros, Vibeke Fenger, ist der Meinung, dass jede Insel ihren eigenen Charakter hat. Davon kann sich jeder Besucher gerne selbst überzeugen, denn hier gibt es noch all das, was ansonsten schon selten geworden ist: Wasser, Natur, Ruhe und Frieden – wahre Streicheleinheiten für die Seele.

Wegen des besonderen Feelings auf der Insel kommen in den Sommermonaten bis zu 4000 Gäste – und oft sogar noch mehr – auf die Insel Anholt. Die Landschaft dort ist einzigartig. Durch den Einfluss von Wind und Wasser, geprägt auch von der Eiszeit, findet man im Westen der Insel einen riesigen Gesteinswall – ein stummer Zeuge der Gletscher. Diese Hügel werden inzwischen von traumhaften Wäldern überzogen, überwiegend Wacholder und Kiefer.
Der einzige Ort auf der Insel ist Anholt By, dieser findet sich östlich dieser Hügelkette. Es gibt dort ein Lebensmittelgeschäft, ein Cafe, einen Kiosk, selbstverständlich eine Kirche und sogar eine Post. Die Versorgung der Einwohner auf der Insel ist auf diese Weise sichergestellt. Während der Sommermonate leistet sogar ein Polizist vom Festland seinen Dienst auf Anholt.

Der Sonderbjerg ist mit seinen 48 Metern der höchste Punkt der Insel, dorthin gelangt man über markierte, aber schmale Wanderwege. Wer sich fragt, warum viele Dänen die Insel als „Gran Canaria“ des Nordens bezeichnen, erhält die Antwort, wenn er den Ausblick nach Osten in sich aufnimmt: Vom Wind manchmal seltsam geformte Wacholderbüsche, Krähenbeeren und Sand in den verschiedensten Tönen. Die Weiden werden dort nur knöchelhoch. Das Wasser zeigt sich dunkelblau bis türkis und läuft in sanften Wellen auf dem weitläufigen Sandstrand aus. Botaniker lieben diese Insel auf Grund ihrer seltenen Pflanzenarten und auch Vogelarten. Dieser Teil von Anholt macht drei Viertel der gesamten Fläche aus und wird von den Einheimischen als „Wüste“ bezeichnet. Doch das war nicht immer so. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts wuchsen hier noch Bäume. Doch für die Sicherheit der Schifffahrt wurden nahezu alle Bäume abgeholzt. Im Jahre 1560 wurde auf der Ostspitze von Anholt der „Vorfahr“ der Leuchttürme geschaffen: König Friedrich II von Dänemark ließ ein Pfannenfeuer abbrennen. Schon kurze Zeit darauf konnte auf Grund technischer Neuerungen das Feuer nach dem Wind ausgerichtet werden, damals noch als „Papageienfeuer“ bezeichnet, im Jahre 1623 schließlich wurde das Holz durch den Brennstoff Kohle ersetzt. 1881 wurde der Leuchtturm errichtet.

Es war schon Ende des 19. Jahrhunderts, als man mit der Wiederaufforstung der abgeholzten Flächen begann, ein Unterfangen, das sich als sehr mühsam herausstellte. Durch Sandflug und Wind wachsen die Pflanzen sehr langsam, der karge Boden tut ein Übriges. Doch man hat aus diesen Fehlern gelernt und die Insel inzwischen unter Naturschutz gestellt.

Eine Wanderung zum zehn Kilometer entfernten Leuchtturm, „Anholf Fyr“ genannt, ist ein Höhepunkt jeden Urlaubs. Der Weg führt durch die Wüste und man hat das Gefühl, eine andere Welt zu betreten. Die Hektik des Alltags ist endlos weit entfernt, die Luft erfüllt von den Schreien der Möwen, das Rascheln der Gräser in den Dünen – ein Balsam für die Seele. Dann wieder wird die Sicht ins Weite verdeckt von Sandkämmen, die bis zu 20 m hoch werden können. Auch die Inselbewohner lassen sich immer noch von dem Zauber dieser Insel gefangen nehmen.

Auf der Spitze von Anholt, wendet man sich vom Leuchtturm aus nach Osten, findet sich ein geschützter Lebensraum von Hunderten von Seehunden, „Totten“ genannt. Glücklich schätzen kann sich, wer in weiser Voraussicht ein Fernglas mitgenommen hat. Da aber die Seehunde mindestens genau so neugierig wie die Menschen sind, findet man sie auch immer wieder entlang des Sandstrandes – und der ist mit seinen 26 km nicht gerade kurz.

