Baltschik – Weine und Feste sind hier an der Tagesordnung
August 11, 2008 3:29 pm BulgarienWer sich für bulgarische Weine interessiert, der wird sicher mit dem früheren Namen Baltschiks was anfangen können. Der Ort hieß früher einmal Dionysopolis. Dionysos ist der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit. Nach ihm wurde der Ort einst benannt, weil hier der Weinanbau eine lange Tradition verzeichnen konnte. Bereits bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus kann man in diesem Ort den Weinanbau und den Handel nachweisen. Doch nicht nur früher, sondern heute immer noch wissen die Einwohner, wie es geht, guten Wein zu keltern. Es ist klar, dass hier natürlich auch der eigene gekelterte Wein in Feiern und Festen getrunken wird. Zahlreiche Feste laden jährlich viele Urlauber zu einem original bulgarischen Weinfest ein, auf dem natürlich der Wein in Litern fließt. Wer zwar auch der Geschichte wegen, weniger aber des Weines wegen nach Bulgarien fährt, der ist in Baltschik aber auch richtig. Nur zwei Kilometer entfernt ist das Schloss der rumänischen Königin Maria mit dem riesigen Schlosspark von zehn Hektar. Wer also in Baltschik ein Hotel oder ein Zimmer gebucht hat, wird sicher einmal das Schloss besuchen, welches aus altbulgarischen, gotischen, maurischen und aber auch orientalischen Stilelementen erbaut wurde. Der Schlosspark bietet zudem allerlei Highlights für die Botaniker unter den Urlaubern. Und zwar befindet sich dort die zweitgrößte Kakteensammlung Europas, die jeder Urlauber einmal gesehen haben muss.
Baltschik selbst ist ein wirklich malerischer Ort der sich am Hang zur Bucht am abfallenden Ufer befindet. Links und Rechts sind zahlreiche Weinanbaugebiete angelegt, die schon von Weitem zu sehen sind. An der Küstenstraße weiter nördlich entlang geht es nach Tuslata, ein Ort, der direkt am Meer liegt. Vielen ist dieser Ort wahrscheinlich bekannt durch die weltbekannte Heilschlammklinik und seinem Kurort. Der Schlamm kommt direkt aus einer ehemaligen Salzgrube und wird meistens verwendet, um Stütz- und Bewegungsapparat sowie das periphere Nervensystem zu heilen. Unter den Touristen und Urlaubern ist der Kurort wohl eher noch nicht so bekannt. Die hauptsächlichen Kurgäste sind immer noch die Einheimischen. Wenn man von diesem Ort aus weiterreist kommt man nach Durankulak. Das ist vor der rumänischen Grenze der letzte Ort Bulgariens.
In Durankulak gibt es einen 240 Hektar großen Süßwassersee. Das gesamte Gebiet um den See herum ist ein Naturschutzgebiet, das allen Pflanzenkundlern eine großartige Fauna und Flora bietet. Wer von dem Ort aus noch drei Kilometer nördlich fährt, kommt an den letzten Campingplatz am Meer den Kosmos. Dann kommt gar nix mehr. Lediglich unberührte Natur, Ruhe und Einsamkeit findet sich dort in dem Gebiet Bulgariens wieder. Der Ort Kavarna hat bis zu 150 Höhlen, die zum Teil zahlreiche Geheimkammern besitzen, die über sehr großartige und noch wunderbar erhaltene Wandzeichnungen verfügen.
