Blumeninsel im Atlantik

10:22 am Portugal

Mitten im Atlantik, etwa 1000 Kilometer südwestlich von Portugal liegt die Inselgruppe Madeira. Die Inseln gehören verwaltungstechnisch zu Portugal, sind aber eine autonome Region dieses Landes.

Madeira ragt steil aus dem Atlantik heraus. Steilküsten prägen den ersten Eindruck, den man von der Insel bekommt. Madeira hat durchgehend Mittelgebirgs- oder Hochgebirgscharakter und ist darüber hinaus sehr stark von seiner geologischen Entstehungsgeschichte geprägt. Madeira und die umgebenden Inseln entstanden vor etwa 20 Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch. Viele Stellen der Inseln zeugen durch ihre sehenswerten und interessanten Felsformationen noch heute davon.

Besucher Madeiras, die Einsamkeit und Ruhe suchen, sind auf dem Hochplateau Paúl da Serra gut aufgehoben. Dieses Hochmoor wird nur spärlich als Weide für Tiere genutzt. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es hier ein Hotel. Menschen, die ein paar Tage Ruhe genießen wollen sind hier goldrichtig.

Klimatisch herrschen auf den Inseln ganzjährig so gut wie immer dieselben Temperaturen. Im Sommer wird es meist nicht wärmer als 25 Grad und im Winter pendeln sich die Temperaturen bei knapp unter 20 Grad ein. Der Norden der Insel ist relativ niederschlagsreich, während der Süden durch ein subtropisches Klima besticht.

Madeira wird bei Touristen immer beliebter ist aber noch nicht so stark überlaufen, dass es unangenehm werden könnte. Vor allem bei Wanderern ist die Insel ein sehr beliebtes Reiseziel. Besonders im Nordteil gibt es viele künstlich angelegte Kanäle, die sogenannten Levadas. Neben diesen Kanälen wurden vor 300 Jahren von Sklaven Wege zur Wartung dieser Wasserwege angelegt. Diese Wege existieren heute noch und befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand. Wandert man auf diesen Wegen, erhält man wunderschöne Einblicke in die bemerkenswerte Landschaft Madeiras. Ein großer Teil des Nordens der Insel ist sogar in das Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen worden.

Touristen die zum Baden auf die Inselgruppe kommen, sollten bedenken, dass es auf Madeira kaum Badebuchten gibt. Schöne Sandstrände gibt es dagegen auf der Nachbarinsel Porto Santo. Man muss allerdings neunzig Minuten Fahrt mit der Fähre in Kauf nehmen um dorthin zu kommen. Die kilometerlangen, feinen Strände sind diese Zeit aber allemal wert. Ein Besuch Funchals, der Hauptstadt Madeiras darf natürlich auch nicht fehlen. Hier gibt es viele botanische und tropische Gärten und auch sonst sieht man überall Blumen, vor allem Orchideen, was der Inselgruppe ihren Beinahmen „Blumeninsel“ gegeben hat.

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