So klein Anholt auch ist, Zeichen der ersten Besiedelung durch Menschen gehen bis in die Steinzeit zurück! Angeblich sollen früher Seeräuber Schutz auf Anholt gesucht haben, auch gab es später dort eine Jagdhütte im Besitz von König Valdemar. Durch den so genannten Friedensschluss von Roskilde 1658 erhielt Schweden große Gebiete von Dänemark. Dabei stellte einer der dänischen Abgesandten wie zufällig ein Glas Bier auf der Landkarte ab und so bemerkte niemand bei den Verhandlungen den kleinen Außenposten Dänemarks im Kattegatt. Auf diese Weise wurde ein simples Glas Bier zum Schicksal.

Die Anholter legen auch sehr viel Wert auf ihre Vergangenheit und so erhält der Inselgast völlig überraschende Einblicke in die Geschichte des Eilands. Es gibt auch eine kleine Ausstellung, die der lokalhistorische Verein organisiert. Hier kann man eine Menge Karten, Dokumente, Fotos, alte Haushaltsgegenstände besichtigen und seit 1995 sogar ein altes Rettungsboot. Ausgestellte Porträts der Inselbewohner zeigen das auch oft entbehrungsreiche Leben auf Anholt. Auch heute noch stehen nicht nur die Anholter, auch die Bewohner der anderen kleinen Inseln, oftmals noch vor großen Herausforderungen. Der Zusammenschluss der Inseln („Samsluttning af Danske Sma Oer“) war dabei ein bedeutender Schritt zur Bewältigung der Anforderungen der Zukunft.

Wird es schließlich Abend auf der Insel und die Dämmerung setzt ein, gehen in den Ferienhäusern die Lichter an, im Dorfcafe setzt man sich zum Abendessen und Ruhe breitet sich aus. Hie und da sieht man den auf Wäscheleinen aufgehängten Trockenfisch. Eine friedliche Stimmung kehrt ein und ein perfekter Urlaubstag neigt sich dem Ende zu – auf der Insel, auf der man sich wie in Indien fühlt.

Århus – Die kleinste Großstadt der Welt

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„Verdens mindste storby“ – die kleinste Großstadt der Welt nennt sich das dänische Århus mit seinen knapp 300.000 Einwohnern. Der größte Containerhafen des Königreichs gehört zu dieser lebendigen Stadt, ebenso wie seine Universität, sein Kulturzentrum mit internationalem Niveau. Auch als Industriestandort hat die zweitgrößte Stadt Dänemarks Bedeutung.

Als Tourist in dieser schönen Stadt hat man die Möglichkeit, sich mit dem so genannten Århuspass kostenlos mit den örtlichen Verkehrsmitteln von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit fahren zu lassen. Auch Eintrittspreise sind in dieser Ermäßigungskarte enthalten.

Beginnen wir die Sightseeingtour am Rathaus, von dessen Turm man aus 60 Meter Höhe seinen Blick über die Dächer der Stadt bis hin zu den Wäldern im Norden und Süden schweifen lassen kann. Im Westen erhascht man Blicke auf die fischreichen Seen, im Osten kann man die Badestrände der Århusbucht erahnen.

Unter Denkmalschutz steht dieses in Stahlbeton erbaute und mit norwegischem Marmor verkleidete Rådhus, welches im zweiten Weltkrieg von Arne Jacobsen und Erik Møller erbaut wurde erst seit 1994. Nach Fertigstellung bezeichneten die Stadtväter es abfällig als „salonkommunistischen Pappkarton“, heute ist es ein Musterbeispiel für dänischen Funktionalismus.

Sehenswert ist auch das Wahrzeichen der Stadt, die Domkirche Sanct Clemes, die nicht nur der mit 94 Metern längste Kirchenbau Dänemarks ist, sondern auch im Innenraum durch seine Kalkmalereien in Rostrot und Grün, die mit dem goldenen Glanz des Flügelaltars des Lübecker Meisters Bernt Notke eine imposante Einheit bilden, dem Betrachter ein schönes Bild bietet.

Stroeget, also Strich nennt sich ähnlich wie in Kopenhagen, die Einkaufsmeile südwestlich des Doms, bestehend aus den drei Straßen Ryesgade, Søndergade und Clemens-Torv, die zum Einkaufsbummel einlädt. Im Nordosten findet man das Latinerkvarter – ein lebendiges Multi-Kulti-Viertel mit Flair.
Schlendert man durch die Häuschen zwischen Badstuegade, Graven und Rosengade, findet man angesagte, aber nicht alltägliche Boutiquen, urige Kneipen und Restaurants, wo man die besten Gaumenfreuden bestellen kann. Wie in die 50er zurückversetzt fühlt man sich beim Bummel durch die Kellerläden, in denen man alles – vom fangfrischen Ostseefisch bis zur regionalen Käsespezialität kaufen kann. Dazwischen findet man Szene-Läden, die für den großen und kleinen Geldbeutel alles bieten, was man sich – oder auch nicht – vorstellen kann.

Weiter geht unsere Tour durch Århus entlang der Århus Å, die ihr schönes Pflaster nun nach Jahren unter Beton wieder zeigen darf. Kneipen und Restaurants Tür an Tür bieten dem Szenegänger hier die erwünschte Abwechslung. Wegen der zahlreichen Feinkostläden und Gourmetgeschäfte nennt man die Straßen rund um den Frederiks-bjerg auch die Speiskammer von Århus. Hier findet man neben unterschiedlichsten Lokalen auch das größte City-Center des Königreichs: Bruuns Galleri bietet ein Kaufhaus, fünf Großmärkte, 70 geschäfte, Bars und Büros, ein CinemaXX-Kino, eingebaut in die Finessen der skandinavischen Architektur.

Die Mischung machts: „Hygge“ – typisch dänisch gemütlich – auf der einen Seite, auf der anderen Seite das typische Großstadtleben. War man eben noch eingekesselt von modernen Bürohäusern, biegt man zwei Straßen weiter ab in eine scheinbare idyllische Dorfstimmung, mit Stockrosen in Vorgärten vor den typischen gelben Fachwerkhäusern.

Unverzichtbar für unsere Besichtigungsfahrt durch die Stadt ist der Besuch des „Den Gamle By“, der „Stadt in der Stadt“, einem europaweit einmaligem Kleinstadtmuseum, in dem man 75 historische Häuser aus allen Teilen Dänemarks zusammengetragen hat. Wie ins Mittelalter zurückversetzt fühlt man sich in der uralten Bäckerei, dem alten Postamt oder dem ehemaligen Stadttheater – denn alle Gebäude werden ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend betrieben.

Nicht mit ein paar Stunden Zeit kommt man aus, wenn man sich den Besuch des AroS, dem Århuser Kunstmuseum, aufs Programm genommen hat. Der von Licht durchströmte Neubau mit viel Glas eröffnete in Jahr 2004, direkt beim Rathaus. Auf beinahe 18.000 Quadratmetern, aufgeteilt auf 10 Etagen, findet man Werke vom 18. Jahrhundert bis heute. Im Untergeschoß des Gebäudes finden sich weltbekannte Installationen, so zum Beispiel eine Videoprojektion von Bill Viola – „Five Angels for the millenium“, wo der interessierte Betrachter sich leuchtende Engel erscheinen lassen kann; auch James Turrell’s „Milk Run“ dürfte dem Kunstliebhaber nicht unbekannt sein – die Entstehung eines metaphysischen Raumes in drei Farben.

Themawechsel, aber wir bleiben im Museumsbereich. Das Kvindemuseet, welches seit 1984 besteht, zeigt als „Frauenmuseum“ vom Teppichklopfer bis zur lila Latzhose eine Ausstellung zu allen Lebensbereichen von Frauen des 20. Jahrhunderts.

Eine interaktive Entdeckungsreise durch Wissenschaft und Technik von Stonehenge bis hin zu Niels Bohr erlebt man im Stenomuseum. Einen Reisebericht in babylonischer Keilschrift in Ton klopfen, nachdem man sich eindrucksvolle Lichteffekte der Atomphysik zeigen ließ, und danach einen Ausflug in die Arznei- und Heilmittelbotanik auf der Terrasse des Museums machen und den Besuch dann im „Skymaster“ von Carl Zeiss mit einer Multimediashow des Nachthimmels unter der elf Meter großen Kuppel des Museums ausklingen lassen, dürfte diesen Tag unvergesslich werden lassen.
Wer sich zur Århuser Festwoche in der dänischen Stadt aufhält, kommt in einen Hochgenuss von Schauspiel und Musik. An den zehn Tagen Ende August oder Anfang September rechen sich Musiker, Ballettkünstler, bildende Künstler und staunende Zuschauer und –Hörer die Hände und taumeln zusammen durch den Genuss der Künste, der an allen möglichen orten der Stadt durchlebt werden kann.

Zu Vorführungen des städtischen Symphonieorchesters, Aufführungen der Jyske Opera und Gastspielen weltbekannter Künstler lädt von September bis Juni in das Musikhuset ein
Was ein Wasser-Plantsch-Bau-Spiel-Boots-Land ist, wird der sich fragenden Touristenfamilie offenbart, besucht sie das Tivoli „Friheden“, welches 2004 einhundert Jahre alt wurde, und die Waldgaststätte „Terrassen“ umgibt, wo die Århuser früher schon Ruhe vor dem Stadtlärm suchten.
Dass auch Königinnen Urlaub machen, erfährt man, wenn man das Schloss Marselisborg besucht, in welchem die dänische Königin Margarethe II. oft ihren Sommerurlaub verbringt. Ob die Königin anwesend sein könnte, erkennt mit einem Blick nach Kopenhagen; wenn dort bämlich Marschmusik und Touristenscharen beim Wachwechsel fehlen, befindet sich die Königin nicht in der Stadt, und es ist möglich, dass sie sich in ihrem Schloss in den Wäldern von Marselis befindet. Diese ausgedehnten Wälder an der Küste werden unterbrochen von Badestränden und Ausflugslokalen. Wenn man seine Sightseeingtour durch diese Wälder führen lässt, kommt man nicht am Forhistorik-Museum Moesgård vorbei, man muss dort verweilen, und die Geschichte der Vorzeit von der Steinzeit über die Bronze- und Eisenzeit bis zu den Wikingern auf sich wirken lassen. Natürlich nicht, ohne den so genannten „Grauballemann“ gesehen zu haben, eine ungewöhnlich gut erhaltene Moorleiche, etwa 2000 Jahre alt. Das Leben dieses Menschen kann man erahnen, wenn man den sieben Kilometer langen Lehrpfad entlang wandert, an der rekonstruierten Stabkirche von Hørning und einem alten Stadthaus aus Haibatu bei Schleswig vorbei, und natürlich dem Grubenhaus und den Grabstätten aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende.

„Vikingetraef“ ist der Name eines großen Treffens von Anhängern der Wikingerzeit und –Kultur. Jährlich am letzten Wochenende im Juli treffen sich Wikinger aus ganz Skandinavien und Großbritannien, um 2 Tage in das leben des Kriegervolkes zurückzuschweifen und den Besuchern ihr Können, im Umgang mit Pferden und Waffen zu präsentieren, und dabei typischen Schmuck und zeitgemäße Kunst auf dem Olavsmarkt zu verkaufen. Während sie geschäftig ihrem Treiben frönen, schaukeln auf der Ostsee wie echt aussehende rekonstruierte Wikingerschiffe friedlich auf den Wellen der Ostsee, und man erahnt einen Hauch vom damaligen Leben.

Ein Sommer in Kopenhagen

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Die Reiseführerin, eine zierliche dänische Meerjungfrau warnt über Mikrofon: „Bitte sitzen Sie sich, der Brücke ist tief“, und schon fährt unser Schiff unter der Brücke durch, während unsere Begleiterin uns die Namen der beiden Kopfsteinpflasterstraßen nach links und rechts nennt: „Overgaden neden vandet“ und „Overgaden over vandet“ heißen die verträumten Gässchen. „und links sehen wir jetzt den gewindelten Turm der Erlöserkirche“, so führt sie ihre Erklärungen fort.

Das Schiff mit informationshungrigen Touristen, welches durch den Kopenhagener Sommer gleitet, ist bis auf den letzten Platz des offenen Oberdecks besetzt. Rund eine Stunde führt uns das Hafenrundfahrtsschiff um das historische Zentrum Kopenhagens, Slotsholmen, durch den Christianshavn-Kanal hin zur Kleinen Meerjungfrau. Diese Rundfahrt kann man bei drei Reedereien buchen. Preisunterschiede gibt es nach Lage der Reederei – von der Reederei, die 50 Kronen verlangt, über die 100 Meter vom Kopfende des Nyhavnkanals gelegenen, die man für 30 Kronen mitmachen kann, bis zu der günstigsten am Holmenskanal, wo der Verkehr sein Auf und Nieder hat, und man nur noch 25 Kronen zahlt. Will man die dänische Hauptstadt erkunden, so ist diese Schifffahrt der beste Auftakt, den man sich wünschen kann.

Doch davon allein wird man Kopenhagen nicht kennen lernen. Also auf in die Stadt! Schnell wird man erkennen, dass der Einkaufsbummel in der berühmten Fußgängerzone Stroeget sich nicht von irgendeinem anderen unterscheidet – was es hier gibt, gibt es überall.
Der fröhliche Optimismus der heimischen Bewohner wird deutlich, wenn man durch das nördliche Univiertel Latinerkvarter und den südlichen Straßenverlauf Straedet schlendert. Man wird staunen, mit welchen ausgefallenen Geschäftsideen die dänische Unternehmerjugend den Besucher zu einem Kauf anzuregen versucht.

In der Altstadt angekommen, reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Kopenhagen zu besuchen, ohne die königlichen Schlösser angesehen zu haben, kommt einem Verbrechen gleich. Wieder entdecken wir eine Reiseführerin, etwas älter und nicht so zierlich wie unsere Meerjungfrau, jedoch voller Humor und sehr kompetent. Sie erklärt mit Charme und Witz die königlichen Pop-Gobelins in Schloss Christiansborg, ein Geschenk des dänischen Volkes für seine Königin Margarethe II. zum sechzigsten Geburtstag. Bjoern Noergaard, der Künstler, der die zwanzig durch ihre Farbenfrohheit ins Auge stechenden Wandteppiche geschaffen hat, illustriert darin die Geschichte des Königreiches von der Wikingerzeit bis in die Moderne, nämlich als ganz Dänemark den entlaufenden Dackel der Königin suchte. Stundenlang könnte man diese Wandbehänge betrachten, und immer wieder witzige Details entdecken; so hat laut Noergaard scheinbar Kermit der Frosch aus der Muppetshow fröhlich grinsend an einer mittelalterlichen Schlacht teilgenommen.

Um 12 Uhr dann sollte man sich vor Schloss Amalienborg einfinden, zum Wachwechsel. Schafft man es nicht zu Fuß kann man sich gegen ein Pfandgeld, welches man später zurückbekommt, eines der 2500 Gratisfahrräder entleihen, und so doch noch rechtzeitig kommen, um der Parade beizuwohnen. An 125 Stationen kann man diese mit Sponsorenwerbung vollgepflasterten, Räder ausleihen; natürlich lassen sie mit ihrer Vollgummibereifung manchen Fahrkomfort missen, jedoch sind die Fahrradwege durch die dänische Hauptstadt breit genug, um trotzdem schnell von Ort zu Ort zu kommen.
Ein Schauspiel der besonderen Art ist der Wachwechsel natürlich, wenn sich die Königin in der Stadt aufhält, wechselt die Garde mit ihren Bärenfellmützen doch dann mit prächtiger Marschmusik. Zwar nicht so pompös, jedoch trotzdem sehenswert ist der zackige Wechsel der Offiziere, wenn die Königin nicht vor Ort ist, weil dann auf die Musik verzichtet wird.

Alljährlich häufen sich Scharen von gratulationswilligen, „almindeligen“ Dänen vor dem Schloss der Monarchin – um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Gänsehaut wegen der Feierlichkeit des Augenblicks ist angesagt. Jedoch konnte man die starke Raucherin sogar einmal im Morgenrock dabei erblicken, wie sie sich der Gratulantenschar zeigte, und ihre Volksnähe freundlich winkend präsentierte.
Auf dem Prachtschloss Rosenborg lagern die Kronjuwelen. Mancher mag sich denken, dies sei etwas für die typische Frauenzeitschriften-Leserin. Jedoch ist es nur minimal anstrengend, über den 200 Meter langen Wendelgang auf den Runden Turm zu klettern, und man wird für seine Mühen mit dem Blick auf das herrliche Panorama der Altstadt und der Oresundbrücke belohnt; und schließlich soll der russische Zar Peter der Große diesen Weg schon geritten sein.

Am Kongens Nytorv und am Christianshavn findet man ein weiteres Highlight der Sightseeing-Tour. Auch wenn eine Fahrt mit der U-Bahn, der Metro, eigentlich nichts Weltbewegendes ist, so erlebt man hier ein besonderes Schauspiel, wenn man mit der Rolltreppe in die unterirdischen Glaspaläste der Stationen hinabfährt. Lichtdesigner haben Tages- und Kunstlicht mit Hilfe von modernen, hochtechnisierten Parabolspiegeln so in die U-Bahn-Haltestellen gelenkt, dass man meint, man sei in einem Konferenzsaal. Man wird aus diesem Schauspiel alle eineinhalb Minuten herausgerissen, wenn sich die Türen zu den computergesteuerten Metrozügen öffnen.

Seit 2007 ist die Metro bis zum Flughafen fertig gestellt. Nun können die Passagiere bis zur künstlichen Copacabana, zum drei Kilometer langen Amager Strandpark fahren; auch das Einkaufszentrum „Field’s“ in der ambitionierten Zukunftssiedlung Örestad liegt auf einer U-Bahnlinie.
Für den badewilligen Touristen gibt es die Möglichkeit, den von der Besichtigungstour erhitzten und müden Körper in den beiden öffentlichen Badeanstalten bei Islands Brygge und am Fisketorvet beim „Dykkert“ abzukühlen. Wer sein Badezeug nicht einstecken hat, den lädt die längste Freilufttheke Skandinaviens zur Abkühlung durch ein kühles „Oel“ zum Verweilen ein. Einen halben Kilometer lang ist die Unterhaltungsmeile, wo sich Cafétisch an Cafétisch reiht. Auch die Kaimauer, dort am Nyhavnkanal bietet Platz, sollten die Tische alle besetzt sein.

Ein unvergessener Tagesabschluss ist jedoch auch der Besuch des Tivoli, eines nostalgischen Lustgartens, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Durch altmodische Jahrmarktsbuden schlendern, oder zum Beispiel mit dem „flyvende Kuffert“ eine Runde zu drehen, einem der romantischen Karusselle, wo man mit einem großen Koffer durch Andersens Märchenwelt kutschiert wird, gehören zu diesem Erlebnis der besonderen Art.

„Margrethe har tegnet kostymerne“, heißt das Pantomimentheater, übersetzt soviel wie, „die Königin hat die Kostüme entworfen“ bei dem man feststellen wird, dass zu einem Kopenhagener Sommer nicht zwangsläufig gute Dänischkenntnisse gehören, sondern die Devise zählt: „Augen auf und Träumen!“

Gourmet – die Sonneninsel Bornholm

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Bornholm ist das dänische Reiseziel schlechthin für Golfspieler, Yachtbesitzer und Radfahrer. Entspannung ist auf der Sonneninsel Dänemarks nicht angesagt. Viel mehr finden hier Aktivurlauber ihre Sportarten wie Golfen, Segel oder Radfahren. Mit drei sehr gut bespielbaren Golfplätzen, beinahe 20 Jachthäfen für Segelboote und mit über 230 Kilometer Radwegen ist hier für jeden Sportler das Paradies Dänemarks erreicht. Auch Kulinarisch weißt Bornholm immer mehr und mehr beste Feinschmeckerlokale mit heimischen Spezialitäten auf.
Auf Bornholm gibt es zum beispiel den leckeren geräucherten Herin aus bekannten Räuchereien wie Syaneke oder Hasle. Dies ist die bevorzugte Delikatesse Dänemarks. Doch auch viele andere leckere Köstlichkeiten wie ökologisches Eis, gute, hausgemachte Schokolade, gute Weine, reines, frisch gebrautes Bier und einmalig köstlicher Käse stehen hier auf der Speisekarte der zahlreichen Restaurants. Alle Produkte auf Bornholm sind von örtlichen Bauern hergestellt und werden saisonal serviert.
Bornholm ist bekannt für das Boisens Maxime Speiseeis. Die Geschichte war damals Folgende: Vor gut fünf Jahren hat der damals noch studierende Thorklin Boisen im Fischdorf Snogebæk mit der Herstellung von Speiseeis. Boisens Maxime: Er wollte das Eis so gut es geht nach typischem italienischem Rezept herstellen nur eben mit reinen Naturprodukten von Bornholm. Was hier beinahe weltbekannt ist, ist das Holunderblüteneis, das aus reinem ökologischem Holundersaft gemacht ist. Wichtig ist bei dem Eis, dass die Holunderblüten ganz früh am Morgen noch taufrisch geerntet werden müssen. Auch die Milchzutaten müssen natürlich von Bornholmer Landwirten bzw. deren Kühen stammen und rein natürlich sein. Hergestellt und verarbeitet wurden die Produkte in der letzten Meierei der Insel: Bornholms Andelsmejeriet im Ort Klemensker. Die ist zugleich auch die Produktionsstätte des wohl weltweit bekannten Blauschimmelkäses.
Doch nicht nur das Eis und der Blauschimmelkäse sind Köstlichkeiten der Sonneninsel. Was unbedingt auch noch zu erwähnen ist, sind die Pralinen und die Schokolade, die Birgitte Kjær und Peter Bræstrup hergestellt haben, und noch immer herstellen. Auch ihnen darf man, genau so wie Thorklin Boisen noch bei der eigenen Handarbeit zusehen und dann die Leckereien testweise genießen. Eine Bonboniere sowie zahlreiche Bierbrauer vor Ort ermöglichen den Besuchern die Köstlichkeiten auch persönlich zu testen. Wer aber eher auf Weinprobe nach Bornholm kommt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Der dänische Wein ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig für manche angebliche Weinkenner, jedoch wem er schmeckt, der wird sicher die eine oder andere Flasche der Köstlichkeit mit nachhause nehmen. Die Grundlage hier für all, diese Gaumenfreunden sind – wie schon erwähnt – die zahlreichen Feinschmeckerlokale, die täglich mit ihrer „frischen“ Karte zahlreiche Besucher der Insel mit ihren Bornholmer Genüssen verführen und bezaubern.

Die Nordsee als Erholungsgebiet Dänemarks

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Wer einmal aus dem stressigen Alltag entfliehen möchte, der braucht sich nur einen Urlaub in Dänemark zu buchen. Und zwar direkt in einem Ferienhaus an der Nordsee. Hier erlebt man noch Ruhe, Erholung und absolute Entspannung. Wer sich erholen möchte, der muss nur ein paar Tage aus seinem hektischen Kalender streichen und Urlaub an der dänischen Nordseeküste buchen und wird voller Energie und neuem Elan nachhause zurückkommen. Man streicht einfach Hektik und Sorgen für ein paar Stunden aus dem Leben und begibt sich vielleicht sogar auf Schatzsuche. Wer möchte, kann das das dänische Gold suchen – den Bernstein.
Doch was ist das Geheimrezept der Dänen, dass sie einen die Sorgen des Alltags vergessen lassen? Zum einen ist es sicher die Gewaltigkeit der Nordsee, die bei einem Spaziergang am Strand alle zuhause gelassenen Probleme ganz klein werden lässt. Zum anderen ist natürlich verantwortlich, dass man das Ferienhaus oder die Ferienwohnung meist direkt am Strand buchen kann. Und daran ist das Schönste, dass diese Häuser eben von vielen Privatleuten vermietet werden. Es ist als nicht so, dass man vielleicht zwei gleiche Ferienhäuser nebeneinander findet. Nein, ein jedes Haus ist ein Privathaus einer Familie Peterson oder wem auch immer. Die Häuser sind grundsätzlich alle so eingerichtet, wie es die Privatleute für schön befunden haben. Das typische dänische Flair findet hier seine absolute Vollkommenheit. Ganz wichtig ist aber für einen erholsamen und entspannenden Urlaub auch, dass hier auch alles was man sich wünscht an Einrichtungsgegenständen vorhanden ist. Egal ob man Satelliten-Fernsehen möchte oder ob ein Geschirrspüler in der Küche sein soll. Auch Waschmaschine, Schwimmbad, Sauna, Whirlpool und ein Kaminofen gehört hier zur Grundausstattung, was die Dänen den Urlaubern bieten.
Und genau das ist es, warum die Ferienhäuser in Dänemark eben das sind, was sie sind. Orte, die von Einheimischen gestaltet wurden und zu entspannenden Ferien einladen. Wer hier Urlaub macht, der findet zu ganz einfachen Besonderheiten wieder, wie etwa ein all abendliches Kartenspiel das mit der Familie an einem Tisch gespielt wird. Oder aber einfach auch nur bei einem schönen Buch entspannen und nicht immer vor dem PC sitzen.
Was ein jeder Urlauber mindestens einmal gemacht haben muss, er muss einmal nach den Tränen der Götter gesucht haben. Bernstein finden ist nicht unbedingt so ganz einfach, wie es schein. Zwar ist Dänemark der Ort des Bernsteins, allerdings liegt es nicht so rum, wie Sand am Meer. Man muss schon ein bisschen Geduld und auch Erfahrung mitbringen, um zu wissen, wann man am besten das Dänische Gold finden kann. Am besten ist es, an der jütländischen Westküste, wenn der Wind zuerst ein paar Tage von Westen oder Südwesten geweht hat, und sich dann das Meer ein klein wenig beruhigen konnte. Doch dann kann man noch nicht einfach suchen, sondern muss wissen, dass der Bernstein in der Regel mit dem Seetang und den Wasserpflanzen an Land treibt.
Wer dann doch in den Genuss gekommen ist, einen Bernstein gefunden zu haben, muss den nur noch erkennen. Und dabei gibt es ein paar entscheidende Merkmale, die man sich unbedingt notieren sollte, wenn man auf Bernsteinsuche geht. Er ist zum ersten schon mal viel, viel leichter als herkömmliche Steine. Wenn man sie wo gegen klopft, klingen sie hohl. Und, ein Insidertipp an alle Bernsteinsammler. Wenn man den Bernstein reibt, dann lädt sich dieser elektrisch auf.

Golfspielen in Dänemark wird immer beliebter

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Nicht nur bei den 150.000 dänischen Golfern wird der Sport in Dänemark heiß begehrt. Nein, es finden auch immer mehr Touristen und Urlauber gefallen an dem edlen Sport in der traumhaften Landschaft Dänemarks. Rund 120 Plätze stehen den Sportlern hier zur Verfügung. Es gibt keinen privaten Golfplatz. Alle Plätze sind für alle Gäste zugänglich und können jederzeit bespielt werden.

Wer also in seiner Urlaubszeit Golfspielen möchte, der bucht den Urlaub in Dänemark. Sogar zahlreiche Prominente wagen sich hier auf die weiten Grünflächen um ihr Handicap zu verbessern. Nachdem die Nachfrage nach Unterkünften wie Hotels und Ferienwohnungen in Dänemark aufgrund des Volkssportes immer größer werden, werden die zahlreichen Angebote in einem neuen Golfkatalog „Haus & Golf Golfparadies Dänemark“ vorgestellt. 52 Seiten stehen hier dem Leser oder Golfinteressierten zur Verfügung mit zahlreichen Angeboten die sich rund um das Thema Golf drehen. Insbesondere wird hier der enge Zusammenhang gestellt zwischen Golfspielen und Ferienhausangebote.

Diese Katalogreihe „Haus und Golf“ bieten alle zugleich Formulare mit an, wo der Hobby- oder Profi-Golfer die Möglichkeit hat, sich für eines der zahlreichen Turniere anzumelden. Sehr begehrt bei Einheimischen und Urlaubern ist hier der „Scandliines-dansommer Anfänger-Wettbewerb“ und der „Scandlines-dansommer Cup“ für Fortgeschrittene. Die genauen Daten für diese Turniere sind selbstverständlich auch in den Katalogen veröffentlicht.

Wer also ein wirklicher Freund des Golfsportes ist, der wird seinen Urlaub in Dänemark sicher so schnell nicht vergessen. Neben dem Sport kann man natürlich hier hauptsächlich die Unberührtheit und Schönheit der dänischen Natur bewundern und genießen und bei langen ausgedehnten Spaziergängen Erholung bekommen. Der Urlaub in Dänemark ist ganz besonders traumhaft für alle Golfspieler und diejenigen, die es noch werden wollen. Golfspielen in Dänemark wird eben einfach immer beliebter und immer öfter in Verbindung mit einem Urlaub gebucht.

Ebeltoft

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Die dänische Kleinstadt Ebeltoft liegt mit ihren mehr als 6.000 Einwohnern auf der jütländischen Halbinsel Djursland an der Meeresbucht Ebeltoft Vig. Die Stadt ist bekannt für das idyllische Ambiente der historischen Altstadt aus dem 14. Jahrhundert sowie ihren Fischerei- und Yachthafen. Die Nähe zu den Feriengebieten wie Øer Maritime Ferieby, Lyngsbæk, Egsmark Strand, Ahl Strand, Handrup sowohl auch zu den drei großen Campingplätzen in Vibæk Strand, Dråby und Krakær sorgt dafür, dass in Ebeltoft immer eine Menge Touristen unterwegs sind.

Der Kern des Ortes besteht überwiegend aus historischen Häusern. Zu finden ist hier auch das kleinste Rathaus der Welt, das so genannte „Det Gamle Rådhus”, mit einem alten Gefangenenkeller. Schon von weitem fällt einem die frühgotische Kirche auf, die schon seit Jahrhunderten das nahezu unveränderte Stadtbild prägt. In den letzten 15 Jahren hat Ebeltoft durch den Tourismus ein starkes wirtschaftliches Wachstum erlebt und verfügt mittlerweile über große Kaufhäuser und eine interessante Fußgängerzone.

In Ebeltoft, welches auch im Fachjargon „Hauptstadt des Glases“ genannt wird, gibt es zwei hervorragende Sehenswürdigkeiten von landesweiter kultureller Bedeutung. Zum einen das Glasmuseum im Hafen, welches neben internationalen Exponaten auch zahlreiche Werke von Ebeltofter Glaskünstlern beinhaltet und den Museumshafen, in dem das historische Holzschiff “Fregatten Jylland“ liegt. Das Schiff, welches am deutsch-dänischen Krieg teilnahm, wurde komplett restauriert und ist nun mit einer Besatzung aus Wachsfiguren ausgestattet.

Während den Sommermonaten werden in Ebeltoft viele interessante Aktionen für Touristen und für Einheimische veranstaltet. Zum Beispiel gehen aus alter Tradition Nachtwächter durch die Straßen und singen alte Wachtlieder.

Blåvand

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Am westlichsten Punkt Dänemarks, genau genommen an der Westküste Jütlands, liegt der Ferienort Blåvand mit ca. 4000 Einwohnern. Die Region ist bekannt für ihre hervorragenden Badestrände, die fast 40km Gesamtlänge erreichen.

Der Leuchtturm von Blåvandshuk, am westlichsten Punkt, der um das Jahr 1900 erbaut wurde, überragt das umliegende Dünengebiet um fast 40m und bietet eine atemberaubende Aussicht auf das westliche Riff und die Städte Vejers im Norden und Skallingen und Esbjerg im Süden. Die Umgebung ist im Herbst das Ziel von vielen Arten von Zugvögeln.

In Blåvand gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten und eine große Auswahl an attraktiven Familienrestaurants.